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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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„Lichtblicke“ der deutschen Seelsorger auf Teneriffa – diesmal von Pfarrer Harald Bartling von der Evangelischen Gemeinde Teneriffa Nord

Die großen Steine

Bei einer Fortbildung zum Thema Zeitmanagement stellte der Referent ein großes Einweckglas auf den Tisch und legte einige große Steine hinein. Anschließend fragte er: „Ist das Glas jetzt voll?“ Die Zuhörer nickten.



22.02.2017 - Teneriffa -
Der Referent holte eine Tüte mit Kiesel heraus und schüttete sie in den Behälter. Die Kiesel rutschten zwischen die Steine und füllten das Glas bis oben hin. Wieder die Frage: „Ist es jetzt voll?“ Dieses Mal waren sich die Zuhörer nicht mehr so sicher.
Der Referent holte eine Flasche mit Wasser heraus und goss es in das Glas, bis der Rand erreicht war. Anschließend fragte er: „Warum habe ich das gemacht?“ 
„Sie wollten uns klarmachen, dass immer noch Zeit bleibt, um mehr zu schaffen“, vermutete einer der Zuhörer.
„Nein“, antwortete der Referent, „das wollte ich damit nicht sagen. Aber wenn ich die großen Steine nicht zuerst ins Glas gelegt hätte, dann hätten sie später nicht mehr reingepasst.“
Wie ist Ihr Zeitmanagement? Wie füllen Sie Ihr Glas? Die meisten Menschen gehen dabei nach einem bestimmten Muster vor. Als Erstes erledigen sie das, was dringend ansteht. Das muss auch so sein. Wenn ich einen Beruf habe, muss ich pünktlich zur Arbeit erscheinen, sonst bin ich meine Stelle sehr schnell los. Wenn der Kühlschrank leer ist, muss ich einkaufen gehen, sonst habe ich nichts zu essen. Und einen Anruf muss ich natürlich gleich annehmen, sonst ist er weg. Wenn dann noch Zeit bleibt, kann ich mich um die anstehenden Kleinigkeiten kümmern oder das tun, was mir Spaß macht. 
Aber was wird aus dem, was ich immer schon tun wollte und was mir eigentlich wichtig ist? Was ich aber immer wieder verschoben habe, weil es eben an keinen festen Termin gebunden war, nicht dringend war? Etwa die Aussprache mit dem Freund, mit dem man sich überworfen hat. Der Besuch bei den Eltern, den man ihnen schon so lange versprochen hatte. Der Zoobesuch mit den Kindern, das Wochenende allein mit der Partnerin oder die persönliche Auszeit, die man sich immer schon nehmen wollte: das passt am Ende nicht mehr ins Glas, weil es immer schon gefüllt ist mit dem, was gerade anliegt. Was angeblich dringend ist.
Wäre es nicht sinnvoll, umgekehrt vorzugehen? Also zunächst einmal zu überlegen, was eigentlich die großen Steine sind, die wir in unserem Glas unterbringen wollen? Das ist sicher nicht nur der Beruf und unsere tägliche Arbeit. Dazu gehört auch der Lebenspartner, die Familie, ein Freundeskreis, Verantwortung, die wir übernehmen und Beziehungen, die gepflegt werden wollen. Dazu gehört meine Gesundheit und alles, was ich tue, um körperlich und seelisch fit zu bleiben. Und schließlich mein Glaube, das Nachdenken über den Sinn meines Lebens und das Gespräch mit Gott. Das alles macht mein Menschsein aus, und wenn etwas davon keinen Platz mehr findet, dann verkümmert ein Teil meines Lebens.
Darum der Tipp: Sieh zu, dass du dich rechtzeitig darum kümmerst! Sag nicht: Irgendwann mach ich das schon, sondern mach einen festen Termin! Such dir einen Tag in der Woche, an dem du etwas für deine Gesundheit tust, eine Stunde am Tag, in der du zur Ruhe und zum Nachdenken kommst. Reservier dir Zeiten, in denen du  das tust, was nicht dringend, aber wichtig ist. 
Wenn Sie wissen, welches die großen Steine in Ihrem Leben sind, dann legen Sie die zuerst ins Glas. Der Rest füllt sich schon von ganz allein
Ihr
Pfarrer Harald Bartling
Evangelische Gemeinde
Teneriffa-Nord






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