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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Mehrjährige Haftstrafe für den früheren Bankia-Chef, IWF-Präsidenten und spanischen Wirtschaftsminister Rodrigo Rato

Urteil im Fall der schwarzen Kreditkarten

Zweieinhalb Jahre nach Bekanntwerden des Skandals um die schwarzen Kreditkarten der Führungskräfte und Aufsichtsratsmitglieder von Bankia und Caja Madrid (das Wochenblatt berichtete), ist nun ein Urteil in dem Fall ergangen.



Miguel Blesa (links) und Rodrigo Rato wurden vom Nationalen Gerichtshof als die Hauptverantwortlichen für das System der schwarzen Kreditkarten von Bankia und Caja Madrid benannt.
Fotogalerie© EFE
Miguel Blesa (links) und Rodrigo Rato wurden vom Nationalen Gerichtshof als die Hauptverantwortlichen für das System der schwarzen Kreditkarten von Bankia und Caja Madrid benannt.
08.03.2017 - Spanien -
Der Nationale Gerichtshof benennt Miguel Blesa, Rodrigo Rato und Ildefonso Sánchez Barcoj als die Hauptverantwortlichen für den Straftatbestand der fortgesetzten Unterschlagung. 
Miguel Blesa war von 1996 bis 2010 Präsident der Caja Madrid, die in der Finanzkrise wie verschiedene andere kleinere Sparkassen vom spanischen Staat gerettet und zu Bankia zusammengefasst wurde. Für ihn wurde die höchste Freiheitsstrafe von sechs Jahren verhängt. Rodrigo Rato war Nachfolger von Blesa bei der Caja Madrid und später Präsident von Bankia. Vorherige Stationen seiner Karriere waren das Amt des Wirtschaftsministers und Vizepräsidenten Spaniens unter José María Aznar sowie das des Präsidenten des Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Altbundespräsident Horst Köhler und vor Dominique Strauss-Kahn. Rodrigo Rato wurde zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der dritte im Bunde, Ildefonso Sánchez Barcoj, war Finanzgeneraldirektor der Caja Madrid, die rechte Hand von Miguel Blesa sowie später auch von Rodrigo Rato und mit der Verwaltung und Zuteilung der schwarzen Kreditkarten betraut. Er wurde zu zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Summen, welche diese drei Drahtzieher über die schwarzen Kreditkarten für private Zwecke ausgaben und damit zusätzlich zu ihrem regulären Gehalt und Repräsen­tationskosten erhielten, betragen 436.688 (Blesa), 99.055 (Rato) und 575.079 Euro (Sánchez). 
Die anderen 63 Verurteilten wurden vom Gericht als Kollaborateure eingestuft und zu Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und vier Jahren verurteilt, insgesamt kommen rund 120 Jahre zusammen. Unter diesen 63 Personen befinden sich zahlreiche Repräsentanten verschiedener politischer Parteien und Gewerkschaften, die für ihre jeweilige Institution Kontrollfunktion im Aufsichtsrat der beiden Banken hätten ausüben sollen. Sie belasteten jeweils ihre schwarzen Kreditkarten, deren Ausgaben die Bank unter „Kosten der Unternehmensführung“ verbuchte, mit sehr unterschiedlich hohen Gesamtbeträgen zwischen 8.370 und 450.820 Euro. 
Insgesamt entstand den beiden Banken und damit dem spanischen Steuerzahler in den Jahren von 2003 bis 2012 durch die schwarzen Kreditkarten ein Schaden von 12,5 Millionen Euro.






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