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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Während der Festlichkeiten die alle vier Jahre stattfinden, verdreifacht sich die Zahl der Herreños auf der Insel

„Bajada de la Virgen“ auf El Hierro

Der Herzschlag der Herreños wird am 4. Juli über die ganze Insel dröhnen. Dann nämlich, wenn sich zum Takt der Trommeln die Tanzgruppen formieren und das gesamte Inselvolk auf den Beinen ist, um die Virgen de los Reyes, die Schutz­patronin der Insel, in der fast 30 Kilometer langen Prozession von ihrer Kapelle in La Dehesa in den Bergen in die Inselhauptstadt zu geleiten.



Fotogalerie© Moisés Pérez
19.06.2009 - El Hierro - Der Weg führt in Hufeisenform praktisch über die ganze Insel, auch durch private Fincas, und die Prozession ist alles in einem: religiöse Verehrung, Folklore, Fiesta und Tradition.
Zu der Prozession macht sich alles auf die Beine, was laufen kann. Der alte Spruch „por ver la virgen amada, no siento la caminada“ (Im Angesicht der geliebten Jungfrau spüre ich den weiten Weg nicht) hat wieder Gültigkeit.
Die Herreños haben alle vier Jahre eine Verabredung, die sie nach Möglichkeit einhalten, so weit sie auch die Suche nach einem Arbeitsplatz in die Welt hinaus verschlagen haben mag. Von den anderen Kanareninseln, ja selbst aus Übersee kommen sie in Scharen in die Heimat zurück. Da fallen sich oftmals Familienangehörige in die Arme, die sich vier lange Jahre nicht gesehen haben, teilen den Weg der Prozession und die Festfreude miteinander.
Am 4. Juli um sechs Uhr morgens wird das Standbild der Virgen de Los Reyes La Dehesa verlassen, und die Ankunft der Vírgen in der Hauptstadt ist für  21.40 Uhr angesagt. Der “Camino de la Virgen”, der Weg der Prozession, ist seit Urzeiten derselbe, und die Tradition ist den Herreños heilig. Zurück in die Kapelle in La Dehesa kehrt die Virgen erst am 1. August.

Die Legende

Wie die Legende erzählt, hatte Ende Dezember 1545 ein Segelschiff auf der Fahrt nach Kuba während eines Sturmes in der Bucht von Orchilla Schutz gesucht. Der Kapitän gab den Hirten für Wasser und Proviant ein hölzernes Standbild der Jungfrau Maria, das sie in einer Höhle unterbrachten. Das alles geschah an einem 6. Januar, dem Dreikönigstag, und daher erhielt die Jungfrau den Namen „Virgen de los Reyes“. 
Später wurde ihr eine kleine Kapelle gebaut. 1614 herrschte auf der Insel eine schreckliche Dürre, und die Hirten baten die Obrigkeit um Erlaubnis, die Statue nach Valverde zu bringen und um Regen zu bitten, doch der Antrag wurde abgelehnt. Da holten sie das Bildnis heimlich herunter, und kaum hatten sie es über die Schwelle der Kirche getragen, da ging ein Sturzregen nieder, der tagelang anhielt.
Als die Insel 1740 von einer Heuschreckenplage und einem Viehsterben heimgesucht wurde, geschah erneut ein Wunder, das der Virgen de los Reyes zugeschrieben wird. Danach wurde beschlossen, die Gottesmutter alle vier Jahre in feierlicher Prozession in die Stadt zu tragen, auch wenn keine Notwendigkeit besteht. Und dieses Gelübde wird von den Herreños auch heute noch geleistet.
Alle Infos, das komplette Veranstaltungsprogramm, Fotos, Videos und mehr gibt es auf www.bajada2009.com .






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