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Ein 72-Jähriger sollte 16 Monate auf eine Doppler-Ultraschalluntersuchung warten

Rekord-Wartezeit: Facharzttermin im April 2016

Lange und immer länger werdende Wartezeiten auf Facharzttermine und Spezialuntersuchungen sind im kanarischen Gesundheitswesen schon lange Normalität. Dennoch hat es Ende Dezember ein besonders krasser Fall in die Schlagzeilen geschafft.



10.01.2015 - Teneriffa - Der 72-jährige Gilberto González Toledo, wegen seiner Diabetes und einer Operation am Herzen ein Risikopatient, soll sich einer Doppler-Ultraschalluntersuchung unterziehen, um festzustellen, ob und wie die Krampfadern in seinem linken Bein operiert werden müssen. Thrombosegefahr und andere damit verbundene Komplikationen können für diesen Patienten durch­aus lebensbedrohlich werden. Der Termin, der dem Patienten am Schalter der Poliklinik San Benito in La Laguna für die Untersuchung gegeben wurde, mutet an wie ein schlechter Scherz. Es ist der 28. April des Jahres 2016. Die schwarzhumorige Reaktion González’ Toledos darauf war, das Krankenhauspersonal solle sich nicht beunruhigen, wenn er zum Termin nicht erscheinen könne, seine Frau werde dann schon seine Asche zur Untersuchung vorbeibringen. Die Familie, die ansonsten mit der Behandlung des Patienten, vornehmlich im Universitätskrankenhaus HUC, zufrieden ist, legte Beschwerde gegen den Termin ein. Nach dem Gesetz darf ein Patient nicht länger als 90 Tage auf eine Untersuchung warten. In der Tageszeitung „El Día“ erschien ein ausführlicher Artikel über den Fall. Zwei Tage danach wurde der Termin unbürokratisch um 15 Monate vorverlegt auf den 30. Januar 2015.
An diesem Vorfall zeigt sich beispielhaft einer der Gründe, warum die Zustände in den Notaufnahmen der kanarischen Krankenhäuser so angespannt sind, dass Patienten tagelang in ihren Betten auf den Gängen stehen, in Spitzenzeiten sogar in mehreren Reihen (das Wochenblatt berichtete).
 Ein erheblicher Teil der Patienten, die zu lange auf Untersuchungen und Behandlungsmaßnahmen warten müssen, wird irgendwann unnötigerweise zum medizinischen Notfall, mit ernsten Folgen sowohl für deren Gesundheit als auch für die Funktionsfähigkeit der Notaufnahmen.
Hinzu kommt, dass die kanarische Gesundheitsbehörde im fünften Jahr in Folge nur 1% ihres Budgets in die Erneuerung der medizinischen Ausstattung investieren kann. Für die Instandhaltung und Erweiterung der Räumlichkeiten und Geräte stehen 35 Millionen Euro zur Verfügung, notwendig wären mindestens 175 Millionen. So reicht es nicht einmal für die Erhaltung des vorhandenen Standards geschweige denn für den Ausbau der Notaufnahmen.




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