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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Heinz Josef Delissen mit seinem neuen Programm im „Haus der Begegnung“

Lyrische Stimmen starker Frauen

„Holt den Gockel vom Sockel“ – nein, ganz so einfach haben es sich die starken Frauen in der deutschen Lyrik natürlich nicht gemacht.



Heinz Josef Delissen während des Lyrik-Abends im Haus der Begegnung in Playa de Las Américas.
Fotogalerie© W.N.
Heinz Josef Delissen während des Lyrik-Abends im Haus der Begegnung in Playa de Las Américas.
07.01.2009 - Teneriffa - So jedenfalls der Eindruck nach dem wunderbaren Lyrik-Abend zum Thema „Starke Frauen“ von Heinz Josef Delissen, zu dem die Evang. Kirche Teneriffa-Süd in ihr Gemeindezentrum, dem „Haus der Begegnung“,  in Playa de las Americas eingeladen hatte. Der Zuspruch war groß und wohl niemand hat sein Kommen bereut.
Delissen unternahm zu­nächst eine kleine Zeitreise zu „frechen Dichterinnen“, ließ dann die „berühmten Preisgekrönten“ zu Wort kommen, streute sparsam auch „Männer­gedichte“ über starke Frauen ein und würdigte schließlich ausführlich das lyrische Werk von Else Lasker-Schüler.
Mit den lyrischen Stimmen der „frechen Dichterinnen“ hatte Delissen sein Publikum schnell auf Temperatur. Ironisch-pointiert bekam darin der sich spreizende Gockel sein Fett weg, wurden Ansprüche auf Freiheit und eigene Sinnlichkeit poetisch erhoben – Kichern und verhaltener Beifall aus dem Publikum.
Unter den 73 Büchner-Preisträgern seit 1923 sind bisher nur sieben Frauen für preiswürdig befunden worden. Delissen betrieb Wiedergutmachung und ließ die vier Lyrikerinnen unter ihnen (Kaschnitz, Bachmann, Kirsch, Mayröcker) mit ihren schönsten Liebesgedichten zu Wort kommen.
Nach der Pause dann: Else Lasker-Schüler, nach Gottfried Benn „die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte“.  Delissen trug – wie immer gekonnt halb lesend halb frei rezitierend – acht ihrer Gedichte vor. Die Spanne reichte vom „Tibetteppich“ (1910 noch im Liebesrausch schwelgend)  bis zu ihrem Spätwerk „Das blaue Klavier“ (ein einziger weh­mütig-bitterer Abgesang aus dem Exil in Jerusalem 1943).
Delissen, ehemals Pädagoge und Schulleiter, gab zwischendurch, mehr beiläufig eingestreut, kurze biogaphische Erläuterungen zu den „Starken Frauen“ und zur literaturgeschichtlichen Einbettung ihrer Texte. Mit behutsam gesetzten Einspielungen von Motiven aus Mozarts Klaviersonaten umrahmte er seinen Vortrag und schuf so eine intim-stimmungsvolle Atmosphäre.
Pfarrer Wilfried Heitland dankte Heinz Josef Delissen im Namen aller für den schönen Abend und kündigte bereits die nächste Lyrik-Veranstaltung für Februar 2009 an, bei der Delissen sein neuestes Programm vorstellen wird.
Die an diesem Abend von den dankbar gestimmten Zuhörern reichlich gegebenen Eintrittsspenden kommen der Gemeindearbeit der Evang. Kirche im Süden zugute.
Wilhelm Norden

Am 22. Januar in Puerto de la Cruz

Der Lyrik-Abend mit dem Thema „Starke Frauen“ mit Heinz Josef Delissen wird übrigens am Donnerstag, dem 22. Januar um 19.00 Uhr im Haus Michael der katholischen Gemeinde in Puerto de la Cruz wiederholt.






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