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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Gesundheit > 3D-Brustbein-Implantat vom ITC

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Eusebia Rodríguez kann nach der Operation erheblich besser atmen

3D-Brustbein-Implantat vom ITC

In einer beispielhaften Zusammenarbeit ist es dem Technologischen Institut der Kanaren (Instituto Tecnológico de Canarias, ITC) und dem Inselkrankenhaus von Gran Canaria gelungen, einer 54-jährigen Patientin ein 3D-gedrucktes Brustbein-Implantat aus Titan einzupflanzen. Eusebia Rodríguez, der aufgrund eines Tumors das Brustbein entfernt worden war, erklärte: „Ich lebe mein ganzes Leben damit, ständig einen hochgeschlossenen Pulli tragen zu müssen. Nun, mit 54 Jahren, kann ich endlich etwas mit Ausschnitt anziehen.“



Das medizinisch-technische Team und die Patientin informierten über das bisher einzigartige Implantat.
Fotogalerie© EFE
Das medizinisch-technische Team und die Patientin informierten über das bisher einzigartige Implantat.
25.05.2016 - Gran Canaria -
Bei Eusebia Rodríguez war vor 16 Jahren ein Tumor im Sternum entdeckt worden, welcher die Ärzte veranlasste, ihr das Brustbein und mehrere Rippen vollständig zu entfernen und durch ein Metallnetz teilweise zu ersetzen. Im vergangenen Jahr brach das unflexible Metallnetz, das Eusebia das Atmen erschwerte. 
Das der Regionalregierung unterstellte ITC fertigt bereits seit 2011 anhand von CT-Aufnahmen der Patienten die unterschiedlichsten 3D-gedruckten Titan-Implantate und beliefert beispielsweise Kliniken in Asturien und Alicante. Auf einer Pressekonferenz gab Donato Monopoli vom ITC bekannt, bei dem Implantat von Eusebia handele es sich um das erste seiner Art weltweit, weil es nicht nur aufgrund der verwendeten Technik individuell passend hergestellt sondern auch noch flexibel gestaltet worden sei. 
David Pérez, medizinischer Vizeleiter der Chirurgie am Hospital Insular de Gran Canaria, und Thorax-Chirurg José Ramón Cano, aber insbesondere Eusebia Rodríguez, priesen die Vorteile des Implantats, welches der Patientin trotz gleicher Stabilität wie frühere Implantate eine erheblich größere Bewegungsfreiheit und Raum zum Atmen bietet. Die Patientin konnte nur fünf Tage nach der Implantation entlassen werden.
Im vergangenen Jahr war einem 54-jährigem Krebspatienten im Universitätsspital von Salamanca weltweit das erste Brustkorbimplantat aus einem 3D-Drucker eingesetzt worden, das im australischen Forschungsinstitut CSIRO hergestellt worden war. 






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