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Pyramidenpark von Güímar feiert das Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen

Zum 100. Geburtstag von Thor Heyerdahl

Am 6. Oktober 2014 würde Thor Heyerdahl seinen 100. Geburtstag feiern. Das Völkerkundemuseum Pirámides de Güímar widmet aus diesem Anlass das Jahr 2014 dem berühmten norwegischen Anthropologen und Abenteurer und lädt zu verschiedenen Veranstaltungen ein.



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23.03.2014 - Teneriffa - Am 11. April beginnt die Thor Heyerdahl-Jubiläumsreihe mit einem Vortrag im Centro Cultural in Los Cristianos. Freunde und Angehörige Heyerdahls werden an diesem Tag über die private und menschliche Seite Heyerdahls referieren, die weniger bekannt ist als sein wissenschaftliches Erbe. Der Eintritt ist frei, es wird allerdings um Anmeldung unter Tel. 922 514 510 gebeten.
Im Mai wird ein Schüleraustausch über die norwegische Kirche in Los Cristianos und das norwegische Konsulat stattfinden, und im Juni ist anlässlich des „Tages des Meeres“ eine Reihe von Vorträgen angekündigt. Weitere Jubiläumsveranstaltungen sind eine Lesung aus dem Buch „Kon-Tiki“ von Thor Heyerdahl, in dem er seine erste große Expedition über den Pazifik auf einem Floß schildert, und die Projektion des gleichnamigen Dokumentarfilms. Ein Malwettbewerb unter den Kindern der Schulen, die den Pyramidenpark besuchen, läuft bereits und soll im Juni entschieden werden.

Ein abenteuerliches Leben

Geboren in Larvik/Norwegen (1914) zählt Thor Heyerdahl zu den großen Forschern des 20. Jahrhunderts. Als Begründer der Theorie über die Abstammung der ersten Einwohner Polynesiens von den südamerikanischen Indios durch seine Expedition zu den Marquesas-Inseln (Französisch-Polynesien) erlangte er Weltruhm. Anschließend richtete er sein ganzes Interesse auf die Anthropologie und die menschlichen Migrationsrouten und spezialisierte sich auf primitive Wasserfahrzeuge und die frühe Schifffahrt.
1947 segelte Heyerdahl auf dem Floß Kon-Tiki von Peru nach Polynesien. Die 8.000 Kilometer lange Fahrt dauerte 101 Tage. Damit suchte der leidenschaftliche Forscher zu beweisen, dass die präinkaischen Indios an der Küste Südamerikas die ersten Menschen gewesen sein könnten, die diese Inseln des östlichen Pazifik mit einfachen Wasserfahrzeugen erreicht und besiedelt haben.
Der Kinofilm „Kon-Tiki“, der von Heyerdahls legendärer Pazifiküberquerung handelt, wurde 2013 für einen Oscar nominiert.
1969 und 1970 segelte Thor Heyerdahl von Marokko aus in Richtung Westen, und nach einem zweiten Versuch gelang es ihm, mit dem Papyrusboot Ra II nach 57 Tagen auf dem Meer die Insel Barbados in Amerika zu erreichen.
Mit seinen Expeditionen bewies Heyerdahl, dass es möglich war, sowohl den Atlantik als auch den Pazifik auch zur Zeit der ältesten bekannten Wasserfahrzeuge zu überqueren. Später, 1977, ging er in den Irak, um eine Nachbildung eines alten sumerischen Wasserfahrzeuges zu bauen. Mit zehn Männern aus verschiedenen Ländern unterschiedlicher politischer und religiöser Richtungen segelte er auf der „Tigris“ den gleichnamigen Fluss entlang auf den Persischen Golf und Pakistan zu. Anschließend überquerte er den Indischen Ozean und kam in Djibouti in Afrika bei der Mündung des Roten Meeres an. Ziel dieser Expedition war es, zu beweisen, dass die Gründer der Zivilisation in Mesopotamien, im Indus-Tal und im Nil-Tal, bereits in prähistorischen Zeiten Seeverbindungen gehabt haben könnten.

Die Liebe zu Güímar und den Pyramiden

Als erster Wissenschaftler erkannte Heyerdahl Ende 1990 die Bedeutung der Pyramiden von Chacona in Güímar. Er hatte von den sonderbaren „Steinhaufen“ aus prähispanischer Zeit auf Teneriffa gehört und widmete sich eingehend deren Studie. Unterstützt durch die norwegische Reederei Fred.Olsen (Gründer Fred Olsen war ein Jugendfreund von Heyerdahl) begann er die Planung eines Museums rund um die Pyramiden, das 1997 eröffnet wurde. Heute ist der „Parque Etnográfico Pirámides de Güímar“ ein interessantes Ausflugsziel, das jedes Jahr große Besucherzahlen verzeichnet.
Durch archäologische Ausgrabungen der Universität La Laguna konnte die Entstehungszeit der Pyramiden eindeutig in das 19. Jahrhundert datiert werden.
Thor Heyerdahl war der Überzeugung, dass es sich bei den Pyramiden tatsächlich um religiöse Bauten aus der vorspanischen Zeit handelt und nicht um willkürlich angeordnete Steinhaufen. „In einer vulkanischen Höhle von circa 8 Metern Länge und bis zu 3 Metern Breite unter der Hauptpyramide wurden Keramikstücke, Splitter von Tierknochen sowie Reste von Obsidian gefunden, was darauf hindeutet, daß Guanchen in der Höhle gelebt haben können“, erklärte 1999 ein Archäologe des Forschungsteams von Heyerdahl.
1992 verlegte der Forscher seinen Wohnsitz nach Güímar. Am 27. Juni 2001 nahm Heyerdahl im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung persönlich den Ehrenbürgertitel in Empfang. Er bezeichnete in seiner damaligen Rede die Stadt, in der er mit seiner dritten Frau Jacqueline Beer lebte, wegen der Klimabedingungen, der Landschaft und der Menschen als besten Ort auf der Erde zum Leben und Arbeiten.
Die Stadt Güímar verhängte nach seinem Tod am 18. April 2002 drei offizielle Trauertage, um ihres berühmten Ehrenbürgers zu gedenken.

Weitere Infos zu den Veranstaltungen anlässlich des 100. Geburtstags von Thor Heyerdahl gibt es unter Tel. 922 514 510 oder im Internet auf www.piramidesdeguimar.es






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