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Ausgabe: Nr. 275 (6/2017) vom 22. März - 4. April 2017
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Unternehmungslustige Leute werden mit Sicherheit nach ein paar Tagen faulen Strandlebens ihre Ferieninsel ein wenig intensiver erforschen wollen. Hier bieten die einzelnen Reiseagenturen eine ganze Reihe von Ausflügen an, was natürlich den Vorteil hat, dass der Inselunkundige auf der Fahrt vom Reiseleiter zahlreiche Erklärungen bekommt und daher viel Interessantes über die Insel erfährt. Wer es jedoch vorzieht, Teneriffas Schönheiten selbst zu entdecken, der sollte sich auf eigene Faust per Mietauto oder Linienbus ins Gelände wagen. Der Nachteil: Vielleicht verpasst dieser Individualist aus Unkenntnis die eine oder andere Sehenswürdigkeit. Eine Orientierungshilfe sollen die nachfolgenden Ausflugstipps sein – ein kleiner Fahrplan für das, was Sie auf Teneriffa unbedingt gesehen haben müssen.

TEIDE UND CAÑADAS
Zur „Pflicht“ gehört in jedem Fall der Besuch des Teide, des höchsten Bergs von Spanien (3.715 m). Der Teide selbst erhebt sich aus einem Riesenkrater, den Cañadas (14 km Durchmesser, ca. 40 km Umfang), den zu durchfahren ein grandioses Erlebnis ist. Wer die Cañadas einmal gesehen hat, wird begreifen, dass diese Mond-Szenerie bei Regisseuren als Kulisse für Science-Fiction-Filme einst sehr beliebt war – heute ist es allerdings sehr schwer, eine Drehgenehmigung zu bekommen.
Auf den Teide selbst pilgern die Menschen heutzutage reihenweise – mit der Seilbahn, die knapp 200 Meter unter dem Gipfel haltmacht. Der letzte Anstieg zum Gipfel ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. Als Alternative wird eine Wanderung zum Pico Viejo, zum alten Krater, angeboten. Die wahren Naturfreunde gucken die Seilbahnfahrer jedoch verächtlich von der Seite an, denn sie erklettern Spaniens höchsten Berg natürlich von unten, von der Montaña Blanca aus, zu Fuß, übernachten dann in der Schutzhütte Altavista und erleben am nächsten Morgen dort oben den Sonnenaufgang.
In der Nähe des Portillo, des nördlichen Cañadas-Eingangs, hat ICONA übrigens ein Informationszentrum eingerichtet, wo Ihnen in einer mehrsprachigen audiovisuellen Show ein umfassender Eindruck über die Kanarischen Inseln, ihre Naturschutzgebiete und ihre Naturschönheiten vermittelt wird.


SEILBAHN UND GIPFELBESTEIGUNG
Wer den Vulkan nicht zu Fuß erobern will, kann mit der Seilbahn von der Abfahrtshöhe in 2.356 Metern bis auf 3.555 Meter fahren. Auf der Plattform des Gipfels bietet sich dem Besucher ein atemberaubender Panoramablick. Bei zu starkem Wind oder Schlechtwetter fährt die Seilbahn allerdings nicht. Auskunft unter Telefon 922 010 445.
Fahrpreise: Erwachsene 25 Euro, Kinder unter 14 Jahren 12,50 Euro, Einzelfahrt 12,50 Euro.
Wer den Teide zu Fuß erklimmen möchte, kann für 20 Euro eine Übernachtung in der Schutzhütte „Refugio“ auf 3.270 m buchen. Um frühmorgens zum Gipfelkreuz aufzusteigen ist in diesem Fall keine gesonderte Erlaubnis nötig, da die Reservierungsbestätigung für die Schutzhütte ausreicht. Übernachtungen im „Refugio“ müssen persönlich beim Seilbahnbüro in Santa Cruz, C/ San Francisco 5, 4. Stock oder telefonisch unter 922 010 440 erfolgen (Mo-Fr 8-14 Uhr).
Wer zwar mit der Seilbahn fahren, dann aber weiter bis zum Gipfel gelangen möchte, braucht eine Genehmigung der Nationalparkverwaltung, denn zum Schutz des ökologisch und geologisch hochsensiblen Bereichs des Vulkankraters ist die Anzahl der Besucher, die den Gipfel erklimmen dürfen, auf 200 Personen pro Tag beschränkt. Verteilt auf 50er-Gruppen bekommen diese zwischen 9.00 und 17.00 Uhr jeweils ein Zeitfenster von zwei Stunden zugewiesen. Die Genehmigung kann komfortabel per Internet angefordert werden. Unter www.reservasparquesnacionales.es kann die Lizenz zur Besteigung beantragt werden – vorausgesetzt es gibt noch ausreichend Plätze für den gewünschten Termin.
Weitere Infos unter: www.telefericoteide.com

INSELRUNDFAHRT
Rund um die Insel Teneriffa, das ist ein volles Programm für einen Tag, doch können Sie auf dieser Tour eine Reihe der Ausflugsziele, die hier gesondert beschrieben werden, sozusagen gleich mitnehmen. Wer Puerto de la Cruz gebucht hat, konnte sich bei der Anreise vom Südflughafen ins Hotel ja schon ein Bild vom kargen Süden Teneriffas machen – wobei gesagt werden muss, dass die Landschaft entlang der Autobahn weitgehend zerstört ist und dort viele arme Leute in hässlichen unverputzten Häusern leben, insgesamt kein schönes Bild. Die wüstenähnliche Landschaft des Südens hat jedoch, wo sie intakt geblieben ist, absolut ihren eigenen, herben Reiz. Wer im Uhrzeigersinn um die Insel fährt, wird begeistert von den berühmten Steilfelsen von Los Gigantes, der wilden Felslandschaft von Masca und dem weltberühmten Drachenbaum von Icod sein, vielleicht gern ein Weilchen auf der gemütlichen Plaza von Garachico verweilen und insgesamt die Landschaft der Nordküste genießen.

CANDELARIA
Der Wallfahrtsort der Insel, wo das Bildnis der Schutzheiligen von Teneriffa, der Virgen de Candelaria, verehrt wird, zieht nicht nur die Insulaner an, sondern auch zahlreiche Urlauber. Die Legende erzählt, dass zu vorspanischen Zeiten Guanchen-Hirten nach einem Unwetter an der Küste von Candelaria eine Frauengestalt entdeckten, die aufrecht, aber reglos stand. Als sie auf Rufe nicht reagierte, hoben die Hirten Steine auf, um sie auf die Unbekannte zu werfen, doch ihr Arm erstarrte gelähmt mitten in der Bewegung. Seither verehrten die Guanchen bei Güimar diese Frauengestalt mit dem Kind auf dem Arm als heilig und brachten sie in einer Höhle an der Küste unter. Bei einem heftigen Unwetter, so heißt es, brachen große Wellen in die Höhle und rissen die Original-Figur mit sich.
Die Marienfigur in Candelaria ist in jedem Fall eine Kopie der schwarzen Madonna, von der die Geschichte erzählt. Geschichtsforscher nehmen an, dass die erste Marienfigur von einem spanischen Schiff stammte, das bei dem Unwetter vor der Küste unterging. Tatsache ist immerhin, dass die spanischen Eroberer bei den Guanchen von Güimar keinerlei Widerstände brechen mussten, um sie zum katholischen Glauben zu bekehren: Das Bild der Frau mit dem Kind war ihnen bereits vertraut. Heute bestehen Vermutungen, dass die Original-Figur doch noch existiert. Sie soll seinerzeit aus Sicherheitsgründen in die Santa Ursula-Kirche von Arafo geschafft worden sein.

SANTA CRUZ
Die Hauptstadt der Insel wirkt vielleicht auf den ersten Blick wenig einladend, doch wer sich Zeit für einen Besuch nimmt, wird es nicht bereuen. Hier finden Sie das Archäologische Museum, das Ihnen einen Einblick in die Inselgeschichte vermittelt. Auch die alte Empfängniskirche Iglesia de la Concepción ist ein sehenswertes Bauwerk. Hier wird das Kreuz aufbewahrt, das die Eroberer seinerzeit mitbrachten.
Ein Spaziergang durch die weitläufigen Hafenanlagen oder durch den prächtigen Stadtpark García Sanabria ist eine schöne Ergänzung zu einem Stadtbummel durch die belebten Einkaufsstraßen und die schön angelegten Fußgängerzonen der Stadt, in denen nette Cafés zu einer Pause einladen.
Sehenswert ist natürlich auch die Markthalle Nuestra Señora de Africa mit dem farbenprächtigen Warenangebot. Und als Attraktion wird auch der sogenannte Flohmarkt gepriesen, der sonntagvormittags beim Markt stattfindet. Allerdings werden hier keine Antiquitäten feilgeboten, sondern eher Kinkerlitzchen – insgesamt ein buntes Durcheinander.
Santa Cruz bietet auch eine erstklassige Badeanlage im Stil des Lago Martiánez von Puerto: der Parque Marítimo, direkt gegenüber dem Messe- und Kongresszentrum, in der Nähe des prächtigen Auditoriums, das der berühmte Architekt Santiago Calatrava entwarf.

TERESITAS-STRAND
Tipp für Sonnenhungrige, wenn bei Puerto de la Cruz der Himmel mal bedeckt sein sollte: über die Nordautobahn ist man ganz schnell in Santa Cruz.
In Richtung San Andrés liegt der Teresitas-Strand, wo praktisch immer die Sonne scheint (allerdings ist es hier oft recht windig). Übrigens ist dieser künstlich aufgeschüttete Strand goldgelb, weil der Sand aus der ehemaligen Spanischen Sahara stammt.

LA LAGUNA
Die einstige Inselhauptstadt – Sitz der Universität – mit ihren altehrwürdigen Häusern und der Kathedrale ist unbedingt einen Besuch wert. Bummeln Sie hier auch einmal über den farbenfrohen Markt (Kamera nicht vergessen!).

LA OROTAVA
In dieser alten Patrizierstadt finden Sie die schönsten handgeschnitzten Balkone der Insel. Das Holz für diese prachtvollen Arbeiten stammt aus den Esperanza-Wäldern oberhalb von Los Rodeos. Sehr schöne Handarbeiten in der „Casa de los Balcones“.


LORO PARQUE
Eine Attraktion, die Weltniveau zu bieten hat und zu den Hauptanziehungspunkten der Insel gehört, ist der Loro Parque. Der Park bietet eine einzigartige Kombination von exotischer Fauna und Flora, unterhaltsamen Shows und lehrreichen Informationen über unseren Planeten, die für Jung und Alt, für Familien und für Paare einen erlebnis- und abwechslungsreichen Tag verspricht.
Neben all den Tierarten, die im Loro Parque ihr Zuhause haben – z.B. Gorillas, Tiger, Schimpansen, Alligatoren, Flamingos, Galapagos-Schildkröten, Pelikane, unzählige Fische und Meerestiere u.v.m. – zählen die Papageien, Pinguine und Orcas zu den absoluten Höhepunkten. Die Papageiensammlung ist mit rund 4.000 Exemplaren von etwa 350 Arten und Unterarten die weltweit größte Sammlung. Im „Planet Penguin“ überrascht die weltgrößte künstliche Antarktis mit originalgetreuen Bedingungen, in dem sich über 200 Pinguine täglich von 12 Tonnen Schnee berieseln lassen und sich im 0° C kalten Wasser pudelwohl fühlen.
„Orca Ocean“ ist seit einigen Monaten der größte Publikumsmagnet. Mit dem Bau der heute modernsten und innovativsten Anlage für Orcas, der es an technischen Superlativen nicht fehlt, und die vier dieser faszinierenden Tiere ein Zuhause bietet, hat Loro Parque ein in Europa einzigartiges Projekt verwirklicht. Die atemberaubende Show, die genau wie die Orcas aus SeaWorld in den USA stammt und in der die Tiere ihre Kraft, Intelligenz aber auch Gewitztheit unter Beweis stellen, lässt die Herzen des Publikums höher schlagen und ist zugleich ein erzieherisches und informatives Instrument, um auf die extremen Probleme der Natur aufmerksam zu machen. Dieses ist auch im Allgemeinen das Anliegen des Loro Parque. Bei den bezaubernden und liebevoll gestalteten Shows der Delfine und der Seelöwen, bei denen herzlich gelacht werden darf, fehlt nie der umwelterzieherische Aspekt.
Die „Loro Parque Fundación“, eine Stiftung, die sich weltweit in Projekten um den Umweltschutz engagiert, bietet zudem ein tiefgründigeres Programm an, durch das jeder Einzelne Gelegenheit hat, im Loro Parque vieles über die akute Bedrohung unseres einzigartigen Planeten zu erfahren.
Lernen und Spielen gehört zusammen, und so haben besonders die Kleinen die Möglichkeit, sich auf dem Abenteuerspielplatz von „Kinderlandia“ so richtig auszutoben oder mit der Orca-Achterbahn auf Tour zu gehen.
Mit einem „Spaziergang auf dem Meeresboden“, umgeben von Haien, Korallen, Seepferdchen und hunderten von anderen farbenfrohen Bewohnern des Aquariums wird das vielfältige und breite Angebot des Loro Parque abgerundet.
Der Loro Parque ist 365 Tage im Jahr von 8.30 bis 18.45 Uhr geöffnet. Letzter Einlass um 16.00 Uhr. Preise: Erwachsene 33 Euro (Residenten 19,50 Euro), Kinder zwischen 6 und 11 Jahren 22 Euro (Residenten 13,50 Euro).
"Die Discovery Tour" bietet für 10 Euro pro Erwachsenem und 7 Euro pro Kind eine geführte Tour durch den Park mit Blick hinter die Kulissen.
Wer auch den Wasserpark "Siam Park" besuchen möchte, kann ein "Twin Ticket" für beide Vergnügungsparks für 55 Euro (Kinder 36,50 Euro) bzw. Residente 33 Euro (Kinder 23 Euro) erwerben. Eine Jahreskarte für den Loro Parque kostet 60 Euro (Kinder 40 Euro).

DRACHENBAUM VON ICOD DE LOS VINOS
Icod de los Vinos ist ein Weinbauernstädtchen an der Nordküste der Insel. Natürlich haben auch hier inzwischen Fortschritt und Hochhäuser ihren Einzug gehalten – unverändert wie eh und je steht jedoch der alte Drachenbaum, nicht nur Wahrzeichen von Icod, sondern – neben dem Teide und der Basilika von Candelaria – Wahrzeichen von ganz Teneriffa. Botaniker rätseln am Alter dieses riesenhaften Baumes herum. Bis vor relativ kurzer Zeit galt es als erwiesen, dass dieser Riese rund 3000 Jahre alt sein sollte. Jüngeren Untersuchungen zufolge ist das jedoch ein Reiseleitermärchen: der Baum ist höchstens 500 bis 600 Jahre alt. Und im übrigen ist es eigentlich gar kein Baum, sondern ein Zwiebelgewächs. In jedem Fall ist sicher, dass der Drachenbaum von Icod der älteste Drago der Inseln ist.

ATLANTISCHE GÄRTEN
Bei einem Spaziergang durch die Musterplantage der Jardines del Atlántico lernt der Besucher in Begleitung eines fachkundigen Führers die Vielfalt der kanarischen Flora kennen. Video-Vorführungen über Teneriffas Sehenswürdigkeiten schließen den Rundgang ab. Oberhalb der Südautobahn, Abfahrt Valle San Lorenzo. Gratisbusse ab Los Cristianos und Playa de las Américas.

ESPERANZA-WALD
Wer Wälder liebt, sollte einen Ausflug in den Esperanza-Wald unternehmen. Hier wachsen wahre Prachtexemplare der kanarischen Kiefer, die ein unverwechselbares Aroma ausströmt, ein herrliches Spazier- und Wandergebiet fernab vom Trubel. Diese Tour lässt sich auch gut mit der Teide-Fahrt kombinieren.

BOTANISCHER GARTEN
Pflanzenliebhaber finden im Botanischen Garten von Puerto de la Cruz eine unglaubliche Vielzahl exotischer Pflanzen, die von spanischen Seeleuten und Eroberern aus fernen Ländern mitgebracht wurden. Noch heute wachsen hier einige Prachtexemplare, die vor 200 Jahren, als der Botánico angelegt wurde, als kleine Setzlinge gepflanzt wurden.
Der Botanische Garten ist ab 9.00 Uhr morgens den ganzen Tag geöffnet und schließt um 18.00 Uhr. Führungen mit Dipl.-Bot. Cristóbal dienstags und donnerstags 10.30 Uhr (10 Euro).

KÜSTENFAHRTEN
Tagesausflüge auf dem Meer an der Südküste. Im Hafen von Los Cristianos und Los Gigantes. Z.B. mit der Batros täglich zwei Küstenfahrten; sonntags Jazz-Frühschoppen auf See. Telefon 922 79 71 05.
VISION SUBMARINA: Die faszinierende Meereswelt über oder unter dem Wasser erleben: mit der Odyssee 3. Der Katamaran hat Unterwasser-Fenster, durch die die Meeresfauna und -flora von Teneriffa beobachtet werden kann – oder von Deck aus das herrliche Küstenpanorama genießen. Abfahrt täglich von Los Cristianos um 10, 13 und 15 Uhr.
Abend-Kreuzfahrten mit der Nostramo im Hafen von Los Gigantes. Abfahrten jeden Donnerstag und Samstag um 20 Uhr. Rückkehr gegen 23 Uhr.

GARACHICO
Das malerische Städtchen Garachico im Norden Teneriffas ist heute vor allem für seine schönen, durch erstarrte Lava geformten Felsenbäder bekannt. Ansonsten locken ein schöner Stadtkern, geprägt von traditioneller Architektur, urige Fischlokale und elegante Landhotels die Touristen an. Doch von dem ehemaligen Weltstadtflair, das den einst wichtigsten Inselhafen umwehte, ist nichts mehr erhalten.
Garachicos Hafen war bis vor 300 Jahren auf der Route der spanischen Silberflotte ein wichtiger Anlaufpunkt auf dem Hin- sowie auf dem Rückweg von Amerika. In den Straßen herrschte bei der Ankunft der großen Schiffe reger Betrieb.
Der Handel mit Tabak, Kakao, wertvollen Stoffen und all den exotischen Mitbringseln aus der NeuenWelt blühte, und Garachico wurde damals nicht umsonst „Puerto Rico“, der reiche Hafen, genannt. Es wird sogar erzählt, dass die Calle del Sol einst ganz mit Marmor ausgelegt war und nur die Oberschicht sie betreten durfte. Lediglich einmal die Woche durfte auch der Rest der Bevölkerung über diese elegante Straße flanieren. Ebenso wie viele andere Straßen, pompöse Herrenhäuser und der geschäftige Hafen wurde die Calle del Sol beim Vulkanausbruch am 5. Mai 1706 unter der Lava begraben. Die Lava löschte den Inselhafen aus, Schiffe sanken und wurden unter dem Lavastrom begraben. Darunter, erzählt eine Legende, soll auch die Galeone „María Galante“ gewesen sein, die einen Goldschatz für den spanischen König an Bord hatte, nach dem Schatzsucher bis heute auf der Jagd sind. Sie wissen, dass unter Garachico ein großes Schiff ruht, das mit Unmengen Gold beladen ist.

LOS GIGANTES
Diese Steilfelsen im Südwesten der Insel tragen ihren Namen "Die Riesen" zu Recht: Als wahre Giganten steigen diese 300 m hohen Klippen praktisch senkrecht aus dem Meer und bieten ein großartiges Panorama. In Los Gigantes gibt es auch einen netten Sporthafen und einen schönen Strand (derzeit leider gesperrt).

ANAGA-GEBIRGE UND TAGANANA
Im Nordosten der Insel, sozusagen hinter La Laguna, erhebt sich das Anaga-Massiv mit seinen herrlichen Laurisilva-Wäldern und traumhaften Ausblicken. Laurisilva, das sind die kanarischen "Urwälder". Im Tertiär gab es diese Mischwälder im gesamten Mittelmeerraum. Rudimente davon haben sich bis in die heutige Zeit nur auf den Kanaren und den Azoren erhalten. Es handelt sich um subtropische Mischwälder, die sich insbesondere durch eine hohe Luftfeuchtigkeit und relativ beständige Temperaturen auszeichnen. Auf Teneriffa finden sich die Laurisilva-Wälder ausser im Anaga-Gebirge auch noch im Monte del Agua.
Im schroffen Anaga-Gebirge liegt Taganana, ein malerisches kleines Bergdörfchen. Unterhalb des Dorfes gibt es einen Badestrand (Vorsicht, gefährliche Strömungen!). Hier können Sie in den Strandkneipen fangfrischen Fisch essen, natürlich mit den typischen salzverkrusteten Pellkartoffeln und Mojo, der (manchmal sehr scharfen!) kanarischen Sauce.

MASCA
Das kleine Dorf Masca lag einst praktisch von der Außenwelt abgeschlossen mitten in den Bergen von Teno.
Damals konnte der Ort nur zu Fuß erreicht werden. Es gab keinen Strom, kein Telefon. Das wilde Felspanorama, das sich dem wackeren Wandersmann bot, war schlichtweg atemberaubend. Das ist es zwar heute auch noch, doch führen inzwischen Straßen und Stromkabel nach Masca.
Die Fahrt ist absolut beeindruckend. Die sehr schmale Straße windet sich allerdings an tiefen Abgründen vorbei. Masca ist nach wie vor ein Abenteuer.

TENO-GEBIRGE
Den nordwestlichsten Punkt der Insel haben Sie erreicht, wenn Sie plötzlich vor dem Nichts stehen. Hier gibt es buchstäblich nichts, keinen schönen Strand, keine Erfrischungsbuden, kaum Menschen – nur das felsige Ende der Insel … und ein herrliches Panorama nach Los Gigantes hinüber und zur Nachbarinsel La Gomera.
Wenn das Meer ruhig ist, kann man hier einen Sprung ins (sehr klare) Wasser wagen. Die Fahrt hierhin lohnt immer: Die inzwischen asphaltierte Straße führt über das steile Teno-Massiv und durch einen beeindruckenden, in den blanken Fels gehauenen Tunnel. Allerdings ist diese Straße schon seit geraumer Zeit in einem schlechten Zustand und durch Steinschlag gefährdet. Große Hinweisschilder warnen mehrsprachig: „Durchfahrt auf eigene Gefahr.“
Tolle Ausblicke, manchmal auch zur Insel La Palma (die mit den zwei "Buckeln") hinüber.




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