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Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
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Die Stadt gedenkt im Juli dem Vulkanausbruch von 1706 mit einem großen Fest, das nur alle fünf Jahre gefeiert wird

Vulkanausbruch in Garachico

„Fiestas Lustrales“ nennt sich das Fest, das in Garachico vom 23. Juli bis 2. August gefeiert wird. Ein Lustro ist ein Jahrfünft, und wie der Name sagt, findet dieses Fest nur alle fünf Jahre statt.



15.07.2015 - Teneriffa -
Seit Monaten schon sind viele Einwohner Garachicos mit den aufwendigen Vorbereitungen beschäftigt, denn die „Fiestas Lustrales del Cristo de la Misericordia“ haben drei Hauptzutaten: Das Feuerwerk, die Festwagenparade und die Dekoration der Gebäude und Straßen. Für Letzteres werden von fleißigen Händen Tausende von Blumen aus Papier angefertigt, die dann zu dekorativen Kunstwerken geformt werden – der Festschmuck für öffentliche und private Gebäude, Straßen und Plätze. Auch die aufwendig gestalteten bis ins letzte Detail fantasievoll dekorierten Festwagen, werden mit diesen Papierblumen sowie mit Elementen aus Pappe, Holz und Styropor ausgestattet. 
Die Dekoration der Straßen, Plätze und Gebäude wird am Samstag, dem 25. Juli um 18.00 Uhr im Rahmen eines Festumzugs mit Fantasiegeschöpfen und Musik präsentiert.
Am 31. Juli um 22.00 Uhr findet auf der Glorieta de San Francisco ein Foklorefestival statt.
Das große Festwochenende der „Fiestas Lustrales“ ist am 1. und 2. August. Am Samstag, dem 1. August um 22.00 Uhr sowie am Sonntag, dem 2. August um 18.00 Uhr werden die sechs Festwagen – die „carrozas alegóricas“ durch die Stadt fahren. Sonntagnacht gegen 22.00 Uhr findet ein Feuerwerksspektakel statt, das an den Vulkanausbruch erinnert, der im Jahr 1706 Teile der Stadt und den Hafen von Garachico verschüttete.
„Der Vulkan brach in den frühen Morgenstunden aus. Zwei Meilen von Garachicos Bergkette entfernt ergoss sich aus der Montaña de Trevejo ein ungeheurer Lavastrom, der zu­nächst das Dörf­­chen El Tan­que und dann die angrenzenden Felder und die Kirche verschluckte (...) Das Entsetzen der Menschen wuchs, als sich nach Stunden der Panik und Unsicherheit gegen neun Uhr abends sieben Lavaflüsse auf das Gebiet zwischen Barranco Hondo und San Nicolás ergossen. Der westlichste Lavastrom begrub schließlich den Hafen unter sich“, heißt es in einer Chronik.
Am 2. August wird ein Feuerwerk den steilen Hang „Acantilado de La Culata“ hinter der Stadt hinunter an die glühende Lava aus den Adern des Vulkans erinnern, die damals den Hafen auslöschte. Feuerbälle aus Säcken mit Pinienzapfen, getränkt mit Benzin, rollen dann den Abhang hinunter, und überall in der Bucht brennt es. Wer dieses Feuerwerksspektakel miterlebt, kann wohl tatsächlich nachempfinden, was damals,  am 5. Mai 1706 geschah. Diese gigantische pyrotechnische  Show ist in ihrer Art auf dem Archipel einzigartig. Die Tradition geht angeblich bis ins 17. Jahrhundert zurück.






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