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Ausgabe: Nr. 217 (20/2014) vom 22. Oktober - 4. November 2014
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Speisekartendeutsch auf Teneriffa

Wochenspiegel-Leser Uwe Schroeter schickte uns eine E-Mail mit dem Zeitungsausschnitt aus den „Dortmunder Ruhr-Nachrichten“ vom 18. Mai 2004, den er, wir und sicher auch unsere Leser lustig finden: »Das neue Europa, 25 Mitgliedsländer, mehr als 440 Millionen Menschen. Aber wie, bitteschön, sollen wir miteinander ins Gespräch kommen? Wie uns verstehen? Auf Tschechisch, Polnisch, Französisch, Ungarisch, Spanisch, Portugiesisch, Griechisch? Man muss noch nicht einmal bis nach Estland reisen, um im Sprach-Dschungel zu straucheln. Selbst auf den Kanaren, wo schon seit Jahrzehnten Grundlagen in Sachen Völkerverständigung glegt werden, schweben vielerorts riesengroße Fragezeichen über den tiefgebräunten Gästen. Aber: Meist kommt man klar. Irgendwie. Etwa bei der Nahrungsaufnahme. Im „La Roche“ in Puerto de la Cruz weiß der Kellner sofort Bescheid, als eine Dame aus Alemania unüberhörbar „Dos Kartoffelpuffers!“ bestellt. Wenig später serviert er das dampfende Gericht elegant mit : „Bitte sehr – Señora“. Doch es funktioniert nicht überall so reibungslos. In Garachico, rund 40 kurvige Kilometer entfernt, dürften wohl selbst Brüsseler Diplomaten-Dolmetscher ins Grübeln geraten. Ein Blick auf die Speisekarte des „Isla Baja“, einem Restaurant am Hafenbecken des einst größten Handelsortes der Insel, genügt. Denn von der ehemals weltoffenen Ausrichtung seiner Altvorderen scheint der jetzige Lokal-Besitzer nicht viel geerbt zu haben. Wie sonst ist die schwer verdauliche deutsche Übersetzung der Speisekarte zu erklären: Langostinos a la plancha serviert man als „Garnelen zur Platte“. Ein knackiges Frühstücks-Croissant (Bollería fresca) entpuppte sich als „Geschäft des frischen Bäckers“. Perrito caliente als „heißer kleiner Hund“. Briten würden hot dog sagen. Und aus papas arrugadas, inseltypisch in viel Salz gekochten Pellkartoffeln, werden gar „Geknitterte Päpste“. Wem es dennoch gelingt, genau das auf den Teller zu bekommen, auf das er Appetit hat, für den ist der Anfang gemacht – im Europa ohne Grenzen. Willy Lünstroth«
Uwe Schroeter

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