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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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In Puerto de la Cruz

Barockes Musikfestival

Zum achten Mal in Folge veranstaltet die Kulturvereinigung „Reyes Bartlet“ ihr barockes Musikfestival in Puerto de la Cruz.



Fotogalerie
02.04.2010 - Teneriffa - Die Vereinigung ist nach dem Musiker der Stadt Juan Reyes Bartlet (1889-1967) benannt und ging aus dem gleichnamigen klassischen Chor hervor, der 1970 gegründet wurde. Seither kamen weitere kulturelle und musikalische Aufgaben hinzu, wie man auf www.reyesbartlet.com nachlesen kann.

Abschlusskonzert mit Bach-Werken am 3.4.

Mit einem Konzert des „Alexander von Humboldt Ensemble“ auf Teneriffa endet am 3. April das diesjährige Barocke Musikfestival in Puerto de la Cruz. Um 20.30 Uhr  beginnt an dem Tag ein Programm im Castillo San Felipe, das die Herzen aller Bach-Fans höher schlagen lassen wird: Die vielleicht schönsten Arien für Sopran und  Soloinstrumente aus dem Kosmos des Bach’schen Kantatenwerks sind zu erleben sowie einige seiner Violinsonaten.
Es ist eine besondere Tragik um das Bach-Kantatenwerk in heutiger Zeit. Angebunden an die Liturgie des evangelisch-lutherischen Kirchenjahrs, bilden die mehr als 200  erhaltenen Kantaten den Corpus des Bach’schen Gesamtwerks. In unseren gottfernen Tagen erlebt man deshalb aber kaum noch Aufführungen. Ausnahmen bilden lediglich die der Passionen und das Weihnachtsoratorium, letzteres den Klassikliebhabern zum „Fest“ gehörig wie der Braten. Bach bezeichnete seine Kirchenkantaten als den „Endzweck“ seiner Bemühungen. Da sie aber -  im Gegensatz zu seinem „zeitlosen“ Instrumentalwerk - um ihrer einstigen Aktualität willen ihrer Zeit verhaftet blieben, ist die musikalische Öffentlichkeit in unserer heutigen säkularisierten Gesellschaft kaum mehr an ihnen interessiert. Diese Bach-Kantaten sind das umfassendste Zeugnis allerhöchster Kunst, christlichen Glaubens und abendländischer Kulturgeschichte. Unsere Gesellschaftsentwicklung aber treibt selbstvergessen in eine andere Richtung. Es gibt zwar ausreichend Gesamteinspielungen der Bach-Kantaten auf Tonträgern. Dies aber ist bloß Konserve, kann authentisches Erleben nie ersetzen.
Umso verdienstvoller nun das Bemühen des 2008 gegründeten „Alexander von Humboldt Ensemble“, sich im Rahmen des  Barock-Festivals auf Teneriffa auch der Bachkantaten anzunehmen. Generell hat  das Ensemble sich die Pflege der Barockmusik in historischer Aufführungspraxis zur Aufgabe gemacht. Gespielt wird auf barocken Instrumenten unter Anwendung historischer Spielweisen. Der Kern des Ensembles sind Martina Warecka, Barockgeigerin aus Wien, und der Gründer des Ensembles, Mark Peters, Barockcellist und Dirigent aus Teneriffa. Ergänzt wird das Ensemble durch auf den Kanaren lebende junge Musiker und erfahrene Barockmusiker, auch aus Spanien. Martina Warecka ist auch Mitglied im derzeit zur Weltspitze zählenden „Balthasar Neumann“- Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock. Sie spielt auf einem Instrument des Geigenbauers Andre Castaneri, Paris, 1738.
Ein erstes Highlight des Konzerts wird die Arie „Ich traue seiner Gnaden“ aus der Kantate BWV 97 „In allen meinen Taten“ sein, ursprünglich zwar geschrieben für Tenor, jedoch ebenso gut zu gestalten von einem Sopran. Die Arie zählt zu den herrlichsten Eingebungen Bachs für Solostimme und Solovioline. Ganz offensichtlich hat Bach hier einen auf virtuose Effekte angelegten Violin-solo-Part geschrieben, so dass wir eine bestimmte Absicht dahinter vermuten möchten. Sei es, dass er einem Spieler die Möglichkeit zu virtuoser Betätigung bieten wollte, oder der Anlass der Kantatenaufführung diese Satzweise aus irgendeinem Grund nahe legte. Im Konzert am 3. April spielt Martina Warecka die Solovioline.
Es folgen die Sopran-Arien „Ich bin vergnügt in meinem Leiden“ aus der Kantate BWV 58,  „Bete, bete“ aus der Kantate BWV 115, und „Jesus soll mein erstes Wort“ aus der Kantate BWV 171. Sopranistin der vier Arien dieses Konzerts ist Isabel Álvarez. Weitere Solisten sind Mark Peters, Barockcello, Vicent Bru, Cembalo, und Carlos Oramas, Theorbe (ein Musikinstrument, das als Zupfinstrument zur Familie der Lauteninstrumente gehörig ist).
Ergänzt wird das Konzertprogramm mit den Sonaten für Violine und Cembalo BWV 1021, BWV 1023, und der Sonate für Viola da Gamba BWV 1028, letztere in einer Fassung für Cello und Cembalo.
                                                                                                                                                 Hans Rueda

Das gesamte Programm gestaltet sich wie folgt:
Mi, 31.3., 20.30 Uhr: Oper „El empresario de las Canarias“ vom „Magios Ensemble“ in der Kongresshalle des alten „Hotel Taoro“ (ehem. Casino), Eintritt: 15 Euro
Do, 1.4., 20.30 Uhr: „Die Lilie der Tänze“ mit Musik von Diego Durón (1658-1731) vom „Magios Ensemble“ im Castillo San Felipe, Eintritt: 15 Euro
Sa, 3.4., 20.30 Uhr: Sonaten und Arien von J.S. Bach vom Alexander von Hunboldt Ensemble unter Leitung von Mark Peters im Castillo San Felipe, Eintritt: 15 Euro
Vom 29.-31. März finden auch verschiedenen Kurse zur Barockmusik statt. Nähere Infos unter: 922 38 69 74.
Kartenvorverkauf unter: www.generaltickets.com oder Tel: 696 22 76 36






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