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Ausgabe: Nr. 269 (24/2016) vom 21. Dezember 2016 - 10. Januar 2017
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„Lichtblicke“ der deutschen Seelsorger auf Teneriffa – diesmal von Pfarrer Harald Bartling von der Evangelischen Gemeinde Teneriffa Nord

Advent – worauf warten wir?

Die kleine Laura besucht ihren Großvater und hat ein Bild mitgebracht. Guck mal, Opa, sagt sie, ich habe für dich den Nikolaus gemalt, morgen ist doch Nikolaustag! Verflixt, denkt der Opa, das habe ich ja ganz vergessen. Laut sagt er: Hör mal, Laura, das tut mir leid, der Nikolaus hat mich noch gar nicht besucht. Aber heute Nacht kommt er sicher und bringt etwas Schönes für dich mit. Ach nee, sagt die Kleine, der Supermarkt ist doch noch offen, lass uns lieber gleich was kaufen!



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23.11.2016 - Teneriffa -
Das sind die beiden Gesichter der Vorweihnachtszeit. Auf der einen Seite die Vorfreude auf ein harmonisches Fest in der Familie, Erinnerungen an die heile Welt der Kindheit und der Wunsch, ein Stück Frieden auf Erden zu erleben. Und auf der anderen Seite die reale Welt, in der der Supermarkt den Nikolaus ersetzt, „Stille Nacht“ die hektischen letzten Einkäufe untermalt und das wichtigste Fest des Jahres minutiös vorbereitet werden muss. Denn die Erwartungen sind hoch, und am Ende muss ja auch alles stimmen, sonst gibt es Tränen. „Weihnachten wird unter dem Baum entschieden,“ heißt ein Werbeslogan, und gemeint ist damit natürlich: Ob Weihnachten harmonisch verläuft, liegt daran, ob man die richtigen Geschenke unter den Baum gelegt hat, und das in ausreichender Menge.
Es gibt viele, die sich darüber beklagen. Manche reden sogar von Weihnachtsstress. Andere werden zu Total­-
verweigerern und lassen das Fest ganz ausfallen. Man kann ja auch in den Skiurlaub fahren oder die Tage am Strand verbringen. Aber ist das wirklich eine Alternative?
Ich denke: Wie wir die Advents- und Weihnachtszeit begehen, entscheiden wir selbst. Niemand ist gezwungen, sich unter Geschenkdruck zu setzen. Natürlich freuen sich Kinder zu Recht darauf, an diesem besonderen Tag des Jahres etwas Besonderes zu bekommen, aber sie müssen ja nicht so sehr mit Paketen eingedeckt werden, dass sie den ganzen Heiligabend lang nur auspacken.  Erwachsene können sich durchaus absprechen, wer wen in der Familie beschenkt, das kann man auch verlosen. Und viele sind schon dazu übergegangen, zu diesem Fest der Nächstenliebe vor allem denen etwas zu schenken, die sonst nichts haben. Solche Menschen gibt es ja auch genug in der Welt, sogar bei uns.
Wir sind auch nicht gezwungen, an diesen Tagen besonders opulent zu essen. Festlichkeit entsteht weder durch die Menge noch durch die Preisklasse dessen, was man verzehrt, sie entwickelt sich ganz von selbst unter Menschen, die entspannt zusammensitzen, miteinander reden und sich darüber freuen, zusammen zu sein.
Und letzten Endes liegt der Grund unserer Freude ja viel tiefer und geht viel weiter als alles, was wir dazu beitragen können: Es ist die Botschaft von der Geburt des Heilands der Welt und vom Frieden auf Erden, der mit ihm seinem Anfang genommen hat und zu dem wir in unserer Zeit beitragen sollen. In unseren Gottesdiensten am Heiligen Abend und zu Weihnachten wollen wir davon hören und singen. Aber davor liegen noch vier Wochen Adventszeit – Zeit zur Besinnung und zur inneren Vorbereitung auf das Fest.

Ihr
Pfarrer Harald Bartling
Evangelische Gemeinde
Teneriffa Nord







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