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Die Kanaren sind als Standort für das revolutionäre Instrument ausgewählt

Weltgrößtes Sonnenteleskop zur strategischen Forschungsinfrastruktur für Europa erklärt

Das künftige größte Sonnenteleskop der Welt, das auf den Kanarischen Inseln gebaut werden soll, ist zu einer strategischen europäischen Forschungsinfrastruktur erklärt worden.



Fotogalerie© IAC
23.03.2016 - Kanarische Inseln -
Das gab das Europäische Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI) am 10. März in Amsterdam bekannt. Zusammen mit fünf weiteren neuen Forschungsinfrastrukturen wurde das „European Solar Telescope“ EST jetzt in die sogenannte ESFRI Roadmap aufgenommen, was dem Projekt Priorität einräumt. 
Das EST wurde als ein paneuropäisches Projekt von gesamteuropäischer Relevanz eingestuft. Das astrophysikalische Institut der Kanaren (Instituto de Astrofísica de Canarias, IAC) begrüßte diesen Schritt des European Strategy Forum on Research Infrastructures als planungssichernde Maßnahme. Durch die dadurch erreichte Priorität hoffe man, nun auch die notwendige Finanzierung sichern zu können, heißt es in einer Stellungnahme des IAC. Spanien habe bereits über das Staatssekretariat für Wissenschaft mitgeteilt, dass ein großes Interesse und die entschiedene Bereitschaft zur Förderung dieses Projektes bestehe.
Als Standort für das größte Sonnenteleskop Europas kommen sowohl die Sternwarte Izaña auf Teneriffa als auch Roque de los Muchachos auf La Palma infrage.
Das Europäische Sonnenteleskop EST, an dem Spanien und das kanarische IAC besonderen Anteil haben, wird das größte seiner Art weltweit sein. Sein Spiegel soll vier Meter Durchmesser haben und beispielsweise zur Erforschung von Sonnenflecken und Sonneneruptionen eingesetzt werden. Dabei wird das neue Instrument eine nie dagewesene Präzision haben und eine erstaunliche Auflösung. Von den Forschungsergebnissen versprechen sich die Wissenschaftler ein besseres Verständnis der dynamischen Eigenschaften der Sonne, des Magnetfelds und der heftigen Eruptionen und Sonnenstürme, die zum Beispiel die Strom- oder Kommunikationsnetze auf der Erde beeinträchtigen können.






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