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Ausgabe: Nr. 272 (3/2017) vom 8. - 21. Februar 2017
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„Lichtblicke“ der deutschen Seelsorger auf Teneriffa – diesmal von Pfarrer Patrick Lindner von der Katholischen Gemeinde Teneriffa Nord

„…dort oben leuchten die Sterne – hier unten...?“

Am 11.11. um 11.11 Uhr beginnt sie, die neue Faschings- oder Karnevals-Saison, auf die ich mich schon sehr freue. Aber der 11.11. hat noch mehr zu bieten: Jedes Jahr aufs Neue freuen sich überall auf der Welt die Kinder darauf, mit ihren Laternen durch das Dunkel des Abends zu ziehen: Die Laternenumzüge zum St. Martins-Fest – und ich freue mich schon jetzt darauf, diesen Brauch auch hier auf Teneriffa zum ersten Mal mitzuerleben.



09.11.2016 - Teneriffa -
Martin ist wohl – neben dem Heiligen Nikolaus – einer der berühmtesten unter den Heiligen. 
Geboren um 316/17 in Ungarn als Sohn eines römischen Tribuns, wurde er auf Wunsch des Vaters mit 15 Jahren Soldat und kam zu einer römischen Reiterabteilung in Gallien. Dort soll es dann der Legende nach am Stadttor von Amiens zu der wohlbekannten Mantelteilung mit einem frierenden Bettler und der anschließenden Bekehrung des Hl. Martin gekommen sein. Mit 18 Jahren wurde er von Hilarius, dem späteren Bischof von Poitiers, getauft und gründete in der Nähe von Ligugé eine Einsiedelei, aus der das erste Kloster Galliens entstand. Auf Drängen des Volkes wurde Martin 371/72 Bischof von Tours. Auf einer Missionsreise starb Martin am 8. November 397.
Er wird seit jeher als großer Heiliger der Nächstenliebe verehrt. 
Aber was hat das mit den Laternen zu tun?  
Vielleicht kann uns da das in der Überschrift zitierte Kinderlied, das ja zum Martinsfest und den Laternenumzügen dazugehört, weiterhelfen: „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir – Dort oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir!“
Der Blick geht also zunächst einmal zum Himmel. Die Gestirne geben den Menschen seit Jahrtausenden Orientierung, weisen ihnen den Weg, erhellen auch die Dunkelheit der Nacht. Genau dies hat auch der Heilige Martin getan: Sein Leben ist vielen Menschen bis heute eine Hilfe bei der Orientierung im eigenen Leben, eine Orientierungshilfe auf dem Weg der Christus-Nachfolge. Viele Legenden ranken sich um sein Leben, aber eines scheint durch sie alle hindurch: Martin war wohl ein Mensch, der durch sein Leben, seine Nähe, seine tätige Liebe das Leben vieler Menschen, die im Dunkel der Armut, der Einsamkeit, des Ausgegrenzt-seins ihr Leben fristeten, ein echter „Lichtbringer“ gewesen sein muss.
Wenn wir also mit unseren Laternen-Lichtern durch die Straßen ziehen, dann sollte dies gleichsam auch Ausdruck unseres Willens sein, wie Martin „Lichtbringer“ auch im übertragenen Sinne zu sein – Denn wir alle wissen: Es gibt gerade auch heute nicht wenige Menschen, die in den verschiedensten Dunkelheiten, Sorgen, Nöten und Ängsten leben (müssen).
„…dort oben leuchten die Sterne – hier unten...? Wir? 
Christus hat gesagt: „Ihr seid das Licht der Welt!“ – Der Hl. Martin hat dies in die Tat umgesetzt. Er hat den Menschen seiner Zeit Gottes Liebe in Worten und in Taten geschenkt. 
Nun ist es unsere Aufgabe.
In einem anderen Lied heißt es: „Tragt zu den Menschen ein Licht, sagt allen, fürchtet euch nicht. Gott hat euch lieb, Groß und Klein! Seht auf des Lichtes Schein!“

Ihr
Pfarrer Patrick Lindner
Katholische Gemeinde
Teneriffa Nord






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