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Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
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Einladung zum Feiern, Schauen und Diskutieren

Evangelische Gemeinde Teneriffa Nord startet ein neues Projekt

Gott und die Welt, Geschichte und Geschichten, eigene Erfahrungen und Erlebnisse ins Gespräch zu bringen, ist ein neues Projekt der Evangelischen Kirchengemeinde Teneriffa Nord in Puerto de la Cruz. Von Oktober bis zum Mai nächsten Jahres werden monatlich thematische Gottesdienste, durch Vorträge und Filme vertieft.



06.10.2010 - Teneriffa - Interessierte Residenten und Urlauber sind zum Hören, Sehen und Diskutieren über ihre eigene Erfahrungen eingeladen. Wir treffen uns im Gemeindehaus der Anglikanischen Gemeinde am Taoropark.
Wir starten unser Projekt mit dem 20. Jahrestag der deutschen Einheit. Dieser Tag ist nicht ohne die „Friedliche Revolution“ am 9. Oktober 1989 denkbar. Damals wurden innerhalb eines Jahres die Mauer in Berlin und der Stacheldraht an der innerdeutschen Grenze von den Menschen in der DDR „ohne Gewalt“ beseitigt. Der Weg zur Einheit begann mit 70.000 Menschen vor der Nikolaikirche in Leipzig und endete, unter dem Jubel begeisterter Menschen aus Ost und West, am geöffneten Brandenburger Tor in Berlin. Es gibt viele Gründe, den mutigen Menschen von damals dankbar zu sein. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag, damit heute alle Bürger im wiedervereinten Deutschland in Freiheit leben. So können auch Deutsche aus Ost und West selbstverständlich ihren Urlaub auf Teneriffa verbringen .
Der Prozess der Wiedervereinigung ist nicht abgeschlossen. Das erkennen wir an verantwortlichen Politikern, die von der Mauer in den Köpfen der Menschen sprechen. Mancher Stammtisch fordert forsch den Wiederaufbau der Mauer. Im Osten und auch im Westen sprechen einige Menschen nostalgisch von der guten alten Zeit und übersehen Chancen des gemeinsamen Aufbruchs.
Die  Ursache für manche Missverständnisse liegt in den unterschiedlichen geschichtlichen Erlebnissen und persönlichen  Erfahrungen. Trotz gemeinsamer Sprache und Kultur ergeben sich Missverständnisse. So hat sich zum Beispiel eingebürgert, die  Ereignisse von Oktober 1989 bis zum Frühjahr 1990 als „Wende“ zu bezeichnen. Nur wenige wissen, dass sie mit dem Wort „Wende“ eine  Bezeichnung des  letzten Chefs der kommunistischen SED und Staatsratsvorsitzenden der DDR Egon Krenz übernehmen. Man sollte Krenz nicht auf den Leim gehen. Er forderte seine Genossen im November 1989 auf, die Wende einzuleiten, damit die Menschen auf der Straße der DDR nicht fortlaufen. Nach seiner „Wende“  sollte die SED – und Stasi – Herrschaft bestehen bleiben und der Staat bestenfalls reformiert werden.
Mit jedem mutigen  Schritt in der Öffentlichkeit, mit jeder friedlichen Demonstration wurde ein Prozess in Bewegung gesetzt, an dessen Ende die Wiedervereinigung stand. Die „bewaffneten Organe“ wie Polizei, Staatssicherheit, Armee und Kampfgruppen hatten im Herbst 89 die Waffen in der Hand, um die sich abzeichnende Entwicklung zu stoppen. Die Waffen wurden nicht eingesetzt, weil viele Menschen in den Kirchen für den Frieden beteten,  weil mutige Bürger mit Kerzen als Zeichen des Friedens auf den Straßen demonstrierten. Die SED – Herrschaft und die DDR - Wirtschaft waren in einem völlig desolaten Zustand. Die geplanten und geübten Befehlsketten     konnten nicht ausgelöst und eingesetzt werden. Die Menschen erlebten damals, wie aus persönlicher Betroffenheit der Mut zum öffentlichen Dialog mit den Inhabern der Macht wuchs. Daraus entwickelte sich der Wille zur Veränderung, der schließlich zur deutschen Wiedervereinigung geführt hat.
Wir laden zum Mitfeiern unseres Gottesdienstes, zum Diskutieren am Gemeindenachmittag und zum  Filmnachmittag ein.
Donnerstag, 14. Oktober, um 16.00 Uhr, Gemeindenachmittag: „Auf dem Weg zur friedlichen Revolution 1989“ – Pfarrer Weidel berichtet von seinen Erfahrungen am  9. September 1989  in Leipzig.
Sonntag, 17.Oktober, um 17.00 Uhr, Themengottesdienst: „Vertraut den neuen Wegen – ein Lied geht um die Welt“ - Lieder der Friedensgebete in der Nikolaikirche.
Donnerstag, 28. Oktober, um 16.00 Uhr, Filmeck: „Nikolaikirche“ – Film nach  einem Roman von Erich Loest.

Gotthard Weidel
Pfarrer i.R.
Ev Gemeinde Teneriffa Nord







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