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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Sinfonieorchester von Teneriffa am 9. April im Auditorium in Santa Cruz

Lü Jia leitet Konzert mit Werken von Ravel und Mozart

Tinerfeño Guillermo González als Klaviersolist

Für viele Klassikfreunde zählt der auf Teneriffa geborene Pianist Guillermo González zu den größten Künstlern Spaniens. Er war auserwählt, sein Land 2008 im Kulturprogramm der Olympischen Spiele von Peking zu vertreten.



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02.04.2010 - Teneriffa - Nun können ihn seine vielen Fans auf Teneriffa wieder einmal live erleben: Guillermo González ist Solist im G-Dur Klavierkonzert von Maurice Ravel, das am 9. April im Auditorium von Santa Cruz zu hören ist. Außerdem auf dem Programm: die Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543 von Wolfgang Amadeus Mozart, und eine Komposition des kanarischen Komponisten Emilio Coello: „Las Rosas de Hércules“. Das „OST“ wird geleitet von Chefdirigent Lü Jia.
Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur ist ein Spätwerk dieses 1875 im baskischen Ciboure unweit von Saint-Jean-de-Luz geborenen großen französischen Komponisten. Die Uraufführung fand 1932 in Paris statt und wurde unter Ravels Leitung ein großer Erfolg. Das Werk gehört zum Standardkonzertrepertoire des 20. Jahrhunderts und avancierte zu einem beliebten Paradestück großer Pianisten. Es ist im mozartischen Sinne heiter-verspielt, wenn auch keineswegs ohne Tiefgang. Das Konzert beginnt mit einem Peitschenknall und gehäuften Glissandi im Klavier (schnelles Streichen mit der Nagelseite der Finger über die Tasten).  Ein rhythmisch prägnantes Thema, das von Gershwin stammen könnte, wird in der Kadenz variiert, erscheint aber erst in der Harfe, dann bei den Holzbläsern, ehe es vom Klavier mit der linken Hand aufgegriffen wird und mit der Rechten in glitzernden Trillern umspielt wird. Der Mittelsatz wird mit einer langen, getragenen Passage des Klaviers eröffnet. Die merkwürdig feierliche und innige Melodie mit ihren rhythmisch verschobenen Stützakkorden ist für uns eine der schönsten Eingebungen Ravels. Nach der Durchführung wandert sie in die Flöte, während das Klavier sie umspielt. Der Schlusssatz beginnt mit fünf dissonanten Orchesterschlägen, die das Konzert auch zum Ende bringen. Das Martellato (Hämmern auf dem Klavier) der Motivfloskeln wirkt irgendwie kurzatmig und gehetzt. Bohrende Wiederholungen im Finale verleihen der Musik etwas Grimassierendes. Wer auch Ravels Klavierkonzert für die linke Hand kennt, das fast gleichzeitig mit dem G-Dur-Konzert entstand, wird uns vielleicht beipflichten: Es ist einer der hintergründigsten Kunstgriffe Ravels, dass das Konzert nur für die linke Hand vollgriffiger klingt als das eher luftig gesetzte für zwei Hände, das jetzt zu erleben ist: rund 22 Minuten spannende Musik!

Anstelle des ursprünglich vorgesehenen Debussy-Werks ist im 2. Teil des Abends Mozarts spätes sinfonisches Meisterwerk zu hören, seine Sinfonie Nr. 39 in Es-Dur KV 543. Von seinen drei letzten Sinfonien hat diese in Es-Dur immer am wenigsten Aufmerksamkeit gefunden - sicher, weil sie sich nicht so klar auf einen Begriff bringen lässt wie die „tragische“ in g-Moll oder die „strahlende“ „Jupiter“-Sinfonie. Das Besondere dieser Sinfonie ist wohl gerade, dass sie einer einheitlichen griffig-bequemen Festlegung ausweicht, dafür aber eine Fülle an Gedanken aufbietet, die Grundstimmung schwankend hält, und auch stilistisch weit auseinander strebende Elemente zusammenbringt: Jeder Satz ist charakterlich typisch geformt und bildet einen starken Kontrast zu den anderen; in den Sätzen stehen sich barocker Pathos und schon romantisch anmutende verhangene Klanglichkeit, kammermusikalische Feinheit und sinfonische Größe, elegisch-besinnliche Töne und heiter-unproblematisches Musizieren spannungsreich gegenüber. Gerade in dieser ausgeprägten Haltung von Reichtum und Kontrast hat sich Mozart deutlich von den Vorbildern und eben auch vom nach logischer Vereinheitlichung strebenden Haydn emanzipiert.
Der langsame 2. Satz gehört für uns zum Schönsten und gleichzeitig Hoffnungslosesten, was Mozart je schrieb. So harmlos kommt die Musik zunächst daher, und ist dann aber doch voller leidenschaftlicher Ausbrüche und merkwürdiger Modulationen…… Anklänge der anderen Seite!

                                                                                                                                    Hans Rueda






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