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Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Musik > „Der Schauspieldirektor“ und „Die kleine Sängerin“

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Teneriffa-Opernfestival: Haydn und Mozart im „Teatro Leal“ von La Laguna

„Der Schauspieldirektor“ und „Die kleine Sängerin“

Mit Mozarts „Der Schauspieldirektor“ und Haydns „La Canterina“ (Die kleine Sängerin) präsentiert das Opernfestival von Teneriffa am 20., 22. und 24. Oktober im gerade renovierten „Teatro Leal“ von La Laguna drei Abende mit einem Doppelprogramm, Beginn jeweils um 20.30 Uhr.



Giancarlo del Monaco vor dem von ihm entworfenen modernen Bühnenbild für „Don Giovanni“ beim 15. Opernfestival von Avenches im Sommer dieses Jahres
Fotogalerie© Marc-André Guex Lausanne
Giancarlo del Monaco vor dem von ihm entworfenen modernen Bühnenbild für „Don Giovanni“ beim 15. Opernfestival von Avenches im Sommer dieses Jahres
08.10.2009 - Teneriffa - Nach dem triumphalen Erfolg mit Richard Strauss’ „Salome“ bietet Festival-Chef Giancarlo del Monaco den Opernfans auf Teneriffa in dieser Spielzeit weitere Werke deutschsprachiger Komponisten. Musikfreunde sollten sich das Musikereignis nicht entgehen lassen. Diese Produktion der Oper von Lausanne in der französischen Schweiz wurde mit exzellenten Kritiken bedacht. Zeitlos gültig, frisch und modern, hat der hoch talentierte, junge Opernregisseur Marco Carniti die heiteren Singspiele um Liebe, Eifersucht und „a bisserle Falschheit“ in Szene gesetzt.
Mit einem Haydn-Werk debütierte Teneriffas Opern-Chef del Monaco 1970 selbst im Alter von nur 26 Jahren in Gelsenkirchen. Im Haydn-Jubiläumsjahr 2009 bietet der inzwischen weltberühmte Opern­­regisseur und -intendant dem Publikum hier wiederum ein Juwel aus der Feder dieses Meisters: „La Canterina“.
Nach wie vor fristen Haydns Opern ansonsten ein Fußnotendasein im heutigen Musik­leben. Dabei nehmen sie in seinem Gesamtwerk einen durchaus repräsentativen Raum ein: Wohl an die zwei Dutzend Opern hatte Haydn im Laufe von 40 Jahren komponiert. Sie gehörten damals europaweit zu den erfolgreichs­ten. Zudem amtierte Haydn in den 70er und 80er Jahren des 18. Jahrhunderts gleichsam hauptberuflich als Opernkapellmeister am Operntheater seines Fürsten Nikolaus Joseph Esterházy. In dieser Zeitspanne dirigierte er etwa 140 verschiedene Opern in insgesamt über eintausend Aufführungen. Haydn hat einmal gesagt: „Ich glaube selbst, dass ich bei meinen guten Fundamenten im Gesang und in der Instrumentalbegleitung ein vorzüglicher Opernkompositeur geworden wäre, wenn ich das Glück gehabt hätte, nach Italien zu kommen.“ Typisch diese Aussage in ihrer Bescheidenheit für einen der ganz Großen der Musik.
In zwei Akten erzählt Joseph Haydn die Geschichte der neckischen Sängerin Gasparina, die Titelpartie in „La Canterina“ – der „kleinen Sängerin“. Gasparina wird von zwei Männern verehrt – von Don Pelaggio, einem alten Kapellmeister und Don Ettore, einem jungen Kaufmannssohn. Der Kapellmeister erteilt Gasparina Gesangsunterricht und bildet sich ein, die kleine Sängerin sei für ihn entflammt – eine Fehleinschätzung, der die gerissene Gasparina allerdings durch ihr Verhalten Nahrung gibt. Auch den Kaufmannssohn versteht sie an der verliebten Nase herumzuführen, denn auch in diesem Fall ist es eher sein praller Geldbeutel, den sie reizend findet. Die beiden Verehrer durchschauen schließlich Gasparinas Spiel und schwören Rache – doch am Ende schafft es „La Canterina“ doch, die beiden Herren wieder um den Finger zu wickeln.
„Der Schauspieldirektor“ ist ein Singspiel in einem Aufzug von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Uraufführung fand am 7. Februar 1786 in Wien statt. Den Auftrag für dieses Werk bekam Mozart von Kaiser Joseph II. anlässlich eines Besuches des mit der Erzherzogin Marie Christine verheirateten niederländischen Generalgouverneurs. Das „Frühlingsfest an einem Wintertage“  fand in der Schönbrunner Orangerie statt. Die Idee zur Handlung, eine Komödie über das Theater und seine Stars zu schreiben, stammt angeblich vom Kaiser selbst, um dem deutschen Singspiel zu mehr Renommee zu verhelfen. Das Stück wurde gemeinsam mit Antonio Salieris Oper „Prima la musica e poi le parole“ uraufgeführt, die ein ganz ähnliches Thema behandelt und den Vorzug des Publikums genoss.
Der Musikanteil des Einakters ist mit rund dreißig Minuten verhältnismäßig gering. Neben der Ouvertüre finden sich lediglich vier Gesangsnummern (eine Arietta, ein Rondo, ein Terzett und der Schlussgesang), ansonsten überwiegen gesprochene Dialoge.
Der Schauspieldirektor Frank muss eine neue Darstellertruppe zusammenstellen und sich dabei mit den Eigenheiten und Rivalitäten der Schauspieler und Sänger auseinandersetzen. Zusätzlich sieht er sich mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert, die schließlich durch den Bankier Eiler ausgeräumt werden können: Allerdings unter der Bedingung, dass im Gegenzug Eilers Geliebte Madam Pfeile auch ein Engagement erhält. Nacheinander treten nun die einzelnen Künstler auf und liefern vor dem Impresario Frank Proben ihres Könnens ab. Als die Sprache danach auf die Gagen kommt, entlädt sich die offene Konkurrenz unter den Beteiligten in einem Terzett („Ich bin die erste Sängerin“), weil niemand dem anderen ein höheres Gehalt (und die damit   ausgedrückte Anerkennung) gönnt. Daraufhin verzichtet Buff, nachdem er zuvor zum ersten Buffo ernannt wurde, auf eine bessere Stellung innerhalb der Truppe. Im Schlussgesang kommen alle überein, dass kein Künstler sich über den anderen stellen und man das Publikum allein entscheiden lasse solle, wer der beste sei.
Das internationale Solis­tenensemble wird begleitet vom Teneriffa-Sinfonieorches­ter unter der Leitung von Gianluca Martinenghi.
                                                                                                                                       Hans Rueda

Ein großes Exklusiv-Interview mit Giancarlo del Monaco und unsere Kolumne zu den Opernfestival-Auf­füh­rungen am 03. und 05. November – „Der Bajazzo“ (Leoncavallo) / „Die menschliche Stimme“ (Poulenc) – folgen in unserer nächsten Ausgabe.






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