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Heinz-Josef Delissen mit aktuellem neuen Lyrikprogramm

Exilgedichte – Gesänge der Verbannten





24.02.2016 - Teneriffa -
Eigentlich wollte Delissen im neunten Jahr seiner Bühnenpräsenz auf Teneriffa und in seinen wechselnden Wohnorten in Deutschland einmal eine Pause machen. Sich einfach mal ein Sabbatjahr gönnen. Um dann in der nächsten Saison zum Zehnjährigen einen Höhepunkt seiner Rezitationsreihe „Lyrik und Klassik“ zu präsentieren: „Goethe – sein Leben in Liedern und Balladen“. Mit der Zwischenmusik aus Beethovens Streichquartetten.
Aber es kam anders. Ganz anders. Nach dem Tod des großen Kölner Germanisten Walter Hinck stieß Delissen in den zahlreichen Nachrufen auf diesen einzigartigen Lyrik-Kenner  – neben dem Kölner Karl-Otto Conrady  – mehrfach auf eines der Hinck´schen Standardwerke „Gesang der Verbannten“. Wie das doch in unsere Zeit passte! Millionenfach fliehen die Menschen in die Wohlstandsländer Europas vor Krieg, Unterdrückung, Elend und Hunger.  Vielleicht doch besser ein Zeichen hier in unserem Rentner-Wohlstands-Paradies setzen? Ein bescheidenes Zeichen der Solidarität? Also doch noch eine Lyrikreihe schreiben? Und so kam es. Kurzerhand das Buch gekauft und studiert. Und noch mehr dazu. Die Reihe nahm Gestalt an.
Für Heine und Brecht, die beiden ganz Großen der deutschen Exilliteratur, ließ sich Hinck wunderbar nutzen. Aber Delissen  wollte auch an unsere Zeit heran. Was lag da näher als Mascha Kaléko? Auch sie vertrieben von den braunen Jahrhundertverbrechern. Ihre Exilgedichte stellten sich als ein wahrer Schatz von tiefen, authentischen Eindrücken  heraus. Und wie wäre es mit Stimmen von mittlerweile in Deutschland ansässigen Lyrikern mit Migrationshintergrund? Auch hierzu fanden sich im Netz und diversen Buchveröffentlichungen Beispiele bewegender Emotionen. Bis hin zu Yahya Hassan, der als Kind palästinensischer Emigranten in Dänemark 2013 mit 21 Jahren Furore machte mit seinem Buch „Gedichte“. Thomas Steinfeld schrieb damals in der „Süddeutschen“:  „Es ist,  als ob Dänemark auf einen solchen Schriftsteller gewartet hätte.“
Sichten, kürzen, umstellen, nochmal sichten. Dann standen die Texte. Aber woher nun die Zwischenmusik nehmen?
Aus Delissens Ahnung wurde bald Gewissheit: Bei Wolfgang Erich Korngold  war er schon einmal fündig geworden mit Motiven aus dessen Streichquartetten für die Lyrik-Reihe „Große kleine Helden“. Korngold ja selber Emigrant  seit 1938.  Also diesmal dessen Klavierwerk durchstudieren und die Frage klären: Was passt am besten zu welchem Gedicht? 
Und am Ende klappte es auch diesmal . 18 Motive, 20 Minuten Klaviermusik passend zu insgesamt 30 Gedichten vom Alten Testament Psalm 137, das Jahr 587 v. Ch. erinnernd bis zum Palästinenserjungen Yahya Hassan von 2013.
Dem besonderen Anlass und Charakter dieser Veranstaltung entsprechend legt Delissen diesmal Wert auf eine sehr deutliche Feststellung: „Dass meine gesellschaftspolitische Haltung in „Lyrik und Klassik“ nie beliebig war, konnte eigentlich jeder Zuhörer merken. Diesmal aber möchte ich ausdrücklich niemanden in meinem Vortrag sehen, der mit AfD oder PEGIDA in der Flüchtlingsfrage gemein fühlt oder sympathisiert.“
„Exilgedichte – Gesänge der Verbannten“ findet statt:
Am 17. März um 19.00 Uhr im Haus Michael der deutschsprachigen Katholischen Touristen- und Residentengemeinde an der Carretera General Las Arenas (gegenüber dem Hotel „Parque San Antonio“) in Puerto de la Cruz. Eintrittsspende 10 Euro.
Tickets gibt es im Haus Michael sowie in der Kapelle San Telmo zu den dortigen Öffnungszeiten und nach den Gottesdiensten. Die Platzzahl ist begrenzt.
Am 19. März um 19.00 Uhr in Porís de Abona im „Espacio Cultural de Vinos de Abona“, links am Ortseingang von Porís direkt an der Hauptstraße (100 m oberhalb der Guardia Civil). Eintrittsspende 10 Euro. Öffnung ab 18.00 Uhr.
Der Reinerlös beider Veranstaltungen geht diesmal an die von Diakon Bertram Bolz und seiner Frau Andrea tatkräftigst unterstützte Flüchtlingshilfe in ihrer neuen Heimatgemeinde Calw im schwäbischen Schwarzwald.





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