Infos f�r Urlauber
Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Verschiedenes > Teneriffa anno dazumal

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
  Musik
  Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
»Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  E-PAPER
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner-Webs
  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz

Chirche dreht die Zeit zurück

Teneriffa anno dazumal

Die Ortschaft Chirche bei Guía de Isora hat sich eine Ursprünglichkeit erhalten, die man auf den Kanaren meist vergeblich sucht. Deshalb wurde ihr gut erhaltener Ortskern auch zum Kulturgut erklärt.



Am 10. Juli ist in Chirche alles so, wie es einmal war. Besucher können erleben, wie früher auf dem Land gearbeitet wurde, wie Brot gebacken und Ziegen gemolken werden, und beim traditionellen Dorffest mit Tanz mitfeiern.
Fotogalerie© Jesús Mora / Ayto. Guía de Isora
Am 10. Juli ist in Chirche alles so, wie es einmal war. Besucher können erleben, wie früher auf dem Land gearbeitet wurde, wie Brot gebacken und Ziegen gemolken werden, und beim traditionellen Dorffest mit Tanz mitfeiern.
06.07.2016 - Teneriffa - Jedes Jahr im Juli findet hier ein besonderes Fest statt. Zum „Día de las Tradiciones“ kehren das Dorf und seine Bewohner in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück und inszenieren das Dorfleben zu dieser Zeit.

In der heutigen Zeit ist die Suche nach dem „ursprünglichen“ Teneriffa und dem Dorfleben auf der Insel meist vergeblich. Vereinzelte Fischerorte und Bergdörfer vermitteln noch einen Eindruck vom Leben hier vor Einzug der Moderne, doch diese Orte werden immer seltener.
Der Wandel hat sich großflächig vollzogen – vom Baustil über den Ausbau der Infrastrukturen, die Modernisierung der Landwirtschaftsmethoden bis hin zur Bereicherung der Gastronomie und der Kultur. Selbst in kleinen Ortschaften ist meist nicht mehr viel übrig von dem, was früher das dörfliche Leben auf der Insel prägte.
Die Entwicklung der Inseln in den letzten Jahrzehnten ist erstaunlich. Wer sie miterlebt hat, weiß, wie groß der Unterschied der heutigen Gesellschaft und ihrer Lebensgewohnheiten zum früheren, meist bäuerlichen Alltag ist. Einzig nahezu unverändert geblieben sind viele Dorffeste und religiös geprägtes Brauchtum. 


Zeitreise in die 50er

Im 200-Seelen-Ort Chirche bei Guía de Isora inszenieren die Einwohner seit Jahren jeden Sommer eine kurzzeitige Rückkehr in die Vergangenheit und zeigen, wie es sich auf Teneriffa in den Fünfzigerjahren so lebte. Am Sonntag, dem 10. Juli drehen die Dorfbewohner die Zeit zurück und laden zum „Día de las Tradiciones“ ein. Wer gerne einmal in Nostalgie schwelgen möchte, ist an diesem Wochenende in Chirche richtig.
Das Landleben von einst erlebt in diesem pittoresken Ort eine kurzzeitige Renaissance. Das ganze Dorf wird einbezogen, und die Bewohner stellen das Dorfleben vor einem halben Jahrhundert dar. Geschichts­trächtige Häuser und Innenhöfe werden für Besucher geöffnet. Ab 10.00 Uhr können Besucher Teneriffas Dorfleben bzw. Chirche anno dazumal erleben. Jeder Winkel des Ortes verwandelt sich an diesem Tag. Ziegen werden gemolken, Brotteig in Handarbeit hergestellt und im Holzbackofen gebacken, Fischverkäuferinnen gehen mit ihren Körben mit fangfrischem Fisch durch die Straßen, Wäsche wird im öffentlichen Waschtrog gewaschen, die Guardia Civil patrouilliert in alten Uniformen durch den Ort, es wird Getreide gedroschen und Kaffee geröstet, die Handarbeit der Näherinnen und Stickerinnen gezeigt und die Herstellung des in der Inselgastronomie typischen Getreidemehls Gofio. Wer eine Erinnerung an die Vergangenheit mit nach Hause nehmen möchte, kann in verschiedenen Läden und Häusern Produkte wie Liköre, Honig, inseltypische gefüllte Pasteten, Obst und handgefertigte Körbe erwerben.
Um 14.00 Uhr beginnt der fröhlichste Teil des Festes mit der Inszenierung einer Hochzeit und eines „Dorftanzes wie früher“ auf der Plaza.

Ein „echtes“ kanarisches Dorf

Archäologische Hinweise lassen den Ursprung der Ortschaft Chirche in der Zeit der Ureinwohner, der Guanchen, vermuten. Die jüngere Geschichte dieses Ortes als Dorf geht aber auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück. In den Anfängen lebten die Bewohner vorwiegend von der Viehzucht und Trockenkulturen. Sie nutzten so die natürlichen Ressourcen, die ihnen das Land von den Höhenlagen bis zur Küste bot. 
Die Häuser im kanarischen Baustil wurden zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert errichtet.
Der Ort wurde wegen der gut erhaltenen Häuser und seines völkerkundlichen Wertes durch ebenso gut erhaltene Öfen, Tennen und Zisternen in der nahen Umgebung bereits 2008 zum Kulturgut erklärt. 
Chirche liegt nur gute fünf Minuten von Guía de Isora entfernt in etwa 800 Metern Höhe. Am 10. Juli wird von der Ortsmitte Guía de Isora zwischen 10.00 und 15.30 Uhr ein Pendelbus nach Chirche eingerichtet, der im 30-Minuten-Takt gegenüber der Polizeiwache der Guardia Civil abfährt. Da die Parkmöglichkeiten in Chirche äußerst begrenzt sind, wird die Nutzung dieses Transportservices nahegelegt.






Leserbrief zu Artikel Teneriffa anno dazumal schreiben


Wochenblatt-Leser helfen.

  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias