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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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14. - 26. Januar: Kulturtage mit Friedrich Schorlemmer

Bergpredigt am Teide

Hastig damals, im rumpelnden DDR-Reichsbahnwaggon von Wittenberg nach Berlin, schrieb Friedrich Schorlemmer an seiner Rede, die er vor angespannter Menge gleich würde halten müssen. Ganz plötzlich hatten sie ihn gerufen, den Pfarrer, der ob seiner unbeirrbaren Standfestigkeit in der DDR zu einem bewunderten aber auch gefährdeten Anwalt von Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheitsliebe geworden war.



Am Fuße des Teide wird Friedrich Schorlemmer die biblische „Bergpredigt“ lesen.
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Am Fuße des Teide wird Friedrich Schorlemmer die biblische „Bergpredigt“ lesen.
10.12.2006 - Teneriffa - Die Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte war ihm vom Freien Westen aus schon zugesprochen, konnte jenseits des Eisernen Vorhangs aber noch nicht verliehen werden. Schorlemmer wusste, unterschriebener Haftbefehl gegen ihn und Einweisungsorder ins Lager mit anderen Staatsfeinden lagen bereit. Ordnung bis zuletzt herrschte auch da im Rechtsstaat DDR. Leidlichen Schutz bot ihm einstweilen seine internationale Reputation durch die Medaille. Wie lange noch aber mochte das nützen, da es im Lande ums Ganze ging?       
Eine Million Menschen erwarteten Friedrich Schorlemmer nun auf dem Ostberliner Alexanderplatz. In wenigen Tagen würde die Mauer zwar friedlich fallen; dieses aber konnte da niemand ahnen. Es hätte auch anders, blutig und um den Preis vieler Toter enden können. Kein Wunder der Friedlichen Wende hätte sich dann eingebrannt ins kollektive Gedächtnis der Deutschen. Friedrich Schorlemmer fand die richtigen Worte und rief die unruhige Menge zu friedlichem Wandel auf. Allein Macht und Kraft des friedlichen Wortes würden siegen über Verbohrtheit und Gewalt der Machthaber. Kein Aufruf erfolgte von ihm zum „Spaziergang an die Mauer“, den die Hitzigen unter der Menge wohl erwartet hatten. Die Protestversammlung aber vertraute dem Wort des Pfarrers aus der Provinz und zerstreute sich.
Viele Bücher hat Friedrich Schorlemmer seither verfasst und als Publizist den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Als Dauergast im Fernsehen erreicht er heute ein noch größeres Publikum als damals. Niemals aber war sein Wort so gewichtig wie an jenem Herbsttag 1989 im schier überkochenden Kessel Ostberlin.
Zur Kulturreise mit ihm nach Teneriffa haben sich Dutzende Teilnehmer aus Deutschland angemeldet. „Sie würden Friedrich Schorlemmer geradezu verehren“, berichtete die Leiterin des Hamburger Reisebüros „TTS Teneriffa Touristik Service“, das die Reise organisiert, erstaunt dem „Wochenblatt“. Die Freunde Friedrich Schorlemmers von der „Kulturbrücke MANI Hamburg - Tenerife“, auf deren Einladung er die Insel im vergangenen Februar erstmals besucht hatte, wundert das nicht. Seine beiden Vorträge in der Kirche im Parque Taoro von Puerto de la Cruz und im Hotel Playa Sur Tenerife in El Médano waren überfüllt. Vom 14. - 26. Januar werden nun „Kulturtage auf Teneriffa“ mit Friedrich Schorlemmer und dem bekannten Lyriker Thomas Rosenlöchner gestaltet werden. Vorträge, Lesungen, Klavier- und Orgel-Konzerte in Kirchen und im Hotel Playa Sur Tenerife werden stattfinden, dazu Ausflüge, etwa zum Teide. Dort wird Friedrich Schorlemmer im Rahmen eines einzigartigen Erlebnisses auch die biblische „Bergpredigt“ lesen. Unsere Leser werden an den Veranstaltungen teilhaben können. Näheres dazu  in der nächsten Ausgabe Ihres Wochenblatt.

Hans Rueda

hans.rueda@wochenblatt.es






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