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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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OST-Sinfonieorchester am 10., 18. und 25. Februar im „Auditorio de Tenerife Adán Martin“ Santa Cruz

Gedenk-Konzert für Expräsident Adán Martín

Mit einer angemessenen Geste gedenkt Teneriffa am 10. Februar auch der kulturellen Verdienste des am 10. Oktober letzten Jahres verstorbenen Ex-Präsidenten der Kanarischen Inseln, Adán Martín Menis.



Fotogalerie
11.02.2011 - Teneriffa - Das Auditorium von Santa Cruz trägt nunmehr seinen Namen. Das erste der drei ABO-Konzerte des „OST“ in diesem Monat ist seinem Andenken gewidmet.

Konzert 10. Februar

Spaniens großer lyrischer Sopran Ainhoa Arteta singt Richard Strauss’ „Ruhe meine Seele“ aus dessen „Vier Klavierlieder“ op. 27. Alle Konzertgäste, die den verstorbenen Ex-Präsidenten Adán Martín kannten, gedenken dann besonders dieses für Teneriffa bedeutenden Mannes, dessen Namen das Auditorium von Santa Cruz nun tägt.
Richard Strauss (1864 – 1949) schrieb dieses anrührende Lied auf ein Gedicht von Karl Friedrich Henckell bereits im Jahr 1894. Erst kurz vor des Komponisten Tod wurde es 1948 auch für Orchester instrumentiert:
„Ruhe, ruhe, meine Seele, deine Stürme gingen wild, hast getobt und hast gezittert, wie die Brandung, wenn sie schwillt.“
Fünf weitere Klavierlieder von Richard Strauss, gesetzt für Orchester, aus unterschiedlichen Schaffensperioden eines außergewöhnlich langen und erfolgreichen Komponisten-Lebens bringt Frau Arteta in Begleitung des „OST“ unter der Leitung von Victor Pablo Pérez zu Gehör: „Meinem Kinde“, „Wiegenlied“, „Ständchen“, „Freundliche Vision“, „Zueignung“. Es sind dieses die absoluten „Reißer“ unter allen seinen Liedern, geradezu ein Zugabe-Programm, süffig melancholisch und melodisch, unwiderstehlich in ihrer Wirkung auf jeden Musikfreund. Die triumphale Wendung am Ende der „Zueignung“  reißt zuverlässig allemal die Hörer aus ihren Sesseln.
Spröder geht es zu im zweiten Teil des Abends. Anton Bruckners Abschiedsgeschenk an die Musikwelt, seine Neunte Sinfonie wird gegeben, ein grandioses Fragment. Ihre Harmonik, besonders die des langsamen Satzes (Adagio), ist, wie auch die Instrumentation, deutlich schroffer als die seiner anderen Sinfonien. Weit stößt Bruckner darin das Tor auf zur Musikwelt des 20. Jahrhunderts, die er selbst nicht mehr miterlebte. Ähnliche harmonische Kühnheiten wurden erst wieder um 1910 von Gustav Mahler oder Arnold Schönberg gewagt. Fast zwei Jahre arbeitete Bruckner allein am Finale der Sinfonie, bis zu seinem Tod am 11. Oktober 1896. Er soll das Werk „dem lieben Gott“ gewidmet haben, was aber nicht schriftlich verbürgt ist. Aufgrund der tiefen Frömmigkeit des Komponisten scheint dies aber glaubwürdig zu sein.

Konzert 18. Februar

Lü Jia, ehemals Chefdirigent des „OST“ und nunmehr dessen „Principal Director Invitado“, leitet dieses Konzert mit Werken von Beethoven und Mozart. Zu Beginn Ludwig van Beethovens „Leonoren-Ouvertüre Nr. 3 op. 72a: Im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen Nr. 1 und Nr. 2 ist die 3. Leonoren-Ouvertüre ein Meisterwerk, das heute in allen Musiksälen der Welt als eigenständiges Konzertstück aufgeführt wird. Aufschlussreich ist hier eine Äußerung Robert Schumanns, der im Jahr 1840, nachdem er alle vier von Beethoven für dessen Oper „Fidelio“ geschriebenen Ouvertüren gehört hatte, zu folgendem Resümee gelangte: „Wenn Beethoven mir jemals stark erschien, dann an diesem Abend, als wir ihm, besser als jemals zuvor zuhören konnten, wie er in seiner Werkstatt formte, verwarf, änderte, glühend vor Inspiration.“
Von Beethoven ebenfalls zu hören in diesem Konzert ist seine 4. Sinfonie op. 60. Sie erfreute sich zu Lebzeiten des Komponisten größter Beliebtheit. Heute gehört sie zu seinen vergleichsweise seltener gespielten Sinfonien. Das Werk wurde im Herbst des Jahres 1806 vollendet, in einer Phase, in der sich Beethoven wegen seiner Liebe zur Comtess Therese von Brunswick in einem absoluten Hochgefühl befand. Das zeigt sich besonders markant im elegischen Thema 1 des 1. Satzes (Allegro), das sich zu einer heiteren, gefühlsmäßigen Ekstase fortspinnt. Das Glücksgefühl, zu jedem Scherz aufgelegt, frohsinnig, munter, witzig, nicht selten satirisch, schlägt sich in der ganzen Sinfonie nieder. Sie ist von freundlichem, hellem, lyrischem Gestus. Dieser offenbart sich aber merkwürdiger Weise nicht von Anfang an. Die Adagio-Einleitung zum ersten Satz steht in der düsteren Tonart b-Moll.
Mozarts „Linzer“ Sinfonie KV 425 Nr. 36 in C-Dur zählen wir zu unseren Lieblingswerken des Meisters. Völlig unglaublich, aber verbürgt ist, dass Mozart dieser Geniestreich auf der Durchreise von Salzburg nach Wien gelang. Im Oktober 1783 bot sich ihm die Möglichkeit, in Linz eine Akademie zu veranstalten. Zu diesem Anlass komponierte er diese Sinfonie in nur vier Tagen.

Konzert 25. Februar

Eingeleitet von Augustin Ramos´ Komposition „Pala­bras, para orchesta“ steht gewichtig im Mittelpunkt des Konzerts unter der Leitung von Victor Pablo Pérez die 13. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch op. 113, genannt „Babi Jar“.
Schostakowitsch komponierte das Werk auf der Grundlage des im September 1961 in einer sowjetischen Zeitung erschienenen Gedichts „Babij Jar“ von Jewgeni Jewtuschenko. Darin wurde die sowjetische Führung offen kritisiert. Das Gedicht ist eine mutige Stellungnahme gegen den Antisemitismus in der damaligen UdSSR, der tief in der sowjetischen Kultur verankert war.  Trotz mancher Schikane sowjetischer Kultur-Apparatschiks im Vorfeld der Uraufführung wurde diese am 18. Dezember 1962 mit gewaltigen Ovationen aufgenommen, Nach der zweiten Aufführung zwang man Schostakowitsch und Jewtuschenko, Änderungen in der „Babij Jar“-Sinfonie vorzunehmen. Das Leiden der Juden im 2. Weltkrieg und insbesondere die Hinweise auf das Massaker der Nazi-Besatzung an den Juden von Babij Jar vor den Toren Kiews sollten auf das gesamte russische Volk verlagert werden. Die Partitur mit dem wieder hergestellten Originaltext wurde erst 1970 veröffentlicht.
Die 5-sätzige Sinfonie ist für großes Orchester, Bass-Solo und Chor geschrieben. Es singen der slowakische Bassist Peter Mikulás und der Chor Orfeón La Paz von La Laguna. Ursprünglich wollte Schostakowitsch nur „Babij Jar“ vertonen. Als aber Jewtuschenko ihm einen seiner Gedichtbände gab, wählte er weitere Werke aus, und der Dichter schrieb ihm für den 4. Satz eigens einen neuen Text. Jedes Gedicht in den 5 Sätzen stellt einen eigenen Aspekt des sowjetischen Lebens dar: 1. Satz „Babij Jar“, / 2. Satz „Humor“ (Satire) / 3. Satz „Im Laden“ - ein ehrfurchtsvoller Tribut an die sowjetischen Frauen / 4. Satz „Ängste“ - warnt vor Selbstgefälligkeit und erinnert an die Zeit unter Stalin / 5. Satz „Eine Karriere“ - in diesem Finale wird die Macht des Witzes über die Autorität beschrieben, und es werden jene verspottet, die versuchen, sich selbst damit einzuschmeicheln.
Die Aufführungsdauer liegt bei ca. 60 - 70 Minuten.

Hans Rueda

Karten:

www.generaltickets.com
Telefonisch: 902 317 327
(Mo-Sa 10.00-19.00 Uhr.)
Vorverkaufsstelle beim Auditorio: Mo-Fr 10.00-15.00 Uhr; Sa 10.00-14.00 Uhr.
An Konzerttagen zwei Stunden vor Beginn der Veranstaltung.







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