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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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Tausend kamen, kauften, schmausten, plauderten

Kirchenbazar im Taoropark

Wenn deutsche Residenten ihre Kleiderschränke plündern, ihre Küchen modernisieren, in ihren Bücherschränken Platz schaffen oder gar ihren kompletten Hausstand auflösen, dann kann man damit rechnen, dass es sich bei dem Aussortierten in der Regel um hochwertige Güter handelt.



18.12.2009 - Teneriffa - Die Chance, an solche Topqualitäten zu Spottpreisen heranzukommen, bietet sich in Teneriffas Norden einmal im Jahr: dann nämlich, wenn die evangelische Kirchengemeinde ihren großen Weihnachtsbazar abhält, traditionellerweise am Vorabend des 1. Adventssonntags.
Und wenn dann der Himmel nicht nur ein Einsehen hat, sondern mit strahlender Sonne dem Geschehen im Garten hinter der Kirche im Taoropark erst den rechten Glanz verleiht, dann erweist es sich, dass die vor genau 30 Jahren geborene Idee eines solchen Nicht-Ramsch-Marktes immer noch ebenso aktuell wie attraktiv ist. Damals, anno 79, war es die Pfarrersfrau Annemarie Grunwald, die zusammen mit Traudel Famula und Bärbel Becker sich daran machten, für die Kirchengemeinde, die finanziell ganz auf sich gestellt ist, eine neue Geldquelle zu erschließen – und dabei zugleich für die Idee des Recycelns zu werben (obwohl niemand diesen Ausdruck dazumal kannte.)
Die Sache florierte von Anfang an und weitete sich kontinuierlich aus. In den Achtzigern gab es dabei einen besonderen Schub, als man sich entschloss, das Kaufangebot durch ein Getränke- und Imbissangebot zu erweitern. Deutsche Hausfrauen kochten dabei nach deutschen Rezepten deutsche Leibgerichte. Das kam bei den Spaniern glänzend an – und bei den Deutschen sowieso. Wenig später folgte dann das alemannische Highlight: Torten und Kuchen wie bei Muttern. Niemand, der sich das entgehen ließ.
Und dabei ist es bis heute geblieben. Man stöbert nicht nur auf dem Bazar, man trifft sich dort zum Essen, zum Kaffeetrinken und vor allem zum Plaudern. Mehr als tausend Besucher wurden diesmal gezählt, die meist zunächst mit einem Rundgang begannen, vorbei an den Kleiderständern, Wäschetischen, Schuhboxen, Dekoregalen, Flohmarkt-Allerlei und – erstmalig – auch an Ausstellungen mit geschmackvollem Adventsschmuck. Besonderen Zuspruch fanden übrigens diesmal die Büchertische, was der vergrößerten Auswahl wohl ebenso geschuldet war wie der professionellen Beratung.
Überdies ist der evangelische Bazar zugleich ein Stück gelebter Ökumene. Schließlich spielte sich alles auf dem Gelände der anglikanischen Kirche ab, deren Gotteshaus die deutschen Protestanten schon seit vielen Jahren mitbenutzen. Father Malcom, britischer Pfarrer und Hausherr, war von dem regen Leben und Treiben rings um sein Gemeindehaus (das den deutschen Glaubensbrüdern übrigens auch mit zur Verfügung steht) offensichtlich sehr angetan.

Otto Heuser






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