Infos f�r Urlauber
Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Ausstellungen > Männer ohne Heldenepos

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
  Musik
»Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
  Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  E-PAPER
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner-Webs
  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz

Der kanarische Maler Rubén Sánchez stellt in Berlin aus

Männer ohne Heldenepos

Von Rubén Sanchez weiß man in der Berliner Community der Exil-Canarios und deutschen Aficionados der Inseln, dass er bereits gut auf dem Wege ist, ein Berliner zu werden.



Fotogalerie
09.09.2010 - Kanarische Inseln - Berlin - 2009 gab er sein Entree in Berlin in gleich drei künstlerischen Gemeinschaftsschauen. Eine  davon war die vielbesuchte Präsentation der Deutsch-Kanarischen Gesellschaft Berlin im „Kunsthaus Tacheles“. Nach seinen bisherigen Ausstellungen in diesem Jahr in Madrid und Potsdam  stellte er erneut seine neuesten Werke in der Hauptstadt vor. Im „Sonntags-Club“ e.V., einer der angesagten Adressen im hippen Prenzlauer-Berg-Bezirk Berlins, gab es  am 21. August die Vernissage unter dem eminanzipatorischen Titel „ Wir sind nicht Helden“. In 17, teils größerformatigen Bildern, spiegelt Sánchez an den Clubwänden seine keineswegs braven Auffassungen zum Ausstellungstitel wider, und zwar in seinem inzwischen schon bekannten malerisch-grafisch-realistischen, teilweise an raffinierte fotovisuelle Umsetzungen erinnernden Malstil. Symbole der Männlichkeit werden in Frage gestellt. Sánchez fragt sich und uns Männer (und Frauen): Was macht die Identität des Männlichen aus? Good boys und bad boys, die häufigsten Protagonisten seiner Bilder, ziehen den Betrachter in teilweise surrealen Perspektiven in die Bildinhalte hinein – und lassen ihn nicht so schnell  wieder heraus... Das Private wird überraschend ungeschminkt offenbart. Um Herzens- und Liebesangelegenheiten  geht es häufig. Beziehungen sind nie ausgeklammert. Das Männliche ohne gewohnten Heldenepos hat den Vorrang. Überhaupt geht den farblich teilweise kühn und intensiv modellierten Bildern jegliches Konventionelle ab. Das Titelmotiv selbst ist ganz Ausdruck der Nichthelden-Botschaft. Es darf auch geträumt werden, und das besonders vor den gen Osten preschenden Pferden der Quadriga des Brandenburger Tores... Das kontrastreiche Berlin, der Schmelztiegel vieler Künstler aus aller Welt, hat, wie es scheint auch die Themenfigur gepackt – links, wo das Herz ist, das festzuhalten sich öfter als gedacht lohnt. Am Vernissageabend griff der Maler zudem noch zum Saxophon und jazzte zusammen mit dem kanarischen Gitarristen und Sänger Javier Krawietz was das Zeug hielt.

Rúben Sánchez (29), gebürtiger Palmero, studierte zu Beginn seiner künstlerischen Laufbahn im Hauptfach Malerei an der Universtät La Laguna. Davor und danach lagen u. a. Aufsehen erregende 1. Preise des „Salón del cómic de Caja Canarias“, des „XV. Concurso de pintura y fotografía Titsa“  sowie beim „II. Concurso de pintura al aire libre Francisco Concepción“. In diesem Jahr, 2010, nun hat er auch an der gleichen Universität promoviert: „La figura humana en el arte canario contemporaneo – Die menschliche Figur in der kanarischen zeitgenössischen Kunst“ (cum laude – ¡enhorabuena!). Diverse andere Diplome, die er während seiner überaus motivierten Fortbildungen in Spanien, Irland und Deutschland erwarb könnten hier noch genannt werden. Belassen wir es lediglich mit der Erwähnung seines Diploms an der Kanarischen Musikhochschule im Fach „Saxofon“ und  der Zertifkate seiner Deutsch-Intensivkurse in Berlin, ein weiteres Zeichen dafür, dass er uns in Berlin wohl noch etwas länger  erhalten bleibt...

Die Ausstellung ist noch bis Ende November 2010 im Sonntags-Club Berlin, Greifenhagener Str. 28, 10437 Berlin zu sehen.
www.rubensanchez.es
www.sonntags-club.de

León W. Schönau






Leserbrief zu Artikel Männer ohne Heldenepos schreiben


Wochenblatt-Leser helfen.

  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias