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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Die Opposition wirft dem Regionalpräsidenten vor, die aggressive Politik des US-Präsidenten nicht zu verurteilen, sondern sie ausnutzen zu wollen

Clavijo: Trump eröffnet uns eine Chance

Eine Äußerung des kanarischen Regionalpräsidenten Fernando Clavijo über die Politik des US-Präsidenten Donald Trump und wie diese den Kanaren eventuell zugutekommen könnte, sorgte dieser Tage für Aufregung. In einem umfangreichen Interview mit einer hiesigen Zeitung hatte Clavijo auf eine allgemeine Frage nach der Erschließung neuer Urlauberquellmärkte geantwortet: „Wir arbeiten daran. Ich glaube, dass wir Chancen bei den Amerikanern haben. Wenn sich die Politik Donald Trumps mit Mexiko weiter verschärft, das bislang zusammen mit der Karibik das Haupturlaubsziel der US-Amerikaner ist, würde sich uns ein Weg öffnen.“



Regionalpräsident Fernando Clavijo im Gespräch mit David de la Hoz, Sprecher der Oppositionspartei NC
Fotogalerie© EFE
Regionalpräsident Fernando Clavijo im Gespräch mit David de la Hoz, Sprecher der Oppositionspartei NC
22.02.2017 - Kanarische Inseln -
Die Oppositionsparteien Nueva Canarias (NC) und PSOE griffen diese Bemerkung umgehend auf. In einer öffentlichen Mitteilung erklärte NC es für „bedauerlich“, dass Clavijo die zunehmend aggressive Haltung der USA gegenüber Mexiko als „Chance“ für den kanarischen Tourismus interpretiere. „Statt das schlechte Verhalten von Donald Trump und seine demagogischen, rassistischen und ausländerfeindlichen Exzesse abzulehnen, scheint sich der Leiter der kanarischen Regierung über die Situation zu freuen,“ wurde dem Präsidenten unterstellt. NC bezichtigte Clavijo zudem einer „opportunistischen und bedauerlichen Haltung“. Iñaki Lavandera (PSOE) erklärte ebenfalls in einer öffentlichen Mitteilung, Clavijo scheine fast zu hoffen, dass Trump seine fremdenfeindliche Politik weiter verschärfe. 
Rosa Dávila, Leiterin des Finanzressorts der Kanarenregierung, nahm zu den Vorwürfen gegen ihren Chef Stellung. Die Regionalregierung unterstütze „keinesfalls“ die Politik von Donald Trump, so Dávila gegenüber einer Nachrichtenagentur. Allerdings könne sich dessen Politik in einer globalisierten Welt auch auf die Kanaren auswirken. Fernando Clavijo habe mit seiner Äußerung lediglich sagen wollen, dass die „die aggressive Politik“ von Trump gegenüber Mexiko „dazu führen kann, dass die Urlauberströme umgelenkt und die Reiseveranstalter andere Entscheidungen treffen werden“, was den Kanaren zugutekommen könne. 
Der Hotelverband der Westprovinz Ashotel nahm die Angelegenheit trotzdem noch einmal auf. Ashotel-Präsident Jorge Marichal erklärte, mit Clavijo darin übereinzustimmen, dass die Politik des neuen US-Präsidenten gegenüber Mexiko eine „nicht erbetene Hilfe“ für den kanarischen Tourismussektor darstellen könnte. „Man muss das Ruder mit der Strömung lenken,“ so Marichal. Der Moment könnte genutzt werden, um mehr US-amerikanische Urlauber anzulocken, auch wenn die Kanaren von sich aus genug Potenzial dafür hätten. Der Vertreter der Hotelbranche führte „die drei starken Punkte“ der Inseln an, mit denen sich die Kanaren auf dem US-Markt, unabhängig von Trump und seiner Politik, positionieren wollen. Zum einen sind die Kanaren von der Ostküste der USA aus innerhalb von nur sechs Stunden Flugzeit erreichbar, zum anderen scheint das Interesse der Amerikaner an dem Urlaubsziel Karibik rückläufig zu sein. Auch nehmen immer mehr Kreuzfahrtveranstalter die Kanarischen Inseln in ihr Angebot auf, was die Kurzzeitbesucher zu einer Wiederkehr motiviert. Einen weiteren Anreiz bietet die günstige geografische Lage der Kanaren als Drehkreuz zwischen drei Kontinenten und somit geeigneter Standort für nach Afrika expandierende US-Unternehmen. 
Derweil gab Promotur, das für die touristische Vermarktung der Kanaren verantwortliche öffentliche Unternehmen, bekannt, dass 2016 lediglich 23.233 US-amerikanische Urlauber auf dem Archipel verzeichnet worden seien. Es handele sich nicht um einen Hauptmarkt, aber trotzdem würde dieser berücksichtigt. 






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