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Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
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Weltstar-Dirigenten zum Höhepunkt des Kanarischen Musikfestivals

Spektakuläres Finale mit Riccardo Muti und Neville Marriner

Musik in Vollendung: Verdi - authentisch, Mozart - Stil prägend

Vom 25. Februar bis 1. März werden der langjährige Chef der Mailänder Scala, Riccardo Muti und das Philharmonia Orchestra, sowie Sir Neville Marriner und das Orquesta de Cadaqués jeweils viermal beim Kanarischen Musikfestival auftreten. Verdis „Messa da Requiem“ unter Muti, und Mendelssohns „Sommernachtstraum“ unter Marriner werden neben weiteren Programmen jeweils auf Teneriffa und Gran Canaria mit erstklassigen Solisten und Chören zu hören sein.



Riccardo Muti
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Riccardo Muti
24.02.2008 - Kanarische Inseln - Die 24. Kanarischen Musikfestspiele bieten allein in ihrer Finalwoche acht spektakuläre Konzertereignisse. Klassikfans sitzen beim „Festival de Música de Canarias“ im Konzert internationaler Musikwochen längst in der ersten Reihe.
Ungeachtet dieser „Classic Highlights“ führt das Sinfonieorchester von Teneriffa die Reihe seiner Abo-Konzerte am 22. Februar im Auditorio von Santa Cruz fort. Auf dem Programm ein ambitioniertes Werk: Gustav Mahlers großes Opus „Das Lied von der Erde“. Klassisch gesehen ist Teneriffa ein bedeutsamer Flecken darauf. Ohne Frage.

Riccardo Muti und Neville Marriner dirigieren

Als die Mailänder Scala vor knapp drei Monaten zur Saison­eröffnung wie immer im internationalen Rampenlicht stand, mögen viele im Publikum den unfriedlichen Abgang des eins­tigen Alleinherrschers vom be­rühmtesten Opernhaus der Welt bedauert haben. Riccardo Muti tat kund, niemals wieder an der Scala dirigieren zu wollen. Der unbestritten größte Operndirigent unseres Zeitalters, begehrter, doch rarer Pultstar der Konzertsäle, ließ sich derweil in Russland enthusias­tisch feiern. Mitnichten gastiert er noch gern in den Musikmetropolen des Erdballs mit altbekannten Programmen. Auf immer dieselben Bravourstücke hat der Maestro keine Lust mehr.
Aber wie auch immer, das Kanarische Musikfestival hatte einfach Fortune, ihn gleich für zwei keineswegs entlegen-unbekannte Programme in vier Konzerten gewinnen zu können. Klassikfans auf den Kanaren dürfen hier Kunst und Charisma des Maestros bewundern, dessen Abwesenheit die Zeitungen seines Heimatlandes arg bejammern: „Riccardo Muti fehlt den renommierten italienischen Bühnen bitterlich. Man spürt es bei jedem seiner dynamischen, federnden Musikauftritte.“

26.02. – Gran Canaria  /  28.02. – Santa Cruz de Tenerife: Giuseppe Verdi - Messa da Requiem, Leitung Riccardo Muti
Zur Uraufführung der ersten Fassung 1874 in Mailand in der Kirche von San Marco spöttelte der deutsche Dirigent Hans von Bülow, - von Verdi-Konkurrent Richard Wagner als Spion geschickt -,  über „eine Oper im geistlichen Gewande“. Das gereute ihn später bitter, und er entschuldigte sich dafür beim Komponisten. Allerdings hatte er noch nicht die Endfassung des Werks gehört, dessen Uraufführung im Jahr darauf in der neuen Londoner Royal Albert Hall erklang.
In London dirigierte Riccardo Muti 1979 für EMI eine Aufnahme für die Schallplatte, die heute noch als maßstäblich gilt. Es spielte damals  - wie bei den Konzerten jetzt – das Philharmonia Orchestra. Es singt der Chor Orfeón Donostierra, die Solisten gehören zum  Besten, was derzeit dafür aufgeboten werden kann: Tatjana Serjan, Ekaterina Gubanova, Giuseppe Sabbatini, Peter Lindroos.
Seit der Uraufführung füh­len sich die Menschen von der Lebendigkeit, Erhabenheit, Dramatik und eindeutigen Aufrichtigkeit dieser großartigen Schöpfung Verdis angesprochen. Musik von solch Ehrfurcht gebietender Kraft hätte nicht von einem Komponisten geschrieben werden können, der nicht wirklich von den Texten der Totenmesse berührt war. Letztlich haben doch diese Texte für jede lebendige Seele genauso viel Drama, wie die Librettos von „Aida“ oder „Don Carlos“, die Opern, an denen Verdi zur gleichen Zeit arbeitete.

25.02. – Gran Canaria  /  27.02. – Santa Cruz de Tenerif: Werke von Schubert, Hindemith, Skrjabin, Leitung Riccardo Muti
Neben Franz Schuberts „Unvollendeter”, seiner mit Abstand beliebtesten Sinfonie, bietet das Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Riccardo Muti Paul Hindemiths Konzertsuite von 1938 „Nobilissima Visione“, und die 4. Sinfonie von Alexander Skrjabin. Sie trägt den Beinamen „Poème de l’ extase“ und ist in ihrer Einsätzigkeit eher Sinfonische Dichtung denn Sinfonie. Zur Uraufführung 1908 in St. Petersburg schrieb der Komponist einen an Nietzsche gemahnenden Text, in dem vom Höhenflug des entfesselten Menschen die Rede ist.  Am Ende mobilisiert er ein Maximum an Orchestermitteln und lässt sein Werk in einem lang hinausgezögerten C-Dur-Dreiklang von beispielloser Klangwirkung münden. Im Alter von nur 43 Jahren wurde Skrjabin am 27. April 1915 von einer Blutvergiftung dahingerafft. Die nahende Hybris des Menschen, allein schon wenige Jahre später das Wirken seiner Landsleute Lenin und Stalin, hätten ihn zur Zweitfassung mit einem Finale in Moll genötigt.

27.02. - Gran Canaria  /  29.02. - Santa Cruz de Tenerife: Mendelssohn “Ein Sommernachtstraum”, Leitung Sir Neville Marriner
Mit der von ihm 1959 gegründeten „Academy of St. Martin in the Fields“ kam Neville Marriner zunächst als deren Konzertmeister, später als Dirigent zu Weltruhm. Dieses Kammerorchester erarbeitete sich unter seiner Leitung die wohl größte Schallplatten-Diskographie der Welt. Als aktiver Geiger zuvor in den großen Londoner Orchestern wurde Marriner geprägt von legendären Dirigenten wie Toscanini, Furtwängler und Karajan.
Felix Mendelssohn Bartholdys populärstes Werk ist die Ouvertüre zu Shakespeares „Sommernachtstraum“. Er schrieb sie im Alter von 17 Jahren. 1843, 17 Jahre später, verfasste Mendelssohn die gleichnamige Schauspielmusik, ein Werk aus 13 Nummern, in dem er auf das thematische Material der Ouvertüre zurückgriff. Mendelssohn gelang hier im freien Gebrauch der klassischen Formen ein vollendetes Werk der Verbindung von Musik und Poesie.
Sir Neville Marriner leitet das Orchester von Cadaqués und den Frauenchor des Philharmonischen Orchesters von Gran Canaria. Sopran-Solistinnen sind Ainhoa Arteta und Raquel Lojendio. Eine Kantate für Sopran und Orchester von J.C.Arriaga rundet das Programm ab.

28.02. – Gran Canaria  /  01.03. – Santa Cruz de Tenerife: Werke von Sor und Mozart, Leitung Sir Neville Marriner
Bei Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 mit dem Solisten Gianluca Cascioli und seiner Sinfonie Nr. 38, der „Prager“, wird „original von erster Hand“ zu hören sein, wie  Neville Marriner die Mozart-Rezeption unserer Zeit geprägt hat. Die unzähligen Aufnahmen mit seiner „Academy“, insbesondere mit  Werken Mozarts, haben seit Mitte der Achtzigerjahre den Musizierstil vieler nachfolgender Orchesterensembles hörbar beeinflusst: Unerbittliche Präzision, durchsichtiger Klang, manchmal fast übergroße Liebe zum Detail. Heute mag man einiges zuweilen schon wieder anders hören. Auch Musik für die Ewigkeit ist zeitgeistigen Stilwandlungen unterworfen, bleibt auch so stets spannend und lebendig. Das Orchester von Cadaqués unter der Leitung von Neville Marriner bietet neben Mozart noch ein Werk des bedeutendsten Komponisten Spaniens zur Zeit der Romantik: Fernando Sor, berühmt in seiner Zeit als Meister der Gitarre, komponierte auch eine herrliche Ouvertüre zu „Alphonse et Léonore“, ein wirklich hörenswertes Stück.   

Hans Rueda
hans.rueda@wochenblatt.es

Hans Rueda in eigener Sache

Radio Megawelle hat die sonntägliche Sendung „Lust auf Klassik mit Hans Rueda“ nach 16 Folgen eingestellt. Ich bin dort nicht mehr erreichbar. Wenn die Sendung auf anderer Frequenz wieder ausgestrahlt wird, werden Sie das natürlich im Wochenblatt lesen können. Falls Sie persönlich sofort informiert werden möchten, schreiben Sie mir bitte per E-Mail an hans.rueda@wochenblatt.es oder senden ein Telefax an 922 17 88 82.                                                           






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