Infos f�r Urlauber
Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Verschiedenes > La Palma im Festtagszauber

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
  Musik
  Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
»Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  E-PAPER
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner-Webs
  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz

Das Fest zu Ehren der Schutzpatronin der Insel, der Virgen de las Nieves, findet alle fünf Jahre statt

La Palma im Festtagszauber

Die „Bajada de la Virgen“ auf La Palma zieht Tausende Besucher an

Auf La Palma wird derzeit die „Bajada de la Virgen“ gefeiert, eines der schönsten Feste in ganz Spanien, das nur alle fünf Jahre stattfindet. Zum großen Fest der Schutzpatronin von La Palma, der „Virgen de las Nieves“, reisen die Menschen nicht nur von den anderen kanarischen Inseln, sondern aus allen Winkeln der Welt an, um der „Morenita“, so wird das Muttergottesbild liebevoll genannt, ihre Verehrung zu erweisen.



Fotogalerie© Moisés Pérez
10.07.2010 - La Palma - Kein Wunder, dass sich die Einwohnerzahl der Inselhauptstadt während dieser Zeit verdreifacht. Die Menschen von La Palma sagen von sich, dass ihre Herzen im Fünfjahrestakt schlagen, immer dann, wenn die „Jungfrau vom Schnee“ mit dem Thron aus ihrem Heiligtum in die Inselhauptstadt und in die Pfarrkirche getragen wird.
Vierzig Tage dauern die Festlichkeiten und umfassen eine Vielzahl von religiösen, kulturellen, musikalischen und folkloristischen Veranstaltungen. Die Höhepunkte finden jedoch in der sogenannten Semana grande statt, die am 11. Juli beginnt. So auch „Der Tanz der Zwerge“ (siehe Foto), der seit 1833 dokumentiert ist und als der populärste Festakt gilt. In diesem Jahren wird der Tanz aufgrund seiner Popularität sechs Mal aufgeführt.

In Santa Cruz de La Palma drängen sich zur Zeit rund 70.000 Gäste, die zu dem großen Fest der Schutzpatronin von La Palma, der „Virgen de las Nieves“, das nur alle fünf Jahren gefeiert wird, auf die Insel kamen. Die Inselhauptstadt verdreifacht wäh-rend der Festlichkeiten ihre Einwohnerzahl, denn Palmeros kommen nicht nur von den übrigen Kanareninseln, sondern aus allen Winkeln der Welt nach Santa Cruz, um der „Morenita“, so wird das Muttergottesbild liebevoll genannt, ihre Verehrung zu erweisen und bei der Gelegenheit Familie und Freunde wieder zu sehen. Aber auch viele Urlauber aus dem In- und Ausland kommen in dieser Zeit nach La Palma, um den Zauber dieses historischen Festes zu genießen. Die Menschen von La Palma sagen von sich, dass ihre Herzen im Fünfjahrestakt schlagen, immer dann, wenn die „Jungfrau vom Schnee“ mit dem Thron aus ihrem Heiligtum in die Inselhauptstadt und in die Pfarrkirche getragen wird.
Vierzig Tage dauern die Festlichkeiten und umfassen eine Vielzahl von religiösen, kulturellen, musikalischen und folkloristischen Veranstaltungen. Die Semana Chica, die kleine Festwoche, begann am 4. Juli mit dem Hissen der Fahne der Virgen de las Nieves in der Hauptstadt. Die 42 Teile ihres 2-Tonnen-schweren silbernen Thrones wurden an diesem ersten Sonntag im Juli in feierlicher Prozession über die alten Fahrwege von Las Dehesas zur Pfarrkirche El Salvador gebracht.
Noch heute erfüllen die Palmeros alle fünf Jahre eine Anordnung von Bischof Bartolomé García Ximénez aus dem Jahr 1680. Damals herrschte auf der Insel eine schreckliche Dürre, und die Bevölkerung holte das Bild der Muttergottes aus den Bergen und betete um Regen. Das Wunder geschah, und der vom festen Glauben der Palmeros beeindruckte Bischof ordnete an, die Jungfrau künftig alle fünf Jahre in feierlicher Prozession in die Inselhauptstadt zu tragen.

Jahrhundertealte Traditionen

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Fest immer wieder um neue Attraktionen erweitert, einige davon haben sich bis heute erhalten. Dazu gehört beispielsweise die Vorführung des Carro Alegorico y Tri­unfal, des „allegorischen Triumphwagens“, die bereits drei Jahrhunderte überdauert hat. Es handelt sich um eine sakrale Darstellung verschiedener Marien-Themen, die im Laufe der Zeit der literarischen Mode angepasst wurden.
Das Menuett, eine Tanzvorführung im Stil des 18. Jahrhunderts mit den herrlichen Kostümen jener Epoche, gehört seit den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum festen Programm der Semana Grande, der großen Woche der Fiestas ab dem 11. Juli.
Der „Tanz der Zwerge“, der seit 1833 dokumentiert ist, gilt als der populärste Festakt. Die zunächst als Mohren tanzenden Männer verschwinden plötzlich in einer Hütte und tauchen in Sekundenschnelle als Zwerge verkleidet wieder auf, mit riesigen Hüten und Pappgesichtern. Eine schwere Holzmaske vor den Bauch geschnallt, Kopf und Arme im Zweispitz versteckt, führen sie zu eigenwilligen Polka-Rhythmen magisch-mystische Tänze auf. Der Zwergentanz ist derart populär, dass es in diesem Jahr sogar sechs Vorstellungen am Abend des 15. Juli gibt und am 24. Juli ein zweiter Abend geboten wird. Trotz der Eintrittspreise zwischen 20 und 30 Euro sind die meisten Vorstellungen schon ausverkauft. Manche Zwergenfreunde haben 27 Stunden, abwechselnd mit Freunden, vor dem Verkaufsschalter gewartet, um ganz sicher noch Karten zu bekommen. Maximal sechs Karten werden pro Person verkauft.
Am 17. Juli erreicht das Fest seinen Höhepunkt mit der großen Prozession, der eigentlichen „Bajada de la Virgen“. Nach der Pilgermesse in der Kapelle von Las Nieves, wenn gegen 17 Uhr die Sonne hinter den Bergen verschwindet, wird das große Kirchenportal geöffnet. Priester heben die Statue der Muttergottes von ihrem Altar aus mexikanischem Silber, und zwölf Männer tragen sie dann durch ein Meer von Fahnen, Leuchtern und Lampen in einer prächtigen gläsernen Vitrine in die drei Kilometer entfernte Hauptstadt. In der ersten Nacht bleibt sie in der Kirche „La Encarnación“, wo der Bischof des Bistums Teneriffa einen Got­tesdienst zelebriert. Am nächsten Tag wird sie nach diversen Zeremonien in feierlicher Prozession in die Hauptkirche „El Salvador“ gebracht.

Sonderflüge und Sonderfahrten

Um den Besucheransturm zu bewältigen, haben die insularen Fluglinien Binter und Islas ihre Flüge von Teneriffa und Gran Canaria in den ersten zwei Juliwochen mehr als verdoppelt und bieten über 81.000 Plätze an. Auch die beiden Fährgesellschaften Naviera Armas und Fred Olsen bieten zusätzliche Fahrten nach La Palma an.

Das Programm der Fiestas ab dem 7. Juli:

Sofern nichts anderes erwähnt wird, finden die Veranstaltungen auf der Hauptbühne am Hafen statt („Recinto Central“). Hier die wichtigsten:
7. Juli, 12 Uhr: Liedermacher Arístides Moreno in der C/ Apurón, 18 Uhr: Liedermacher Juan Sosa auf der Plaza de la Alameda, 22 Uhr: Konzert der portugiesischen Sängerin Dulce Pontes und der Gruppe „Taburiente“
8. Juli: 12 Uhr: Liedermacher Javier Álvarez in der C/ Apurón, 18 Uhr: Liedermacher Gladston Galliza auf der Plaza de la Alameda, 22 Uhr: Konzert des spanischen Musikstars David Bisbal, anschließend Tanz.
9. Juli: 17 Uhr Eröffnung der Kunsthandwerksmesse am Hafen (geöffnet täglich 17-21 Uhr bis zum 14.7.), ab Mitternacht Tanz.
­10. Juli: 17 Uhr Umzug der „Mascarones“, 40 Pappmascheeköpfe, und der „Riesen“ durch das Stadtzentrum. 22 Uhr Konzert des spanischen Sängers Melendi, danach Tanz.
11. Juli: 19 Uhr Umzug blumengeschmückter Wagen und „Blumenschlacht“ der Kinder.
12. Juli: 21.30 Uhr „La Pandorga“, Laternenumzug der Kinder durch die Stadt.
13. Juli: 17 Uhr Umzug der „Mascarones“, 21.30 Uhr Auftritt der Akrobaten in den Straßen der Hauptstadt.
14. Juli: 22 und 23.30 Uhr „Menuett“, prächtige Aufführung in historischen Kostümen des 18. Jahrhunderts.
15. Juli: 19, 20, 22, 23, 24 und 1 Uhr Zwergentanz auf der Hauptbühne und anschlie­ßend auf den Straßen.
16. Juli: 19.30, 21 und 22.30 Uhr „Allegorischer Triumphwagen“ im Teatro Circo de Marte, 22 Uhr House-Dance-Festival.
17. Juli: 17.30 Uhr Beginn der Bajada, feierliche Prozession von  Las Nieves aus, 21.30 Uhr Symphoniekonzert im Teatro Circo de Marte, um Mitternacht Feuerwerk.
18. Juli: Ab 8.30 Uhr zweiter Teil der Bajada durch Santa Cruz. 10.30 Uhr „Dialog zwischen Schiff und Festung“ mit Theater und Kanonendonner.
19. Juli: 22 Uhr Gala mit dem Sänger Luis Dámaso.
20. Juli: 22 Uhr Konzert mit dem Sänger Chago Melián.
21. Juli: 22 Uhr Pop-Rock-Latino-Konzert der Gruppe Aterciopelados aus Kolumbien
22. Juli: 22 Uhr „Schwanensee“ mit dem Moskauer Ballett.
23. Juli: ab18.30 Uhr verschiedener Konzerte in den Straßen der Stadt, 22 Uhr Rock ‘n’ Roll-Konzert.
24. Juli: ab 19.30 Uhr Wiederholung des Zwergentanzes.
25. Juli: 10 und 18.30 Uhr weitere Prozessionen.
29. Juli: 22 Uhr Konzert des Sängers Alejandro Fernández.
Erst am 5. August wird die Virgen de las Nieves in feierlicher Prozession wieder in ihr Heiligtum zurückgebracht.

Weitere Informationen findet man auf:
www.bajadadelavirgen.es.






Leserbrief zu Artikel La Palma im Festtagszauber schreiben


Wochenblatt-Leser helfen.

  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias