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Ausgabe: Nr. 276 (7/2017) vom 5. - 25. April 2017
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„Lichtblicke“ der deutschen Seelsorger auf Teneriffa – diesmal von Pfarrer Roland Herrig, Evangelische Gemeinde Teneriffa Süd

Sorge dich nicht!

„Sorge dich nicht – lebe!“ – So hieß vor vielen Jahren mal ein Bestseller, der vor noch viel mehr Jahren in Amerika geschrieben worden war.



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07.09.2016 - Teneriffa -
Ein Bestseller war das wohl deshalb, weil er eine Ursehnsucht ansprach, die in jedem Menschen ist: die Sehnsucht nach einem sorglosen Leben.
Wer wünscht sich das nicht: Genug Geld auf der hohen Kante? Gesundheit bis ins hohe Alter? Arbeit bis zur Rente, aber nicht zu viel, und Spaß machen soll sie auch noch? Harmonische Beziehungen? Wohlgeratene und erfolgreiche Kinder? Sicherheit vor Krieg, Terror, Kriminalität und Unfällen? – So könnten wir sorglos leben.
Tatsache ist: Das alles zusammen gibt es niemals und nirgends. Je älter wir werden, um so unsicherer wird unsere persönliche Zukunft. Wie lange wird’s mir noch so gut gehen, gesundheitlich und finanziell? Und je länger wir den Lauf der Welt beobachten, um so unsicherer erscheinen uns Frieden, Wohlstand, Sicherheit und Freiheit, an die wir uns in den letzten Jahrzehnten gewöhnt hatten. Wo in Europa oder Amerika, in Russland oder im Nahen Osten erkennen wir noch Entwicklungen, die Anlass zur Hoffnung geben und nicht zur Sorge?
Sorge gehört zum Menschsein einfach dazu. Weil wir wissen, dass es ein Morgen gibt, aber nicht wissen, was morgen sein wird, darum sorgen wir uns heute um morgen. Tiere und Pflanzen sorgen sich nicht. Selbst ein Hamster, der Vorräte für den Winter hortet, tut das nicht aus Sorge, sondern aus Instinkt. Er liegt nicht halbe Nächte wach und grübelt über die Zukunft: Er sammelt einfach Nahrung für morgen, weil es so in seinen Genen ist. Beim Menschen ist es umgekehrt: Er kann alles haben, was er morgen braucht und trotzdem treibt ihn die Sorge um, was alles passieren und schiefgehen könnte.
Wir Menschen sind keine Hamster, auch keine Vögel unter dem Himmel oder Lilien auf dem Feld. Wir haben Verantwortung für morgen. Wir müssen unsere Zukunft gestalten, Sorge tragen für das, was wird: mit uns und mit den anderen. Vor-Sorge und Für-Sorge sind berechtigte Sorgen.
Auf der anderen Seite können uns die Sorgen um morgen das Leben im Heute vermiesen. Ich habe alles, was ich brauche, ich bin gesund, die Sonne scheint, meine Ehe ist intakt, den Kindern geht es gut: Ich könnte das Leben heute genießen – wenn da nicht meine Sorgen darum wären, was morgen schon alles schiefgehen könnte. „Sorge dich nicht – lebe!“ – das ist die Aufforderung, sich von den Sorgen um  das Morgen das Leben im Heute nicht kaputt machen zu lassen.
„Sorge dich nicht – lebe!“ – Eigentlich stammt dieses Motto aus der Bibel, aus der Bergpredigt, von Jesus. „Sorgt euch nicht um morgen“, sagt Jesus. „Sorgt euch nicht um Nahrung und Kleidung. Sorgt euch nicht um die Dinge, die ihr heute habt und morgen braucht.“ Begründung: „Euer himmlischer Vater sorgt für euch.“ 
Mit anderen Worten: Das meiste, was die Zukunft bringen wird, könnt ihr nicht ändern und nicht beeinflussen, indem ihr euch darum sorgt. Darum überlasst die Sorge doch Gott; er sorgt für euch!
An einer anderen Bibelstelle heißt es: Alle eure Sorgen werft auf ihn; denn er sorgt für euch!
Wenn mich Sorgen und Unruhe befallen, weil ich nicht weiß, was die Zukunft bringen wird, dann hilft es mir, an diese Worte zu denken und meine Sorgen betend ihm zu überlassen, der auch die Zukunft in der Hand hält – und mich und mein Leben sowieso.

Ihr
Pfarrer Roland Herrig
Evangelische Gemeinde
Teneriffa Süd






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