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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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„Lichtblicke“ der deutschen Seelsorger auf Teneriffa – diesmal von Pfarrer Patrick Lindner von der Katholischen Gemeinde Teneriffa Nord

Verkehrte Welt?

Helau, Alaaf, Fölsch Foll – Hinein, oder auch Öff Öff – Helau; so ruft man im ECV, in dem Carneval-Verein, in dem ich mit dem „Virus-Carnevalensis“ infiziert wurde. So, oder so ähnlich schallt es dieser Tage fast überall durch die Straßen der karnevalistischen Hochburgen in Deutschland.



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08.02.2017 - Teneriffa -
Auch bei uns in der deutschsprachigen Katholischen Gemeinde wird am Rosenmontag das Gemeindehaus unter dem Motto „Haus Michael im Schlaraffenland“ in die Hände der Jecken gegeben. 
Da regieren plötzlich wieder Prinz und Prinzessin mit dem Elferrat an ihrer Seite, das „Dreigestirn“ gibt den Takt an, oder sonstige Gestalten aller Couleur scheinen das Sagen zu haben.
Landauf, landab haben die Narren das Zepter fest in der Hand - und es scheint fast so, als stünde die ganze Ordnung unserer Gesellschaft für ein paar Tage oder gar Wochen auf dem Kopf. 
Wenn man in die Bibel schaut, näher hin in die Evangelien, so finde ich da an zentraler Stelle einen Text, bei dem man eigentlich den gleichen Eindruck bekommen könnte: Jesus stellt hier die Ordnung der Welt, in der wir leben, auf den Kopf.
Gemeint ist der Text der Seligpreisungen der Bergpredigt:
„Selig die arm sind vor Gott, denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig, die keine Gewalt anwenden, denn sie werden das Land erben und so weiter.“
Auch Jesus stellt mit dem, was er sagt, die Ordnung, die wir aus unserer Alltagswelt kennen, auf den Kopf. Da sind dann plötzlich nicht mehr die Reichen, die Starken, Mächtigen, die, die selig, sprich: Glücklich gepriesen werden!
Ich kann mir gut vorstellen, dass so manch einer – damals wie heute – nach den Worten der Bergpredigt über Jesus hergezogen ist, ihn als „naiv“ bezeichnet hat, oder auch gesagt haben mag: „Mensch, ist das ein Narr!“ 
Bravo, sag ich da nur – denn dann bin ich ja in bester Gesellschaft! 
Vielleicht können uns ja gerade die närrischen Tage anregen, einmal darüber nachzudenken, welche Welt nun wirklich auf dem Kopf steht: Die der Narren, die von Jesus, oder die, in der wir normalerweise leben. Manchmal, so habe ich zumindest das Gefühl, sehe ich hier „deutlich alles ganz verschwommen“!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch hier auf Teneriffa (und natürlich auch auf den anderen Kanarischen Inseln) eine gute, von viel guter Freude geprägte Faschings- und Karnevalszeit!
Und eine kleine „närrische Weisheit“ für die kommenden Tage:
Seht, der ist der beste Christ,
der von ganzem Herzen fröhlich ist.
Der im Herzen lachen kann,
und die Welt blickt gütig, heiter an. 
Lachen wir in Gottes Namen!
Dass ist Faschingsfreude! Amen

Pfarrer Patrick Lindner
Katholische Gemeinde
Teneriffa-Nord







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