Infos f�r Urlauber
Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Musik > Beethovens „Fünfte“ und „Tenerife“ – Klavierkonzert von Michel Camilo

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
»Musik
  Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
  Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  E-PAPER
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner-Webs
  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz

Sinfoniekonzerte des „OST“ mit Lü Jia und Jazz-Weltstar – 13. und 14. März in Santa Cruz

Beethovens „Fünfte“ und „Tenerife“ – Klavierkonzert von Michel Camilo

Das Abonnement-Konzert des Sinfonieorchesters von Teneriffa unter Leitung von Chefdirigent Lü Jia am 13. März im Auditorium von Santa Cruz wird am 14. März wiederholt. Die Kartennachfrage für dieses Musikereignis mit einem einzigartigen Künstler ist groß. Michel Camilo brachte es als „Grenzgänger“ im Jazz- und Klassikgenre zu Weltruhm.



Michel Camilo
Fotogalerie
Michel Camilo
06.03.2009 - Teneriffa - Sein jetzt mit ihm als Solist zur Uraufführung kommendes 2. Klavierkonzert „Tenerife“ ist ein Auftragswerk der Auditoriums-Gesellschaft. Das Publikum im Saal wird neben dem wahrscheinlich „jazzig angehauchten“ Klavierkonzert Michel Camilos auch Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie erleben. Mit ihr beginnt der „Rock’ n’ Roll“. Ihr Uraufführungstag am 22. Dezember 1808 in Wien war die schwere Geburtsstunde des modernen Rock-Riffs. Das OST und sein Chef Lü Jia präsentieren mit Beethoven und Camilo ein Programm zeitlos gültiger Musik: Klassik, die lebt! Glückwunsch!  

Fälschlich nennt man Beet­hovens „Fünfte“ seine „Schick-­salssinfonie“, die mit dem berühmten Beginn „ba ba ba ba – ba ba ba ba!“ Das romantisierende 19. Jahrhundert erfand gern solche Mythen. Der Meister selbst hat seine „Fünfte“ nie so genannt. Mit ihr beginnt vielmehr der „Rock’n Roll“!
Manche Menschen mögen behaupten, Rockmusik würde taub machen. Das ist nicht wahr. Denn Ludwig van Beethoven hörte sowieso schon fast nichts mehr, als er diese Sinfonie komponierte. Drei Achtel, eine Halbe, verteilt auf die Töne g und es - das musikalische Material ist kümmerlich. Doch  Beethoven komponierte daraus ein Werk, das zum Mythos werden  sollte. Nicht nur, weil er damit die Gattung Sinfonie bis heute entscheidend prägte, sondern weil er das Anarchische in der Musik sowohl ästhetisch anspruchsvoll als auch massenkombatibel einsetzte. Die so genannte ernste Musik hat sich mit solchen Dingen immer schwer getan. Sie kann kein Werk größerer Popularität vorweisen, das ausschließlich  auf derart schlichtem Tonmaterial beruht. Erst die Unterhaltungsmusik, schlicht Rock-Musik, konnte die Möglichkeiten einer so knappen  Motivik erfolgreich für sich in Besitz nehmen, obwohl ironischerweise noch im Jahr 1956 Chuck Berry in einem seiner wichtigs­ten Songs forderte: „Roll over Beethoven“. Doch kurz darauf, 1964, gelang den Kinks mit „You Really Got Me“ erstmals ein Song, der nur von einem Riff getragen wird und umgehend zum Welthit avancierte.
Die Kinks agieren genau wie Beethoven: Aus einer musikalisch schlichten Keimzelle entwickeln sie mit den Mitteln ihrer Kunstform ein schlüssiges Werk. Auch hier sind  es nur zwei Töne, f und g, - die durch einen Quintgriff verstärkt – als Fundament dienen. Die Rolling Stones zogen daraufhin mit „Satisfaction“ 1965 nach. Spätestens mit Deep Purples Song „Smoke On The Water“ war der Riff-Song weltweit durchgesetzt. Was die Klassik über anderthalb Jahrhunderte nicht schaffte, vollendete der Pop in wenigen Augenblicken. Doch was heute so natürlich scheint, war lange keine Selbstverständlichkeit. Wohl keiner, außer vielleicht Beethoven selbst, konnte 1808 wohl ahnen, dass es sich hier um die Geburtsstunde eines Massenphänomens  handeln würde. Der Tag der Uraufführung von Beethovens 5. Sinfonie war alles andere als ein Triumph. Heute aber, gut 200 Jahre nach ihrer Uraufführung, begegnet uns dieses Welt-Thema nicht nur in Konzerten. Es begegnet uns in zahlreichen Jingles, Bearbeitungen und – in variierter Form – in vielen Rock-Songs. Kein Werk verbindet Klassik und Pop auf so eindrucksvolle Weise wie Beethovens „Fünfte“. Eine größere Nachhaltigkeit kann man sich von einem Komponisten nicht wünschen.
Möge den Werken des am 04. April 1954 im dominikanischen Santo Domingo geborenen Michel Camilo ebenfalls Dauerhaftigkeit beschieden sein. Als zeitgenössischer Pianist und Komponist im Jazz- und Klassikgenre ist Michel Camilo ein Ausnahmemusiker. Er betätigt sich außerdem als Produzent und gewann mehrere Grammys und Emmy Awards. Mit 16 Jahren wurde er Mitglied im Dominikanischen Sinfonieorchester. 1979 zog er nach New York, produzierte Latin-Jazz-Alben und trat 1985 erstmals in der Carnegie Hall auf. 1987 begann er seine Laufbahn als Dirigent und wurde Chef des Sinfonieorchesters seines Heimatlandes. Er dirigierte von Bach über  Beethoven bis zur Moderne  das gesamte Klassikrepertoire und eigene Werke.   Dazu übernahm er auch die musikalische Leitung des Heineken Jazz Festivals der Dominikanischen Republik. Im Januar 2005 erschien das Album „Rhapsody in Blue“, das er mit dem Sinfonieorchester von Barcelona aufgenommen hat. Im Mai 2006 präsentierte er sein Album „Spain Again“. Neben Eigenkompositionen und Jazz-Standards enthält es auch ein „Tribute to Piazzolla“. Am 13. und 14. März nun also Michel Camilos „Tribute to Tenerife“. Konzertbeginn ist jeweils um 20.30 Uhr. 

Hans Rueda






Leserbrief zu Artikel Beethovens „Fünfte“ und „Tenerife“ – Klavierkonzert von Michel Camilo schreiben


Wochenblatt-Leser helfen.

  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias