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Ausgabe: Nr. 269 (24/2016) vom 21. Dezember 2016 - 10. Januar 2017
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In den ersten zehn Monaten 2016 gaben ausländische Urlauber auf den Kanaren fast ebenso viel aus wie im gesamten Vorjahr

Keine Stabilität der Arbeitsverhältnisse trotz Tourismusboom

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres sind die Ausgaben ausländischer Urlauber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11% auf 12,347 Milliarden Euro gestiegen, wie das Nationale Statistikinstitut bekannt gab. Im gesamten letzten Jahr belief sich diese Summe auf 12,859 Milliarden Euro.



Trotz Brexit ist den Briten ein großer Teil der Ausgaben (21%) zu verdanken, gefolgt von den Deutschen (15%) und den Franzosen (9%).
Fotogalerie© Ayuntamiento Arona / Jesus Brito
Trotz Brexit ist den Briten ein großer Teil der Ausgaben (21%) zu verdanken, gefolgt von den Deutschen (15%) und den Franzosen (9%).
21.12.2016 - Spanien -
Die Experten führen dieses „Einnahmenhoch“ allein auf den Anstieg der Zahl ausländischer Urlauber zurück – fast elf Millionen in den ersten zehn Monaten –, denn sowohl die durchschnittliche Höhe der Ausgaben pro Urlauber (-2%, 1.134 Euro) als auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer (-3%, 9 Tage) gingen zurück. 
Das meiste gaben die ausländischen Urlauber bislang im März (1,483 Milliarden Euro) und im Oktober (1,435 Milliarden Euro) aus.
Spanienweit wurde ebenfalls in den ersten zehn Monaten des Jahres ein Anstieg der Ausgaben ausländischer Urlauber um 8,45% auf 68,929 Milliarden Euro verzeichnet, womit noch vor Jahresende der Rekord des vergangenen Jahres von 67,385 Milliarden Euro übertroffen wurde. Bislang entfielen 22,4% auf Katalonien, 18,5% auf die Balearen und 17,9% auf die Kanarischen Inseln. 
Dieser allgemeine Anstieg der Ausgaben beruht auf dem weiteren Anwachsen des Urlauberstroms (+10%), während jeder Urlauber im Durschnitt weniger ausgab (-2%, 1.021 Euro) und auch die Urlaubsdauer im Schnitt sank (-5%, 8 Tage).

Kostenfaktor Arbeitsplatz

Doch der Boom des Tourismusgeschäfts hat sich nicht auf die Qualität der Arbeitsverhältnisse ausgewirkt. Das haben die Forscher Rosa Marrero und Pablo Rodríguez in einem kürzlich von María Teresa Lorenzo, Leiterin des Tourismusressorts, vorgestellten Buch aufgedeckt. Demnach wurden zwar mehr Stellen geschaffen, doch handelt es sich größtenteils um zeitlich begrenzte Arbeit. 
Die Experten führen an, dass zwischen 2010 und 2015 die Zahl der Urlauber um 30% und die Umsätze der touristischen Unternehmen um 48% angestiegen sind. Es seien 21,5% mehr Stellen geschaffen worden, davon jedoch 75% zeitlich befristet. Der Anteil der zeitlich begrenzten Arbeitsverhältnisse ist von unter 35% im Jahr 2009 auf über 40% im Jahr 2015 gestiegen. Dabei seien sowohl gering- als auch hochqualifizierte Posten betroffen. 
Marrero und Rodríguez kommen zu dem Schluss, dass die Unternehmer des Tourismussektors den Abschluss unbefristeter Arbeitsverhältnisse weniger als Investition in neue Arbeitsplätze und vielmehr als Kostenfaktor ansehen. 
Moisés Simancas, Vizedirektor des Lehrstuhls für Tourismus an der Universität La Laguna (ULL), setzte sich bei Vorstellung des Buches für die Unternehmer ein und erklärte, die meisten seien sehr um die Innovation und die Einführung neuer Technologien sowie die Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten besorgt. Er kenne Hotelbesitzer, die eine Belegung von 85% gegenüber einer von 100% vorziehen würden, um die Belegschaft nicht zu überfordern.





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