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Fast zwei Millionen jugendliche Pilger aus 193 Ländern jubelten dem Papst zu

Weltjugendtag 2011 in Madrid

Der 26. Weltjugendtag – Jornada Mundial de la Juventud JMJ – fand mit schätzungsweise zwei Millionen Teilnehmern aus 193 Ländern vom 16. bis 21. August in Madrid statt. Bereits beim Abschluss der vorausgegangenen Ausgabe, die 2008 in Sydney stattfand, hatte Papst Benedikt die Jugend der Welt für 2011 nach Spanien eingeladen.



Fotogalerie© EFE
28.08.2011 - Spanien - Madrid - 1984 von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen, ist der offizielle Veranstaltungsort des Weltjugendtages der Vatikan. Doch alle zwei bis drei Jahre trifft sich die katholische Jugend der Welt an einem bedeutenden Ort mit dem Heiligen Vater. Bei der Eröffnungszeremonie 1984 in Rom übergab Papst Johannes Paul II. den Jugendlichen ein 3,80 Meter hohes Holzkreuz. Es wurde für sie ein Symbol für den Auftrag, die Liebe Jesu zu den Menschen zu bringen.
1989 fand der Weltjugendtag zum ersten Mal in Spanien statt und zwar in Santiago de Compostela. Rund eine halbe Million Besucher wurden verzeichnet. Dort erhielt das Programm der Veranstaltung seine definitive Struktur – Katechese, Gebet und Eucharistie.
Den Teilnehmerrekord hält nach wie vor Manila, wo 1995 fünf Millionen Besucher zusammenkamen. 1997 in Paris nahm der Weltjugendtag zum ersten Mal den Charakter eines Festivals an, mit einem dreitägigen Programm und einer großen Schlussveranstaltung. Zur Jahrtausendwende trafen sich zwei Millionen katholische Jugendliche erneut in Rom und das erste Treffen mit dem neuen Papst Benedikt XVI. fand 2005 mit mehr als zwei Millionen Teilnehmern in Köln statt.
Am Abend des 16. August wurde bei der Madrider Plaza de Cibeles feierlich der 24. Weltjugendtag der Katholischen Kirche erröffnet, der unter dem Leitmotiv „In Ihm verwurzelt und auf Ihn gegründet, fest im Glauben“ stand. Der Gottesdienst wurde vom Erzbischof von Madrid und Präsident der Bischofskonferenz, Antonio María Rouco Varela, und zahlreichen Bischöfen und Priestern vor mehreren Hunderttausend Gläubigen zelebriert.
Für den 17. August, dem Abend vor der Ankunft des Papstes, hatten rund 140 Organisationen zu einem Protestmarsch aufgerufen, mit dem sie gegen die enormen Kosten für die Veranstaltung des JMJ protestierten, angesichts der schwierigen Finanzlage und großen Arbeitslosigkeit im Lande. „Von meinen Steuern keinen Cent für den Papst“, lautete ihr Motto. (Das Wochenblatt berichtete). Nach tagelangen Diskussionen war von den Behörden schließlich die Erlaubnis erteilt worden, dass der Protestmarsch auch die zentrale Puerta de Sol passieren durfte. So waren Zusammenstöße zwischen Protestlern und Pilgern praktisch vorprogrammiert. Ein starkes Polizeiaufgebot konnte nur mit Mühe die Ordnung wieder herstellen. Elf Verletzte und acht Verhaftungen lautete schließlich die Bilanz.
Am Vormittag des 18. August wurde Papst Benedikt vom spanischen Königspaar, Präsident Zapatero sowie zahlreichen kirchlichen Würdenträgern auf dem Flughafen empfangen. Schon auf seiner Fahrt in die Stadt jubelten ihm Hunderttausende am Straßenrand zu.
Trotz seiner 84 Jahre hatte der Papst ein minutiös ausgearbeitetes Programm der Superlative zu absolvieren. Treffen mit Kirchenvertretern, Seminaristen und Ordensschwestern aus aller Welt, Empfang bei der versammelten Königsfamilie, Gespräche mit Präsident Zapatero und Oppositionsführer Rajoy und immer wieder Gottesdienste mit der Jugend der Welt standen auf seinem Programm. Zu seinen Ehren hatten sich die Veranstalter etwas ganz Besonderes ausgedacht: Eine Karfreitagsprozession mitten im August. Aus den verschiedenen spanischen Provinzen hatte man die bekanntesten historischen Altarbilder, welche die siebzehn Kreuzwegstationen Christi darstellen, nach Madrid gebracht.
Die Gebetswache am Abend vor dem großen Abschlussgottesdienst auf dem alten Madrider Flugfeld Cuatro Vientos war ohne Zweifel die eindrucksvollste Massenveranstaltung dieses Papstbesuches. Hunderttausende hatten den ganzen Tag bei Temperaturen um die vierzig Grad ausgeharrt. Löschfahrzeuge versprühten immer wieder Wasser über die Menschenmenge. Trotzdem mussten weit über achthundert Personen, meist wegen Hitzschlags oder Dehydration, behandelt werden. Ein plötzlich auftretendes heftiges Gewitter mit schweren Windböen brachte ein Zelt zum Einsturz und die Feuerwehr musste die große Altarkonstruktion stützen und Papst Benedikt seine Ansprache abbrechen und vor dem Regen geschützt werden, bis das Gewitter vorüber war. Die jungen Leute schliefen unter freiem Himmel in Erwartung des großen Abschlussgottesdienstes am Sonntagmorgen mit mehr als einer Million Gläubigen. „Wie Woodstock auf Katholisch“ titelte eine deutsche Zeitung ihren Bericht dann auch etwas flapsig.
Wie erwartet, hat der Papst sich wiederholt gegen Abtreibung und Sterbehilfe ausgesprochen, die Seminaristen wies er auf die Wichtigkeit des Zölibats hin und die jungen Pilger auf die Bedeutung der Ehe. Erzbischof Rouco Varela hatte seinerseits den Wunsch ausgesprochen, dass aus diesem Weltjugendtag der Katholischen Kirche fünfhunderttausend neue Ehen hervorgehen mögen.
Beim Abschied kündigte Papst Benedikt XVI. an, dass das nächste Treffen 2013 im brasilianischen Rio de Janeiro stattfinden wird. Mit 180 Millionen Katholiken ist Brasilien die wichtigste Bastion des Vatikans in Südamerika.




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