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Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
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Bruckner und Mahler am 7. Dezember im Auditorio von Santa Cruz

„Die Karpfen viel fressen, die Predigt vergessen“

Im 4. Abo-Konzert des Symphonieorchesters am 7. Dezember im Auditorio von Santa Cruz sind Gustav Mahlers Orchesterlieder aus “Des Knaben Wunderhorn” und Anton Bruckners 7. Sinfonie zu hören. Es dirigiert Victor Pablo Pérez, Solistin ist Marjana Lipovsek, eine führende Mezzosopranistin unserer Tage.



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23.11.2007 - Teneriffa - Gustav Mahler hat die Texte seiner  “Wunderhorn”-Lieder  einer Anthologie von Volksdichtung entnommen, die Achim von Arnim und Clemens Brentano vor  200 Jahren zusammenstellten. Als die beiden 1808 ihre Sammlung Goe­the überreichten, erteilte der generös Lob: „Möge dieser Band samt dem Kochbuch einen Platz in jedem deutschen Hause haben, eher noch auf dem Klavier, damit man die Texte nach alten Weisen singen konnte oder zu neu komponierten Melodien.”  Gustav Mahler jedenfalls besaß den Band. In den Jahren 1892 - 1898 vertonte er etliche dieser ursprünglich für Kinder gedachten Texte. Ihre Marsch- und Tanz-Charaktere und ihr gebrochener Volksliedton sind keine einfachen Textvertonungen. Die Welt der “Wunderhorn” Texte bot Mahler die Gelegenheit, jene Mischung aus märchenhafter Naivität und Weltschmerzerfahrung in musikalischen Ausdruck zu verwandeln.
Die in Ljubljana/Slowenien geborene Sängerin Marjana Lipovsek ist wie kaum eine andere prädestiniert, diese Lieder geradezu vollendet zu interpretieren. Nach ihrem Studium an der Musikhochschule Graz wurde sie direkt an die Wiener Staatsoper verpflichtet. Auf der ganzen Welt singt sie die großen Partien ihres Fachs. Im Jahr 1996 erhielt sie die Gustav-Mahler-Medaille in Gold. Ihre Schallplatteneinspielungen von Mahler-Liedern gelten als maßstäblich. Im Auditorio-Konzert singt Marjana Lipovsek aus Mahlers „Wunderhorn-Humoresken“ u.a. die Lieder „Rheinlegend­chen“, „Das irdische Leben“, „Wo die Trompeten blasen“, und „Des Antonius von Padua Fischpredigt“. Vergeblich darin predigt der Heilige am Fluss den Fischen eine Stunde lang die gottgefällige Lebensweise. Die Kirche zuvor hatte er schon leer gefunden. „Gleichwohl „den Fischen die Predigt hat g’fallen“, halten diese es danach nicht besser: „Die Hechte bleiben Diebe / Die Aale viel lieben / Die Krebs’ geh’n zurücke / Die Stockfisch bleiben dicke / Die Karpfen viel fressen / Die Predigt vergessen.“
Gleich dem Heiligen Antonius hier, hatte es auch Namensvetter Anton Bruckner im Leben nicht leicht. Verkannt, verhöhnt und gar verlacht, stellten Ruhm und Anerkennung sich spät bei ihm ein. Erst mit seiner 7. Sinfonie kam der Durchbruch. Ihre Uraufführung 1884 in Leipzig bedeutete den äußeren Wendepunkt im Schicksal Bruckners und seiner sinfonischen Schöp­fungen. Den geschichtlichen Rang eines Werkes von Epoche machender Bedeutung hat die 7. Sinfonie bis heute gewahrt. Im feierlichen 2. Satz verwendet Bruckner erstmals die so genannten Wagner-Tuben. Der Satz entstand unter dem Eindruck der Nachricht von Wagners Tod. Bruckner setzte „dem heiß geliebten unsterblichen Meister“ darin ein grandioses musikalisches Denk­mal.

Hans Rueda
hans.rueda@wochenblatt.es

Musik aus den Programmen hören Sie zu diesen Konzertberichten jeden Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr bei Radio Megawelle.






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