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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Wirtschaft > „Donald“ und die Börse

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„Donald“ und die Börse

Liebe Leserinnen, liebe Leser, seit Kurzem ist der amerikanische Präsident Trump im Amt, und etwa genau so schnell haben sich die Presse, Politiker, sogar die amerikanische Justiz, viele Bürger in Amerika und der restlichen Welt ob seiner Erklärungen und Handlungsweisen auf ihn eingeschossen.



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22.02.2017 - Spanien -
Hintergrund dafür sind meiner Meinung nach eine ganze Serie eher unbedachter bzw. nicht zu Ende gedachter Vorgänge, beginnend mit Aussagen über die Anzahl der Besucher seiner Inaugurationszeremonie, Telefonaten mit Staatsoberhäuptern wie z.B. Mexiko, sein geplanter „Mauerbau“, und anderes, wie z.B. der Erlass von Dekreten gegen die Einreise islamischer Staatsangehöriger aus sieben verschiedenen Ländern, was Sie sicher mitverfolgt haben ....

Was hat dies alles mit der Börsenentwicklung zu tun, wie reagiert man darauf und wie könnte deswegen ein Wertpapierdepot ausgestattet sein?

Nun, zunächst einmal beeinflusst der amerikanische Präsident mit seinen Handlungsweisen sehr wohl die Entwicklung an den Börsen, vor allem die amerikanischen (Leit-)Börsen und die wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Hinzu kommen durch die wirtschaftlichen Verflechtungen der USA auch die Entwicklungen in Europa und der restlichen Welt.
Müsste also deswegen – folgerichtig ? - nun allen Angst und Bange sein? Ich glaube nicht, und dafür gibt es Gründe. 
Vorweg: Nein, ich bin kein Befürworter oder Verteidiger eines Donald Trump, und ich bin außerdem kein Zwangsoptimist, aber man sollte diese Entwicklungen, so wie auch in der restlichen Welt, nicht nur mit Angst und Schrecken wahrnehmen, sondern mit der gebotenen Ruhe, so wie stets bei politisch beeinflussten Börsen. 

1. So manches, was man in der medialen Welt liest und hört, sind tatsächlich „fake news“ und neulich war in einer Talkrunde im deutschen Fernsehen auch eine Erklärung zu hören, dass manches, was Trump angedichtet wird, sogar noch falsch übersetzt wurde, wenn es uns erreicht. 
Ein Beispiel dafür sind offenbar die Aussagen in Richtung NATO. „Obsolet“ bedeutet veraltet, nicht mehr gebräuchlich und nicht überflüssig, und wer will Trump seine Forderung wirklich absprechen, Europa müsse selbst mehr für seinen Schutz tun und dazu die Rüstungsausgaben auf das – längst versprochene - Niveau anheben? 
Dies ist nur ein Beispiel für entstanden Missverständnisse oder Fehlinterpretationen.  
2. Ein weiterer Punkt ist, dass  Trump ja tatsächlich versucht,  das umzusetzen, was er im Wahlkampf versprach, und daran lässt er sich messen (s. oben, auch wenn manches etwas  „hölzern“ und unbedacht wirkt). Viele Amerikaner, die ihn gewählt haben, finden das auch ganz gut. 
3. Es lässt sich außerdem noch nicht sagen, ob manche seiner Aktivitäten nicht von Erfolg gekrönt sein werden. Ungeachtet der Protektionismusdebatte und der Eingriffe in die freie Marktwirtschaft kann man vielleicht schon ein Stück verstehen, dass Trump will, dass nicht billige Waren im Ausland produziert werden, um dann teuer in Amerika verkauft zu werden, ohne dass die Amerikaner einen volkswirtschaflichen Nutzen daraus ziehen.  Trump hat deswegen vergleichsweise schnell mit den amerikanischen Wirtschaftsbossen gesprochen und dabei auch mög- licherweise schon einige Erfolge erzielt. Sein „Trick“: Ich komme euch bei den Steuern entgegen, wenn ihr bei mir im Land produziert. 
Ganz wichtig und für uns zur Entspannung: Protektionismus könnten auch andere (nämlich wir), und das würde der amerikanischen Wirtschaft nicht gut tun. 
4. Ein Präsident Trump kann und darf nicht alles tun, was er will. Ihm sind – Gott sei Dank – auch Grenzen gesetzt, wie ihm die amerikanische Justiz letzte Woche erstmals deutlich gezeigt hat; da nützten ihm selbst seine Kommentare auf Twitter nichts mehr.
5. Ein amerikanischer Präsident wird es kaum überstehen, namhafte Parteigenossen unter den Republikanern oder Wirtschaftsbosse zu verprellen. Trump gegen alles und jeden? Das steht keiner durch.

Ungeachtet dessen streben die Börsen in positiver wirtschaftlicher Erwartung nach oben, und kürzlich las ich eine Meldung, die wegen der Auseinandersetzung mit Trump in der Presse fast schon nebensächlich war, nämlich, dass neben der amerikanischen Wirtschaft die Euroländer nach vielen Jahren  endlich wieder alle eine positive wirtschaftliche Entwicklung zeigen!!! Das lässt wirklich hoffen, weil es positive Rahmenbedingungen sind, die erkennbar werden. 

Nun eine Idee für die mögliche Depotzusammensetzung: Sie wissen, ich gebe selten direkte Aktienempfehlungen, aber die Zusammensetzung eines Musterdepots könnte meiner Meinung nach idealerweise wie folgt aussehen (für Sie als Kurzcheck gedacht):
1. keine oder nur wenige festverzinsliche Titel (auch wegen möglichen Kursverlusten bei denkbaren Zinsanstiegen – siehe meine letzte Kolumne)
2. Streuen Sie bei Aktien auch in Währungen (Aktien aus USA, aus der Schweiz und natürlich aus Euroland)
3. Kaufen Sie Aktien, die nachhaltigen Gewinn erzielen, ein vergleichsweise niedriges Kursgewinnverhältnis haben und die Sie kennen.
4. Streuen Sie Branchen und schaffen Sie keine Schwergewichte/Klumpenrisiken.
5. Nehmen Sie als Anlageklasse auch Gold mit auf, z.B. über einen ETC (Exchange traded com- modity), der das Gold physisch abbildet. Gold stabilisiert als weitere Anlageklasse das Depot und ist m.E. nicht zu hoch bewertet; der Goldchart hat außerdem eine „Bodenbildung“ gezeigt und Gold ist auch ein Stück Krisenschutz.

Seien Sie ganz herzlich gegrüßt

Ihr Ulrich Seemann

Peter Ulrich Seemann
Vermögensverwaltung GmbH
Tel. +49 7171 8742119  
Handy +49 176 3268 3826





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