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Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
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Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Theater > „Der Zuschauer sieht plötzlich Gefühle, Träume...“

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Interview mit zwei Mitgliedern des Kobalt Figurentheaters

„Der Zuschauer sieht plötzlich Gefühle, Träume...“

Gerade noch rechtzeitig vor Beginn des Puppentheater-Festivals hatte das Wochenblatt Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit Silke Technau und Stephan Schlafke vom Kobalt Figurentheater Berlin.



28.04.2006 - Kanarische Inseln - WB: Puppen- oder Figurentheater. Da denkt man gleich ans Kasperle und an Kindertheater. Worin liegt die Faszination des Puppenspiels auch für Erwachsene?
KFB: Eine Theaterfigur - eine  Skulptur aus Holz, Stoff... – ist immer eine bildnerische Konzentration der Rolle. In dieser Abstraktion sieht der Zuschauer plötzlich Gefühle, Träume. Er muss Phantasie in Gang setzen und erlebt seine eigene Kreativität. Das ist ein spannender Vorgang.
WB: Wie sind Sie selbst zum Puppentheater gekommen?
Technau: Während meines Studiums der Theaterwissenschaften gab es ein Proseminar Puppentheater, das von einem Regisseur geleitet wurde. Mit dem haben wir mehrere Inszenierungen erarbeitet – parallel zum wissenschaftlichen Studium hatten wir dadurch auch immer den Praxisbezug.
Schlafke: An meinem Gymnasium initiierte ich eine Arbeitsgruppe Marionettentheater, und ich erarbeitete über 10 Jahre mit Schülern auch nach meinem Abitur als Dozent jedes Jahr eine Inszenierung mit Marionetten. Parallel zu meinem Broterwerb und dieser AG entstand eine semiprofessionelle Bühne. In fünf Jahren bildete ich mich kontinuierlich in freien Seminaren von Profis für Profis zum Berufspuppenspieler aus, sozusagen der zweite Bildungsweg neben dem Hochschulstudium.
WB: Wer schreibt die Bühnenfassungen für die Stücke, die Sie aufführen?
KFB: Wir arbeiten in der Regel bei jeder Inszenierung, ob für Erwachsene oder Kinder, mit freien Autoren, Regisseuren, Figurenbildnern und Musikern zusammen.
WB: Mit so einer Puppentheaterinszenierung auf Tournee zu gehen, ist ja ganz einfach, sollte man meinen. Da passt ja die ganze Requisite in ein Handköfferchen, oder?
KFB: Da in unseren Inszenierungen alle Facetten der Theaterkunst den gleichen Stellenwert haben, benötigen wir neben den Theaterfiguren auch eine spezielle Beleuchtungs- und Tonanlage, die den Transport durchaus komplizierter machen. Darüber hinaus sind unsere Figuren genügend groß, um bis zu 200 Zuschauer zuzulassen.
WB: Dann kann man sich das Material nicht mal grad eben unter den Arm klemmen?
KFB: Kommt drauf an, wie lang Ihre Arme sind. Wenn da so ein paar Transportkisten von rund 500 Kilo drunterpassen... (lachen).
WB: Ganz schön aufwendig. Klar, Sie treten hier auf den Kanaren ja auch mit zwei Stücken auf: dem „Rigoletto“ und der „Prinzessin auf der Erbse“. Wie ist das denn überhaupt sprachlich für das spanischsprachige Publikum zu bewältigen?
KFB: Wir versuchen, die Kinderinszenierung auf spanisch zu spielen. Bei der Verdiinszenierung RIGOLETTO handelt es sich um ein Zusammenspiel von Musik, Bewegung, Sprache, Licht und den Skulpturen, so dass für den Zuschauer ein vielschichtiges Theatererlebnis entsteht. Die deutsche Sprache neben dem italienischen Gesang ist nicht bloß Informationsträger sondern Teil des Klangerlebnisses.
WB: Werden wir Sie im kommenden Jahr wieder beim hiesigen Festival sehen?
KFB: Schön wär’s, aber wir freuen uns erst einmal auf dieses Gastspiel auf den Kanaren.




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