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Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
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Deutsche Protestanten entdecken die Märtyrer des 20. Jh.

Gemeindeabend im Taoropark

Beim Besuch schöner Stadt- oder kleiner Dorfkirchen auf Teneriffa bewundern wir auf Haupt – und Nebenaltären sehr unterschiedlich gestaltete Heilige. Was für einen Katholiken selbstverständlich sein mag, ist für einen Protestanten ungewohnt.



11.11.2010 - Teneriffa - Schließlich hatte der Reformator Martin Luther mit seinem Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 an der Schlosskirche zu Wittenberg der ausufernden Heiligen- und Reliquienverehrung  sowie Ablasszahlungen eine historische Absage erteilt.
Heute ist nur wenigen Christen aller Konfessionen bekannt, dass im 20. Jahrhundert mehr Christen als Glaubenszeugen und Märtyrer ihr Leben verloren haben, als zu den vorhergehenden Zeiten. Das letzte Jahrhundert glänzte nicht allein mit wissenschaftlichen Entdeckungen und technischen Innovationen, sondern hatte eine oft unbeachtete Schattenseite. In diesem Jahrhundert sind weltweit die meisten Menschen aufgrund ihrer sozialen oder religiösen Herkunft in faschistischen oder stalinistischen Lagern, in chinesischen Umerziehungslagern oder in den Gefängnissen lateinamerikanischer Diktaturen ermordet worden. Um die vielen namenlosen Opfer aus der Vergessenheit zu holen und ihnen eine Stimme zu geben, wird an einige wenige Glaubenszeugen erinnert, ihr Leben zur Sprache gebracht und ihr Bild in unser Bewusstsein gerückt. 
Überraschenderweise liegt der Anstoß für den Themenabend in London. Der interessierte Tourist lässt bei einem Besuch der britischen Hauptstadt die alte, ehrwürdige und berühmte Westminster Abbey selten aus. In der Regel wird das Westportal als Eingang zu diesem Gotteshaus genutzt. Dieses ist, wie bei mittelalterlichen Kirchen üblich, mit Heiligen und Märtyrern geschmückt. Sie sollen ein Vorbild für die Besucher sein, die unter ihnen die Kirche betreten.
Zum Erstaunen des aufmerksamen Touristen stehen über dem Eingangsportal der Westminster Abbey auf einem steinernen Querriegel Skulpturen von Menschen des vergangenen Jahrhunderts. Es sind zehn Glaubenszeugen aus allen Kontinenten. Die anglikanische Kirche hat, unabhängig von Konfession, Hautfarbe, Geschlecht und Kontinent, eine beispielhafte Auswahl von Märtyrern getroffen, die ihr Leben wegen ihres Glaubens durch Gewalt oder Mord verloren haben.
„All Saints“ – Alle Heilige – heißt die anglikanische Kirche im Taoropark, in der die evangelischen Christen seit Jahrzehnten ihre Gottesdienste feiern.
 Auch wenn wir Protestanten keine Heiligen verehren,  so leben wir Christen gemeinsam in einer Zeit, in der, trotz konfessioneller Grenzen, die tiefen Wurzeln des gemeinsamen Glaubens entdeckt und gelebt werden müssen.

Wir laden ein:
Mittwoch, 10.11., 18.00 Uhr: Gemeindenachmittag im Gemeindehaus der anglikanischen Kirche: „Märtyrer des 20. Jahrhunderts“, Gotthard Weidel, Pfarrer i.R.
Donnerstag, 18.11., 16.00 Uhr: zum Filmeck mit „Die letzte Stufe“ – ein Film über Dietrich Bonhoeffer.
Sonntag, 21.11., 17.00 Uhr: zum Themengottesdienst über „Martin Luther King – Apostel der Gewaltlosigkeit“.

Gotthard Weidel
Pfarrer i. R.







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