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Ausgabe: Nr. 217 (20/2014) vom 22. Oktober - 4. November 2014
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Pavillons am Martianez

Wann wird der Ruf nach „gemütlicher“ Architektur endlich verstummen? Wer von architektonischem Missgriff (Wochenspiegel vom Februar 2004) redet, wenn es um die Strandcafés Martianez in Puerto de la Cruz geht, der lebt an der heutigen Zeit vorbei und beweist ewige Gestrigkeit! Hätten die Schreier von heute zu Zeiten César Manriques gelebt, wären sie ohne Zweifel auf die Barrikaden gegangen als diese eigenwilligen Meeresschwimmbäder in ihrer z. T. jugendstiligen Ausformung erbaut wurden. Jetzt stellen sich diese Leute gegen eine zeitgemäße Architektur der Strandcafés. Ich wage zu behaupten, dass der Widerstand, der sich gegen die Café-Bauten richtet, eigentlich der gestaltlosen, ja brutalen Hochhaussilhouette der 60er und 70er Jahre gilt, die dort gegen alle städtebaulich verträglichen Regeln verstößt. Nun müssen die maßstäblichen und zweckmäßigen Cafés mit ihrem grazilen und phantasievollen Steg (ohne Zweifel bereits vom Meer angegriffen) dafür herhalten und den ungerechten Vorwürfen standhalten. Wer bestimmt hier eigentlich die Entwicklung als Zukunftsbeitrag? Das deutsche Durchschnittspublikum, das in Deutschland aus jedem Café ein kuscheliges Heimatstildesign fabriziert oder Gestalter und Fachleute, die es wagen in die Zukunft zu denken und mit ihrer Architektur Zeichen zu setzen. Auch die Allianz zwischen Heimatstilvertretern und Ökologen ist nicht unumstritten. Den Widerspruch, den diese oftmals konträren Ansichten darstellen, muss man halt auch mal aushalten können: Denn die Architektur ist zweckgemäß, sachlich und im Detail allemal sauber gelöst. Die Verdoppelung der Pavillons zeigt einen feinfühligen Umgang mit dem Maßstab, der dieser Situation angepasst ist. Ich kann Eva Navarro als Verantwortliche nur raten, lange genug zu warten, dann werden sich die letzten Kritiker(innen) an eine moderne Architektensprache gewöhnen und die Cafés akzeptieren. In Puerto vermisst man ohnehin die produktive Auseinandersetzung zwischen Altem und Neuem, die in Santa Cruz stattfindet. Wieso sollten eigentlich Hunderttausende Euro in eine architektonische „Verschlimmbesserung“ investiert werden, die den Aufschrei vieler modern-sachlich orientierter Mitbürger/innen nach sich zieht?
Ute Müller
Puerto de la Cruz

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