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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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„Fee mit Cello als Zauberstab“

Deutsch-Französisch-Spanische Musik im Auditorio

Sol Gabetta und Maestro John Nelson gastieren im Konzert am 8. Mai in Santa Cruz

Ein rein spanisches Programm bietet das Sinfonieorchester von Teneriffa am 24. April im Auditorium von Santa Cruz. Solistin des Konzerts ist die spanische Sopranistin Maria Bayo.



Die argentinische Cellistin Sol Gabetta.
Fotogalerie
Die argentinische Cellistin Sol Gabetta.
23.04.2009 - Teneriffa - In vielen spanischen Musikproduktionen war sie bevorzugte Partnerin von Tenorheld Plácido Domingo. Derzeit gastiert Maria Bayo u.a. regelmäßig an der Mailänder Scala und der „Met“ in New York.  Gegeben werden an diesem Abend  „5 canciones (Gesänge) playeras“ von O. Esplá, „3 canciones“ von E. Toldrá und „10 Melodías vascas“ von J. Guridi. International am bekanntesten sind die ebenfalls zu hörenden „Danzas fantásticas“ von Joaquin Turina, bekannt als Erneuerer spanischer Musik. Das Konzert wird geleitet von Victor Pablo Pérez, Ehrendirigent des „OST“-Orchesters.
Am 8. Mai ist die binnen weniger Jahre zum Klassik-Star aufgestiegene Sol Gabetta Solistin in Camille Saint-    Saens’ Cellokonzert op. 33. Außerdem auf dem Programm: Hector Berlioz’ Ouvertüre „Beatrice et Bénédict“ und Robert Schumanns „Frühlingssinfonie“. Mit dem in Costa Rica geborenen Maestro John Nelson steht an diesem Abend ein international hoch angesehener Dirigent am Pult. Die amerikanischen Spitzenorchester von Boston, Cleveland, Pittsburgh und New York, die besten Orchester und Opernhäuser Europas verpflichten ihn regelmäßig.
Wenn die Konzertbesucher am 8. Mai die Solistin Sol Gabetta in Camille Saint-Saens’ 1. Konzert für Violoncello und Orchester erleben, dürfen sie davon ausgehen, dass sie auch an diesem Abend einen ihrer  gut und gerne 20.000 Schweizer Franken teuren Bögen nicht schonen wird. In der Fachzeitschrift „Musik und Theater“ war über die Künstlerin unlängst zu lesen: „Denn so, wie sie spielt – kraft- und temperamentvoll – muss sie alle paar Wochen ihren Bogen neu behaaren lassen. Die Kos­ten ihrer Bögen räumt Sol Gabetta freimütig ein. Über den Wert ihres Violoncellos, ein Instrument von Giovambattista Guadagnini von 1759, schweigt sie sich aus, sagt nur: Ein absoluter Traum.“
Als Gewinnerin wichtiger Wettbewerbe, und damit verbunden Auftritten mit den Wiener Philharmonikern und anderen Spitzenorchestern, startete Sol Gabetta ihre Karriere fulminant 2004 in Luzern. Sol Gabetta, eine Schweizerin ohne Schweizer Pass, ist eines der größten Talente der klassischen Musik, ist eine Cellistin, die ihr Publikum verzaubert. Mittlerweile gilt sie den Klassik-Fans als “Fee mit Cello als Zauberstab“. Mit viereinhalb Jahren hielt sie zum ersten Mal ein Cello in Händen. „Es war das kleinste Cello, das es gibt, aber ich musste es trotzdem wie einen Kontrabass spielen“, erzählt sie. Da sie in ihrem Geburtsland Argentinien  keine gute Ausbildung erhalten konnte, übersiedelte die Familie 1992 nach Madrid, wo Sol und ihr geigender Bruder André ein Stipendium erhielten. Ihr wichtigster Lehrer  ging 1994 von dort nach Basel, - kurzer Hand folgte Sol ihm, und die ganze Familie: „Geld konnten unsere Eltern meinem Bruder und mir nicht viel geben, aber die tiefe Liebe zur Musik, den Glauben an unser Talent, und die solidarische Unterstützung unserer beruflichen Pläne.“
Camille Saint-Saens’ 1. Cello-Konzert von 1872 ist fester Bestandteil des Konzertrepertoires. Die traditionelle Drei­sätzigkeit ist hier zur dreiteiligen Einsätzigkeit umgewandelt. Ein Triolenthema schafft den thematischen Zusammenhang in den Rahmenteilen. Der deutlich abgesetzte Mittelabschnitt greift auf das Modell des barocken Menuetts zurück, das hier von einer wunderbaren Cellokantilene kontrastiert wird.
Felix Mendelssohn stand am 31. März 1841 am Pult, als Robert Schumanns 1. Sinfonie, seine „Frühlingssinfonie“ im Leipziger Gewandhaus erstmals erklang. Nach eigenen Worten gewann der damals dreißigjährige Schumann durch das Frühlingsgedicht eines zeitgenössischen Poeten (Adolf Böttger) den ersten Impuls zur Komposition. Das von Hörnern und Trompeten intonierte „Motto“ ist geradezu eine deklamierende „Vertonung“ der letzten Verszeile zu verstehen: „O wende, wende deinen Lauf / Im Thale blühet Frühling auf.“ Falsch wäre es jedoch, die Sinfonie in die Nähe von Programmmusik zu rücken.  „Schildern, malen wollte ich eigentlich nicht“, heißt es kategorisch in einem Brief an den Komponistenfreund Louis Spohr. Auch die auf dem Titelblatt des Auto­graphs stehenden Satzüberschriften („Frühlingsbeginn“ - „Abend“  „Frohe Gesellen“) - wurden aus Sorge vor missverständlichen Deutungen vor Drucklegung gestrichen. Es ist wohl der noch junge Liebesfrühling seiner Ehe mit der Wunderkind-Pianistin Clara Wieck, die er 1840 gegen den Widerstand ihres Vaters endlich heiraten konnte. Dieser Liebesfrühling gab Schumanns sinfonischem Erstling das Gepräge. Die Schumann nachgesagte Unbeholfenheit in der Instrumentierung - insbesondere im Vergleich mit seinem Zeitgenossen Berlioz - führte später zu oft entscheidenden Eingriffen in die klangliche Substanz seiner Orchesterwerke. Robert Schumann, dieser romantischste Musiker seiner Kulturepoche, schuf dennoch Kompositionen, die ihn in die Nachbarschaft von Schubert und Brahms brachten. Schumann hinterließ ein Erbe, das als unsterbliches Vermächtnis verehrt wird und die Erfüllung dessen bedeutet, was er einst von sich selber sagte: „Eine Stimme flüsterte mir manchmal zu, als ich schrieb, dies ist nicht ganz umsonst, was du tust…“

Hans Rueda   






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