Infos f�r Urlauber
Ausgabe: Nr. 274 (5/2017) vom 8. - 21. März 2017
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Kanarische Inseln > Nachrichten > Verschiedenes > Seit zwei Jahren Sonntagsgottesdienst in Palm-Mar

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
  Musik
  Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
»Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  E-PAPER
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner-Webs
  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz

Obwohl es keine Kirche gibt...

Seit zwei Jahren Sonntagsgottesdienst in Palm-Mar

In Palm-Mar, einem bislang noch kleinen Ort nahe Los Christianos, gibt es weder eine Kirche, noch eine Bushaltestelle. Aber seit zwei Jahren sind die Christen stolz darauf, einen eigenen Gottesdienst zu haben.



07.12.2005 - Teneriffa - Zu diesem reist Don Juan Carlos, der Pfarrer, eigens an. In Jeans, die Gitarre über der Schulter, das Köfferchen mit den Utensilien für die Hl. Messe in der Hand, fröhlich in die Runde grüßend, so hüpft er aus seinem Auto und eilt in das Restaurant „“Rancho“. Dort, in einem Nebenzimmer ist gerade eine Helferin dabei, ein Altartuch über einen Tisch zu breiten und die Kerzen zu entzünden. Don Carlos legt sein Messgewand an, begrüßt Neulinge, übt noch schnell ein neues Lied ein. Seine Christen setzen sich zusammen aus verschiedenen Ländern, sprechen also auch verschiedene Sprachen. Das macht vor allem die Predigt etwas problematisch. Unwillkürlich fällt einem da die Episode ein: „Über was hat der Pfarrer denn heute gepredigt?“ „Über die Sünde“. „Und was sagte er da?“ „Er war dagegen“. Nun, Don Carlos hat das Problem erkannt. Er predigt in einfachen, deutlichen Worten und somit also leicht verständlich. Da wir Deutsche (zwei Personen) die größten Sprachschwierigkeiten hatten und lediglich ein „Amen“ beitragen konnten (und das noch mit falscher Betonung), verteilte Don Carlos eines sonntags spanisch gedruckte Messtexte.
Wir übten sie heimlich zu Hause, und nun geht es schon ganz gut. Seit er glaubt, dass ich nicht mehr die „Pecados“ mit den „Pescados“ verwechsele, darf ich während der Messe auch vorbeten, was mich mit großem Stolz erfüllt. „Wir sind hier wie eine Familie“, meinte Don Carlos. Dies scheint sich zu bestätigen insbesondere beim Friedensgruß. Hier wuseln alle durcheinander, weil jeder jedem nicht nur die Hand reichen, sondern auch ein Friedensküsschen geben möchte. Don Carlos freut sich über die Anwesenheit eines Jeden, besonders eines Neulings. Und wenn er vor einiger Zeit freudig verkündete: „Wir sind heute zwölf Personen, mit mir dreizehn, wie beim „Letzten Abendmahl“, so eilte er am zweiten Jahrestag seiner Palm-Mar-Messe mit wehendem Messgewand durch den Raum, um eigenhändig noch weitere benötigte Stühle beizustellen. Übrigens: Was nicht überall der Fall ist: meistens läuten in Palm-Mar die Sonntagsglocken die Messe ein. Wenn auch nur von einer mitgebrachten CD, aber immerhin: Sonntagsgeläute!

Rosemarie Wagner






Leserbrief zu Artikel Seit zwei Jahren Sonntagsgottesdienst in Palm-Mar schreiben


Wochenblatt-Leser helfen.

  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias