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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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OST-Orchester mit Dvorák- u. Tschaikowski-Sinfonien 18. u. 25. März im Auditorio Santa Cruz

Star-Posaunist Christian Lindberg und Konzertmeister des OST als Solisten

Getreue OST-Konzertbesucher werden sich noch erinnern, wie vor gut einem Jahr der Schwede Christian Lindberg im schicken Motorbike-Outfit mit seiner Posaune auf das Podium stürmte und rasant den Solopart des „Motorrad-Konzerts“ für Posaune und Orchester seines Landsmanns Jan Sandström zum Besten gab.



Posaunist Christan Lindberg
Fotogalerie© Mats Bäcker
Posaunist Christan Lindberg
11.03.2011 - Teneriffa - Der 1958 in Stockholm geborene Lindberg ist mittlerweile ungekrönter König seines Instruments. Er definierte das Posaunenspiel sozusagen neu, entwickelte sogar eine eigene Bauweise für das Quartventil seines Instruments und eine eigene Mundstückreihe. So entlockt er nun seiner Posaune bis dahin nie gehörte Töne. Sein Repertoire besteht aus mehr als 100 Stücken, die sich über alle Epochen der neuzeitlichen Musik erstrecken – klassische Posaunenkonzerte, Raritäten und unbekannte Stücke zählen ebenso dazu wie eigene Kompositionen und eigens für ihn geschriebene Werke. Lindberg besticht durch technisches Können und sportliches Auftreten, er läuft auch Marathon.

Konzert 18. März

Christian Lindberg ist nicht nur Solo-Posaunist des Abends. Als Leiter des „Nor­dic Chamber Orchestras“ und des „Swedish Wind Ensembles“ verfügt er über die Erfahrung, dass man ihn auch als  Dirigent des Konzerts verpflichtete.
Es beginnt mit der anrührend klangmalerischen „Helios-Ouvertüre“ des Dänen Carl Niels von 1903. Nielsens Musik ist nicht spezifisch nordisch wie etwa die von Sibelius. Dagegen spricht auch die ausgeprägte Begeisterung Nielsens für den Süden, wie sie in dieser Ouvertüre unüberhörbar ist. Auch das zweite Werk des Abends, „Echos der Ewigkeit“, ein Konzert für zwei Posaunen und Orchester, wiederum komponiert von Jan Sandström, atmet die Musik des Südens. Komponiert zur Zweitausendjahrfeier von Cáceres, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Autonomen Region Extremadura, begeistert Christian Lindberg, nach der Uraufführung 2009 dort durch ihn, neben Teneriffa jetzt die internationale Musikwelt mit diesem Werk. Als fernes Echo aus der Zeit der Römer in Spanien hallt es herüber bis in unsere Tage. Für die raffinierten Echo-Klänge, erzeugt durch das virtuose Musizieren der Solo-Posaunen und des Orchesters unter der Leitung von Christian Lindberg, ist neben diesem die Solistin Deanna Dean Decker zuständig, Stimm­führerin der Posaunenbläser des OST.
Antonín Dvoráks Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ ist dessen populärste Komposition und eine der beliebtesten Sinfonien der gesamten Klassischen Musik. Schon die Uraufführung am 16. Dezember 1893 in New York war ein Riesenerfolg. „Wie ein König habe er in der Loge der Carnegie Hall die endlosen Ovationen des Publikums entgegen nehmen müssen“, schrieb der 1841 in Mühlhausen an der Moldau geborene Dvorák stolz an seinen Verleger Fritz Simrock. Er war nun „in“ in New York, wo man den Tschechen als Leiter des Konservatoriums gegen hohes Honorar verpflichtet hatte. Geschäftsleute zierten Krawatten und Gehstöcke mit seinem Namen.
Eine Fülle kurzer, einprägsamer Themen, die enge thematische Verknüpfung der Sätze und die geglückte Verschmelzung amerikanischer und indianischer Motive mit tschechischer Musiksprache zeichnen die Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ aus. Der von Dvorák nach Beendigung der Komposition eher beiläufig gewählte Titel entsprang seiner Begeisterung für Amerika, gab aber schon vor der Uraufführung zu Spekulationen Anlass, er habe sich amerikanischer Melodien „bedient“. Dabei ließ sich Dvorák von Spirituals und indianischen Melodien allenfalls inspirieren, er zitierte oder kopierte sie nicht. „Das ist und bleibt immer tschechische Musik“, soll er dazu gesagt haben. Deutlich wird das besonders im Trio des vierten Satzes. Dvoráks letzte Sinfonie erfreute sich stets einer immensen Beliebtheit. 1895 kehrte der Komponist nach Prag zurück, wo er kurz nach der Premiere seiner zehnten Oper, „Armida“, am 1. Mai 1904 verstarb.

Konzert 25. März

Solist des Konzerts unter der Leitung von Lü Jia ist der beliebte Konzertmeister des OST, der Italiener Paolo Morena. Mit dem 2. Violinkonzert op. 44 des am Dreikönigstag („Los Reyes“) 1838 in Köln geborenen Max Bruch, präsentiert sich der sympathische Musiker in einem Werk, das hohe Ansprüche an den Solisten stellt. Max Bruch schrieb es im Jahr 1877 auf Veranlassung des spanischen Geigers Paolo de Sarasate, zehn Jahre nach seinem so erfolgreichen ersten Violinkonzert. In Bezug auf den Auftraggeber schrieb Bruch: „Die Hauptgedanken des Werkes sind Produkte der Begeisterung, die seine unbeschreiblich vollkommene Wiedergabe des 1. Concertos in mir erregt hat.“   Die Uraufführung fand am 4. September im Londoner Crystal Palace mit Sarasate als Solisten und Bruch am Dirigentenpult statt. Trotz Bruchs kompositorischer Bemühungen steht dieses Konzert im Schatten des Erfolgs des Violinkonzert-Erstlings. Bruch empfand diesen Welterfolg nach anfänglicher Begeisterung als Belastung, da dieser die Aufmerksamkeit von seinen anderen Kompositionen ablenkte. Das gilt auch für sein 2. Violinkonzert, einem durchaus gelungenen Werk. Der erste Satz ist ein von der klagenden Violine begleiteter Trauermarsch. Inspiriert hierzu wurde Bruch angeblich nach der Aussage eines Freundes von der Vorstellung einer Frau, die zwischen den Leichen gefal­lener Soldaten auf dem Schlachtfeld herumirrt. Das Adagio (langsam) des ersten Satzes bricht mit der Tradition des im Kopfsatz eines Konzerts sonst üblichen Allegro (schnell). Der zweite Satz, ein instrumentales Rezitativ, enthält thematische Rück- beziehungsweise Vorgriffe auf die Ecksätze des Konzerts und leitet zum Finale über. Es ist ein von Vokalmusik inspiriertes vitales Rondo.
Das Konzert beginnt mit einer Uraufführung „De la Belleza Inhabitada“ (Von unbewohnter Schönheit) des Spaniers Javier Santacreu und endet fulminant mit der Sinfonie Nr. 4 von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Das Werk wurde 1878 in Moskau uraufgeführt. Wie über den noch späteren Sinfonien Nr. 5 und Nr. 6 liegt auch auf dieser „Vierten“ ein schwer zu definierender Zauber aufrichtiger, intimer menschlicher Aussage. Gegenüber seiner Gönnerin Frau von Meck hat Tschaikowski einen Zusammenhang mit den Wirren seiner kurzen Ehe angedeutet; außerdem wies er darauf hin, „dass es eine ‚Ausdruckssinfonie‘ nach dem Muster von Beethovens ‚Fünfter‘ sei“. Er führte diese Verwandtschaft in erster Linie auf das Einleitungsthema des ersten Satzes zurück, das die Schicksalsgewalt, das „Fatum“ darstellen soll. Weiter erklärt er: „Das Glück ist da! – aber nein – es waren nur Träume“. Den ausgelassenen Trubel eines Volksfestes soll man sich beim letzten Satz vorstellen. „Doch kaum hat man Ablenkung gefunden, meldet sich das unerbittliche Fatum aufs Neue“. Das Schicksalsmotiv des ersten Satzes taucht noch einmal auf, wird jedoch in die ausgelassene Volksfeststimmung hineingezogen. „Freue dich an der Freude anderer, und du kannst das Leben ertragen“, kommentiert Tschaikowski den Ausklang dieser Sinfonie.

Hans Rueda






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