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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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Letztes Abo-Konzert 19. Juni ist ausverkauft. Freier Kartenverkauf für Wiederholung 20. Juni

Ángel Corella-Ballett gastiert im Auditorio mit Teneriffa-Sinfonieorchester in „Die Bajadere“

Da wir diese dem Ballettereignis „Die Bajadere“ gewidmete Kolumne schreiben, lesen wir Bemerkenswertes dazu im aktuellen Magazin „Der Spiegel“. Ein Foto zum Bericht zeigt die ehemalige Primaballerina des Hamburger Balletts unter John Neumeier als „Die Bajadere“.



Ángel Corella in „Die Bajadere“.
Fotogalerie
Ángel Corella in „Die Bajadere“.
18.06.2009 - Teneriffa - In dieser Rolle im gleichnamigen Werk des Ballettkomponisten Léon Minkus wurde die Tänzerin gefeiert. Wir durften sie darin bewundern. Nun ist sie Verkäuferin in einem winzigen Laden in der Hamburger Innenstadt. Wenn wir die Ballett-Aufführung „Die Bajadere“ am Abend des 19. Juni im Auditorium von Santa Cruz erleben, werden wir auch an solchen Verlauf eines Tänzerinnenlebens denken. Der „Spiegel“-Bericht - unten dazu mehr - kann nachdenklich machen.
Umso größer mögen nun unsere Bewunderung und Verehrung der Leistung der Ballett-Compagnie „Ángel Corella“ sein. Dieses Ensemble wird das Abschlusskonzert der Abonnement-Reihe 2008/09 des Sinfonieorchesters von Teneriffa gestalten. Wegen der großen Kartennachfrage gibt es  am Abend darauf, 20. Juni, eine weitere Aufführung. Bescheiden überlassen die Teneriffa-Sinfoniker die Bühne dem Ballett. Sie begleiten im Orchestergraben.
Ballett-Komponist Léon Minkus (eigentlich Ludwig Alois Minkus) wurde als Sohn österreichisch-ungarischer Eltern 1826 in Wien geboren. Bereits in frühen Jahren emigrierte Minkus nach Russland. Dort wirkte er zunächst einige Jahre als Chef eines Orchesters von Leibeigenen des reichen Fürsten Yusupov. 1861 wurde er als Konzertmeister ans Mos­kauer Bolschoi-Theater verpflichtet. Dort begann er, Ballettmusiken zu schreiben. 1870 übernahm Léon Minkus schließlich für 20 Jahre die Position eines Ballettkomponis­ten in St. Petersburg. Den Ruhestand verbrachte er bis zu seinem Tod 1917 in Wien.
Von Minkus‘ Kompositionen hat sich das am 23. Januar 1877 in St. Petersburg erstmalig aufgeführte Ballett „Die Bajadere“ bis heute auf den Theaterspielplänen behauptet. Musikalisch von reicher Erfindungskraft, eroberte sich Minkus’ Meisterwerk auf Anhieb einen festen Platz im russischen Repertoire. Der berühmte Tänzer Rudolf Nurejev brachte das Ballett 1991 in der Pariser Oper auf die Bühne. Es sollte sein Abschiedsgeschenk werden, da er ein Jahr später viel zu früh verstarb. Nurejev hatte die heute gängige Fassung des Werks in drei Akten gewählt. Diese wird auch im Auditorio von Santa Cruz gespielt werden. Die Einrichtung und Orchestrierung besorgte John Lanchbery
Der spanische Weltstartänzer Ángel Corella gründete die nach ihm benannte Ballettcompagnie im April 2008. Mit ihr gibt es nach 20 Jahren in Spanien nun wieder eine Klassische Balletttruppe. Aus ihr soll einmal das Spanische Nationalballett werden. Einstweilen trägt die Truppe noch den Namen ihres Gründers und Künstlerischen Direktors Ángel Corella. Mit dem Ballettwerk „Die Bajadere“ trat sie erstmals am 4. September 2008 im Königlichen Theater von Madrid auf. Nach dem Teneriffa-Gastspiel werden weitere Aufführungen in Barcelona stattfinden.
Ángel Corella selbst wird nur am 20. Juni in der Hauptrolle des Kriegers Solor auftreten. Am 19. Juni tanzt diesen Part der Brite Iain Mackay. Völlig unsinnig werden die Programmhefte wie gewöhnlich erst kurz vor Beginn der Aufführungen am Saaleingang erhältlich sein. Man wird gerade noch lesen können, dass an den beiden Abenden zwei komplett verschiedene Solis­tenensembles in den neun Rollen des Werks auftreten. Nur Dirigent Philip Ellis leitet beide Aufführungen. Von einem Ballett, dessen Handlung man nicht versteht, hat man nicht viel. Wir haben deshalb den Inhalt für unsere Leser  separat hier zusammengefasst.
Ángel Corella hat mit Gründung seiner Ballettcompagnie auch eine Stiftung für Tänzer eingerichtet. Das ist verdienstvolles Tun. Mit etwa sieben Jahren beginnt die Ausbildung von Balletttänzern. Mit zwölf trainieren sie oft schon 18 Stunden und mehr pro Woche. Solistin oder Solist werden, das bedeutet eine Jugend an der Stange, Training mit Gewichten an den Beinen, um die Sprungkraft zu erhöhen, Schmerzen ertragen, leiden, ohne zu jammern. Vielleicht liegt es daran, dass man nur selten etwas hört über Schwierigkeiten von Tänzern nach dem Karriereende. Meist ist mit spätestens 35 Jahren Schluss, manche müssen schon mit Mitte 20 wegen Verschleiß oder Verletzungen aufgeben. Es ist ein stolzer Berufszweig.

Hans Rueda

Aufführung 19. Juni, Beginn 20.30 Uhr - ausverkauft -
Restkarten als Rückläufer evtl. an der Abendkasse: 15 - 25 €


Aufführung 20. Juni, Beginn 21.00 Uhr
Eintrittskarten: 25 - 35 €


Kartenverkauf:

Online
www.generaltickets.com/cajacanarias/
Telefonisch
902 31 73 27 - Mo. - Sa. 10:00 - 19:00 Uhr
Vorverkaufsstelle im Auditorio in Santa Cruz de Tenerife
Mo. - Fr. 10:00 - 15:00 Uhr; Sa. 10:00 - 14:00 Uhr
sowie an Konzerttagen zwei Stunden vor   Beginn der Veranstaltung


Die Bajadere

Inhalt

Der Krieger Solor hat sich unbemerkt von seinen Jagdgefährten entfernt und betritt einen heiligen Wald, in dem Nikija, eine Bajadere, in die er sich verliebt hat, ihren Tempeldienst verrichtet. Das Fest des Feuers beginnt mit einer großen Prozession. Nachdem Nikija ihren Tanz beendet hat, erklärt ihr der Große Bramahne seine Liebe. Sie weist ihn jedoch zurück. Ein Fakir berichtet ihr von Solors Ankunft. Nach dem Fest treffen sich Solor und Nikija und versprechen sich gegenseitig ewige Treue. Als die Jäger zurückkehren, reitet Solor mit ihnen davon. Nikija betritt wieder den Tempel und der Große Bramahne, der die Szene zwischen den beiden Liebenden beobachtet hat, schwört sich zu rächen.
Der Schauplatz wechselt zum Palast des Radscha, dessen Tochter Gamsatti mit Solor verlobt ist, obwohl sie allmählich an seiner Liebe zweifelt. Der Radscha teilt ihr mit, dass nun die seit langem geplante Hochzeit stattfinden soll. Solor, der sich an seinen Treueschwur gegenüber der Bajadere erinnert, bittet den Radscha, ihn freizugeben. Dieser befiehlt ihm jedoch, das Eheversprechen einzulösen. Der Große Bramahne trifft ein und berichtet dem Radscha von Solors Beziehung zu der Bajadere. Mit Entsetzen vernimmt er, dass der Radscha beschließt, sie töten zu lassen. Gamsatti, die dieses Gespräch mit angehört hat, schickt nach Nikija und lädt sie ein, bei ihrer Hochzeit zu tanzen. Sie zeigt ihr das Bild ihres Verlobten und versucht, Nikija zu überreden, ihn aufzugeben. Bei der Aussicht, Solor zu verlieren, ergreift Nikija in ihrer Verzweiflung einen Dolch und greift Gamsatti damit an. Sie wird jedoch entwaffnet, und nun beschließt auch Gamsatti, dass Nikija sterben muss.
Die Hochzeitsfeierlichkeiten sollen in den Palastgärten des Radscha stattfinden. Der Radscha zieht mit großem Pomp ein, um über das Fest zu präsidieren und fordert Nikija auf, mit ihrem Tanz zu beginnen. Obwohl sie verschleiert ist, erkennt Solor ihre Musik. Nachdem sie ihren Tanz beendet hat, reicht man ihr einen Korb vol-ler Blumen, in dem eine giftige Schlange versteckt ist. Tödlich gebissen verpflichtet sie Solor, ihr ewig treu zu bleiben. Der Große Bramahne bietet ihr ein Gegengift an, das sie jedoch ablehnt. Sie stirbt und ihr Schatten schwebt durch die Luft auf die in der Ferne liegenden Gipfel des Himalaja zu.
Gepeinigt von widersprüchlichen Gefühlen geht Solor in seinem Zimmer auf und ab. Er wirft sich auf einen Diwan, und sein Freund, der Fakir, versucht ohne Erfolg, ihn etwas aufzumuntern. Gamsatti betritt den Raum, und als sie Solors Hand nimmt, erscheint ihm Nikijas Schatten. Solor bittet alle, ihn in Ruhe zu lassen, und nachdem Gamsatti sich verabschiedet hat, beschuldigt Nikija ihn, seinen Schwur vergessen zu haben.
Im Traum hat er eine Vision vom Königreich der Schatten. Nikija bittet ihn inständig, ihr weiterhin die Treue zu halten und erzählt ihm, dass die Götter sie mit allen Gaben gesegnet haben, nur nicht mit ihm. Er fragt, was er tun solle. Er solle ihr treu bleiben, antwortet sie, und er werde immer beschützt sein und den ewigen Frieden im Königreich der Schatten finden. Solor erwacht aus seinem Traum. Die Diener des Radscha betreten den Raum und tragen Geschenke herein. Es ist Zeit, dass er sich zum Palast aufmacht, um Gamsatti zu heiraten. Gedankenverloren folgt er ihnen.
Die Hochzeitszeremonie beginnt mit einem Tanz. Nikijas Schatten erscheint jetzt Gamsatti, die in Angst und Schre­cken versetzt zu ihrem Vater eilt, der den Befehl erteilt, die Zeremonie schnell voranzutreiben. Als der Große Bramahne Solors Hand in die Gamsattis legt, wird der Palast von einem schweren Erdbeben zerstört.
Apotheose – jenseits der Palastruine sind die Gipfel des Himalaja zu sehen, und Nikijas Schatten schwebt durch die Luft. Zu ihren Füßen erkennt man Solor, der bewundernd zu ihr aufblickt.






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