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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Die evangelische deutschsprachige Gemeinde Teneriffa-Nord hat einen neuen Langzeitseelsorger

Der neue Pfarrer stellt sich vor

Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens… Johannes 6,68



Pfarrer Gotthard Weidel
Fotogalerie
Pfarrer Gotthard Weidel
26.08.2010 - Teneriffa - Liebe Gemeindeglieder auf Teneriffa, liebe Urlauber, liebe Leser, das zitierte Bibelwort ist für mich eine Motivation, meine neue Aufgabe als Pfarrer für Teneriffa-Nord zu übernehmen. Ich denke, wer nach einem Weg fragt, will nicht nur seine Arbeit erledigen, seinen Lebensabend verbringen oder Urlaub genießen. Vielmehr - er ist offen für neue Wege und Worte, die dem eigenen Leben Richtung geben und Profil verschaffen.

Mein Name ist Gotthard Weidel

Als Pfarrer war ich in verschiedenen Gemeinden der sächsischen Landeskirche tätig. In der DDR war der christliche Glaube für mich eine Hilfe, komplizierte Lebensabschnitte und schwierige Situationen zu bewältigen. Nach meiner Berufstätigkeit als Chemiefacharbeiter studierte ich Theologie und versuchte, mich der bevormundenden DDR-Staatsideologie zu entziehen.
Die ersten zehn Dienstjahre als Pfarrer führten mich in ein kleines Industriedorf bei Leipzig. In dieser Region war die Umweltzerstörung durch Industrie und Tagebau weit fortgeschritten, so dass viele diese unwirtliche Gegend verließen. Die kleinen Kirchgemeinden sorgten gegen den Trend dafür, dass die Kirche im Dorf blieb. Wir feierten Gottesdienste, gestalteten Gemeindefeste, unternahmen Freizeiten mit Jugendlichen und stärkten das Zusammenleben. Gemeinsam legten wir Hand an, renovierten unsere Kirchen, unterstützten Umweltinitiativen und pflanzten Bäume als Hoffnungszeichen.
Die nächsten zwölf Jahre leitete ich die Friedenskirchgemeinde in Leipzig. In dieser Zeit engagierte ich mich für einen öffentlichen Dialog zwischen Christen und Nichtchristen. Wir versuchten, Worte des Friedens in der Öffentlichkeit zu leben und umzusetzen. Konflikte mit der Staatsmacht waren vorprogrammiert. Am 9. Oktober 1989 gestaltete unsere Gemeinde in der Leipziger Nikolaikirche das Friedensgebet. In meiner Predigt standen das Wort vom Frieden und der Geist des Dialogs im Mittelpunkt. Nach dem Gottesdienst begaben sich etwa 70.000 Menschen auf die Straße. Es war eine Demonstration, aus der sich die „Friedliche Revolution“ entwickelte.
Nach 1990 beauftragte mich die sächsische Landeskirche mit dem Dienst eines Soldatenseelsorgers. Als ehemaliger Wehrdienstverweigerer konnte ich mir einen weiteren beruflichen Weg bei der Bundeswehr zunächst schwer vorstellen. Aus der  Beauftragung entwickelten sich später zwölf Dienstjahre in der Militärseelsorge. Es war eine spannende Aufgabe. Ich begegnete Menschen, die mit Gott und der Kirche längst abgeschlossen hatten. Unter ihnen  „Gott und die Welt“ ins Gespräch zu bringen und Gottesdienste auch mit Nichtchristen zu feiern, war immer mit neuen Einsichten verbunden. Die Seelsorge und Begleitung von Familien bei Auslandseinsätzen der Ehepartner gehörte zu den Herausforderungen meines Berufslebens.
Mein aktiver Dienst als Pfarrer endete im vergangenen Jahr. Für mich bleibt es ein Anliegen, Gottes Wort zu predigen, auf Menschen zuzugehen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sie als Seelsorger zu begleiten. Ich bin mir sicher, dass wir zusammen einen Weg finden, das Gemeindeleben auf Teneriffa aktiv und interessant zu gestalten.
Vor 40 Jahren begaben sich meine Frau und ich auf einen gemeinsamen Weg. Sie hat mich auf vielfältige Weise in meinem Aufgabenbereich unterstützt und gleichzeitig ihren eigenen Berufsweg gefunden. In der Zwischenzeit erleben wir, wie unsere Kinder in alle Welt ziehen und unsere Enkelkinder die ersten Schritte laufen.
Wir freuen uns auf die neue Aufgabe, auf die Zusammenarbeit mit den anderen Kirchen, auf die schöne und  interessante Insel.

Es grüßt herzlich
        Gotthard Weidel


Am 5. September 2010 wird Pfarrer Gotthard Weidel im Gottesdienst um 17.00 Uhr in der Anglikanischen Kirche im Taoro – Park in sein Amt feierlich eingeführt.
Dazu landen wir Sie herzlich ein.







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