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Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
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„Fiestas de Mayo“ und „Día de la Cruz“

Feuerwerk in XXL

Im Mai feiert Santa Cruz de Tenerife die Stadtgründung vor 519 Jahren. Rund um den Festtag, den 3. Mai, reiht sich ein vielseitiges Rahmenprogramm mit viel Folklore, Musik und zur Jahreszeit passend der beliebten Gartenschau im Stadtpark García Sanabria. Die „Exposición de Flores y Plantas“ wird am 30. April eröffnet und kann bis 5. Mai täglich besucht werden. Ebenso wie in Santa Cruz ist der 3. Mai auch in anderen Städten, deren Name das Wort Cruz enthält, ein Feiertag. Kunstvoll mit Blumen geschmückte Kreuze sind an diesem Tag in vielen Orten zu bewundern.



Fotogalerie© Ayto. Realejos
28.04.2013 - Teneriffa - Eine große Bedeutung kommt dem „Día de la Cruz“ auch in Los Realejos zu. Hier können tagsüber ebenfalls die mit üppigem Blumenschmuck verzierten Kreuze besichtigt werden. Abends liefern sich die Straßen Calle del Sol und Calle del Medio ihre alljährliche Feuerwerksschlacht, die über mehrere Stunden bunte Explosionen an den Himmel zaubert.  

Los Realejos feiert Anfang Mai den „Día de la Cruz“, zu dem das Schmücken der Kirchen, Kapellen und Kreuze mit Blumen und das Feuerwerk gehören. Am Abend des 3. Mai findet hier alljährlich eines der größten und berühmtes­ten Feuerwerke der Inseln – und sicherlich das längste – statt. Zwei Straßen, die Calle del Sol und die Calle del Medio, wetteifern jedes Jahr um das prächtigste Feuerwerk und die am schönsten geschmückten Kapellen und Kreuze. Das explosive Schauspiel am Nachthimmel kann mehrere Stunden dauern.
Der Wettkampf zwischen den beiden Straßen hat eine lange Geschichte. Der Konkurrenzkampf hat wohl seine Wurzeln in der unterschiedlichen Herkunft und sozialen Schichtung der Bürger jener Straßen. In der Calle del Medio lebten einst die wohlhabenden Grundbesitzer und Landherren, weshalb diese Straße auch als „Calle de los Marqueses“ bekannt war, während die Bauern und einfachen Landarbeiter in der Calle del Sol wohnten.
Die große soziale Kluft führte zu der Rivalität, die jedes Jahr in dem Feuerwerk-Wettstreit ausgelebt wurde. Die Prozession des Heiligen Kreuzes, sprich der religiöse Ursprung der „Fiesta de la Cruz“, diente mit den Jahren nur noch als Vorwand, um diese „Schlacht“ zu veranstalten. In manchen Jahren soll es regelrechte Kriegserklärungen und Ausschreitungen gegeben haben. Heute wird das Feuerwerk aus Tradition veranstaltet, und der Konkurrenzkampf ist längst keine ernste Sache mehr.

Über 300 geschmückte Kreuze

Die Tradition der Verehrung des Heiligen Kreuzes in Los Realejos hat ihre Wurzeln in der Errichtung eines Kreuzes an der Stelle, an der die Kirche des Apostels Santiago (erste christliche Kirche auf Teneriffa) gebaut werden sollte. Gleichzeitig begann der Bau des Franziskanerkonvents Santa Lucía Anfang des 17. Jahrhunderts, wonach Kreuze auch in Randgebieten der Stadt aufgestellt wurden.
Im 19. Jahrhundert nahmen die christlichen Feste zu, und es wurden Kreuze mit Blumen und Feldfrüchten geschmückt, bis schließlich der 3. Mai in der Gemeinde offiziell zum Feiertag erklärt wurde.
Heute können in Los Realejos jedes Jahr an diesem Tag über 300 geschmückte Kreuze – in Kirchen und Kapellen, an Straßenkreuzungen, in engen Gassen, an Aussichtspunkten, in Innenhöfen, Gärten und Privathäusern – bewundert werden.
Wieviel Geld jedes Jahr für den üppigen Blumenschmuck der Kreuze und vor allem für das riesige Feuerwerk ausgegeben wird, ist ein großes Geheimnis. Die Anwohner der Straßen Calle del Sol und Calle del Medio fangen schon Monate vorher mit dem Sammeln kleiner und großer Spendenbeträge an.

Feiertag in Gemeinden mit dem Namen „Cruz“

Der 3. Mai ist in allen Gemeinden, die das Wort „Cruz“ in ihrem Namen tragen, ein Feiertag. Auch in Puerto de la Cruz, wo ebenfalls üppig und kunstvoll mit Blumen geschmückte Kreuze zu bewundern sind.






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