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Ausgabe: Nr. 269 (24/2016) vom 21. Dezember 2016 - 10. Januar 2017
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Weihnachtsgeschäfte

Liebe Leserinnen und liebe Leser, heute, am 14.Dezember, schreibe ich meine neue Kolumne. Der DAX, mein persönlicher Leitindex für die Börsenentwicklung, steht bei fast 11.300 Punkten und hat gestern den höchsten Stand der letzten 13 Monate erreicht.



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21.12.2016 - Spanien -
Meine Kolumne vom 16. September trug damals den Titel „Ein goldener Herbst“,  und dort brachte ich Ihnen gegenüber vorab zum Ausdruck, wir werden mit hoher Wahrscheinlichkeit  steigende Aktienkurse zum Jahresende erleben. Der DAX stand damals bei 10.431 Punkten und hat seitdem um rund 8% zugelegt, wohlgemerkt: in einem Vierteljahr!
Ich hoffe, Sie waren bei dieser Entwicklung dabei, denn allein dieser Zeitraum hat Aktienbesitzern wieder mal eine mehrfache Rendite dessen beschert, was mit anderen Anlageformen, - insbesondere festverzinslichen Wertpapieren oder Geldanlagen bei Kreditinstituten - zu erreichen war. Dieses Ergebnis war für den Anleger gar nicht so leicht zu erzielen, lagen auf dem Weg zu dieser Rendite doch einige beachtliche Hindernisse, die man zu überwinden hatte;  insbesondere die Wahl des amerikanischen Präsidenten und das Referendum in Italien.  
Auch ich geriet in Versuchung, bin kurzfristig etwas vorsichtiger geworden, habe Gewinne mitgenommen und etwas mehr Liquidität aufgebaut, die inzwischen erneut investiert wurde. Das Jahr 2016 ist ein Lehrstück in Sachen politischer Börsen und deren kurzer Beine gewesen. Langfristig entscheiden meines Erachtens nur eine gute wirtschaftliche Entwicklung sowie eine positive Zukunftsperspektive über das Kapitalwachstum an den Finanzmärkten.
Folgende Regeln lassen sich für Wertpapierkäufe gut aufstellen:
1. Man darf sich nicht verblüffen lassen von schlechten Nachrichten, man muss sie filtern und bewerten. Aber  Bange machen durch sogenannte Crashpropheten und Schwarzseher gilt nicht. Seien Sie optimistisch und mutig.
2. Kaufen Sie nur Aktien, die Sie kennen, die seit Jahren nachhaltig gewachsen sind, eine gute Rendite in Form von Gewinnausschüttungen realisieren und noch Kurssteigerungen erwarten lassen.
3. Lassen Sie sich von jemandem beraten, dem Sie vertrauen, aber überlegen Sie genau, wer das sein soll, vor allem, ob dessen Interessen mit Ihren übereinstimmen.
4. Wer die Börsenentwicklung der letzten  100 Jahre beobachtet und analysiert, wird erkennen, dass es so gut wie immer in dieser langen Zeit trotz entscheidender Entwicklungen (2 Weltkriege, Börsencrashs, Kubakrise, Finanzmarktkrise, Internetblase...) stets eine adäquate, aufwärtsgerichtete Gegenbewegung gab. Schade, wenn man aus Angst diese Entwicklung nicht mitmachen konnte.

Und wie geht es weiter?

Auch jetzt werden wieder Prognosen  für 2017 abgegeben, und erfahrungsgemäß liegen diese Prognosen, sogar die von Volkswirtschaftlern mit internationalem Rang, meistens daneben. Ich weigere mich deswegen, Ihnen jetzt zu sagen, wie der DAX in 12 Monaten steht. Ich weiß es nämlich nicht. 
Aber eine tendenziell optimistische Vorstellung hätte ich von einigen Sachverhalten, die Sie beobachten könnten: 
a) Ich halte es für wahrscheinlich, dass die amerikanische Wirtschaft und die damit verbundene Entwicklung an den weltweiten Finanzmärkten vom zukünftigen amerikanischen Präsidenten – zumindest zunächst einmal – beflügelt werden (egal wie man zu ihm steht).
b) Trump wird mit Russland einen deutlich versöhnlicheren Umgang pflegen als sein Vorgänger, und dies wirkt ebenfalls stimulierend auf die Weltwirtschaft. Vielleicht könnten / sollten dann auch die Europäer endlich wieder eine Annäherung an Russland suchen, die allen guttun würde. Nochmal zu beachten: Die aus politischen und humanitären Gründen verhängten Sanktionen wegen der Ukraine haben niemandem geholfen. Und: Wer – wie Deutschland -  andererseits Waffengeschäfte mit Saudiarabien tätigt, wirkt auf mich als politischer Moralapostel ohnehin nicht glaubwürdig.
c) Die Zinsen könnten vor dem Hintergrund dieser Stimuli etwas ansteigen, und damit wären wir die extreme Zinsniedrigphase erst mal los, aber ich glaube nicht, dass es zu einem erheblichen, für einen Anleger attraktiven  Zinsanstieg führen wird, denn dadurch  würde die wirtschaftliche Entwicklung in den großen Industrienationen torpediert. Dies lassen die Notenbanken auch nicht zu. Ein für Anleger gutes Zinsniveau wird es bis auf Weiteres nicht geben, und deswegen bleiben Aktien interessant für jeden Investor.
d) Steigende Zinsen bedeuten bei festverzinslichen Wertpapieren (z.B. Staatsanleihen) Kursverluste! Das Prinzip: Ein fester, unabänderlicher Zins dieser Geldanlagen bedeutet, dass die Kurse der Wertpapiere sinken müssen, um attraktiv zu bleiben. Die Preise bzw. Kurse der vorhandenen Geldanlagen sinken so weit, bis die neue, nun höhere Verzinsung der Geldanlage auch bei diesen Wertpapieren vorhanden ist.  Bitte beachten Sie, dass die vermeintlich sicheren, festverzinslichen Geld- und Fondsanlagen (auch sogenannte Mischfonds) dadurch einen Wertverlust erleiden können.

Fazit: 

Wir haben gute Chancen, nächstens noch  höhere Kurse an den Börsen zu erleben, aber auf dem Weg dahin gibt es sicher weiterhin Unsicherheiten, (Kriege, Euro, Verschuldung, Flüchtlingsdebatte, Wahlkämp­fe, AfD...). 
Mein Ratschlag an Sie: Nicht verblüffen lassen, optimistisch und mutig sein, das Weihnachtsfest genießen und sich auf die Zukunft freuen (natürlich mit qualitativ hochwertigen Aktien).

Alles Gute , schöne Festtage und einen guten Rutsch ins Jahr 2017

Ihr Ulrich Seemann

Peter Ulrich Seemann
Vermögensverwaltung GmbH
Tel. +49 7171 8742119  
Handy +49 176 3268 3826





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