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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Neue Flugverbindungen von Madrid und Barcelona werden eröffnet und die Frequenzen zahlreicher Flüge erhöht

Ryanair erweitert Spaniengeschäft

Die irische Billigfluglinie Ryanair nutzt den touristischen Aufschwung, um ihr Engagement in Spanien, wo sie schon Marktführer ist, weiter auszubauen. Von Madrid und Barcelona aus werden drei bzw. vier neue Flugverbindungen eingerichtet sowie bei rund zwanzig schon bestehenden Verbindungen die Anzahl der Flüge erhöht. Das Ziel der Airline von Michal O'Leary, die im vergangenen Jahr mit 34,7 Millionen Passagieren ihren Vorsprung als erste unter den in Spanien operierenden Fluglinien ausbauen konnte, ist es, im Jahr 2017 noch deutlich draufzusatteln und 38 Millionen Passagiere zu befördern.



Michael O’Leary, Chef von Ryanair, während einer Pressekonferenz in Belgien
Fotogalerie© EFE
Michael O’Leary, Chef von Ryanair, während einer Pressekonferenz in Belgien
22.02.2017 - Spanien -
Die drei neuen Verbindungen ab Madrid gehen nach Bari in Italien, Glasgow in Schottland und Prag in Tschechien. Acht weitere Ziele, Cagliari, Lamezia, Luxemburg, Neapel, Newcastle, Nürnberg, Palermo und Verona, die bisher nur im Sommer angeflogen wurden, werden zusätzlich in den Winterflugplan aufgenommen. Außerdem wird die Häufigkeit der Flüge nach Eindhoven, Fuerteventura, Ibiza und Palma de Mallorca erhöht. 
Ab Barcelona werden Krakau in Polen, Luxemburg, Prag und Venedig neu angeflogen. Zudem  werden die Flüge nach Brüssel-Charleroi und Neapel auch auf das Winterhalbjahr ausgeweitet und auf den Strecken nach Bologna, Budapest, Gran Canaria, Ibiza, Malaga, Palma de Mallorca, Sevilla und Teneriffa die Frequenz der Flüge erhöht. 
Wie Marketingdirektor Kenny Jacobs erklärte, will Ryan­air sein Geschäft auch weiterhin auf Kurz- und Mittelstreckenflüge in Europa konzentrieren. Bis 2024 sollen 220 neue Flugzeuge angeschafft und jährlich 200 Millionen Passagiere befördert werden. Gleichzeitig strebt die Fluggesellschaft Kooperationsabkommen nach US-amerikanischem Vorbild mit Norwegian und IAG (British Airways, Iberia, Vueling) an, um seine Langstreckenflüge besser auszulasten. 

Zweites Handgepäckstück auf dem Prüfstand
Nachdem Ryanair vor einiger Zeit wegen damals rückläufiger Geschäftszahlen beschlossen hatte, passagierfreundlicher zu werden, lockerte man die Bestimmungen für das Handgepäck und erlaubte zusätzlich zu der bis dahin üblichen, maximal 55 x 40 x 20 Zentimeter großen Tasche ein weiteres kleines Gepäckstück. Gedacht war dabei an eine Foto- oder Laptoptasche. 
Stattdessen, so beklagt man vonseiten der Airline, würden viele Passagiere diese Regelung allzu großzügig auslegen und mit zwei großen Reisetaschen oder Rucksäcken einsteigen wollen. Deshalb appellierte Ryanair nun an die Fluggäste, damit aufzuhören, da man die Lockerung der Handgepäckbestimmung sonst wieder zurücknehmen müsse, weil es durch den Missbrauch häufiger zu Verspätungen komme. 
Trotz dieser „Enttäuschung“ gibt Ryanair die Kundenfreundlichkeit nicht ganz auf und hat angekündigt, die Reduzierung der Flughafengebühren um 11% bis 2021, welche von der spanischen Regierung angekündigt wurde, an die Kunden weiterzugeben. 
Im Jahr 2016 lag der mittlere Preis für ein Ryanair-Flugticket bei 46 Euro gegenüber 171 Euro Durchschnittspreis in der gesamten Branche.





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