Infos für Urlauber
Ausgabe: Nr. 214 (17/2014) vom 3. - 16. September 2014
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Leserbriefe > Tsunami-Gefahr

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Ansehen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
  Musik
  Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
  Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick
  Sehenswertes
  Inseltipps

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner Webs
  Mietwagen

  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz


Leserbrief zu Artikel Keine Tsunami-Gefahr auf den Kanaren:

Tsunami-Gefahr

Zu Ihrem Artikel „Keine Tsunami-Gefahr auf den Kanaren“ Ausgabe 571, 6.-19. Januar, fühle ich mich gezwungen folgendes mitzuteilen.
Während Sie diesen Artikel druckten, lief am 2.1.05 um ca. 21.15 Uhr auf Kanal Pro7 aus Deutschland eine Focus-Reportage über die Gefahren des Tsunami in Europa. Dabei wurde in erster Linie auf eine große Gefahr im Hintergrund des Berges von Gran Canaria gewiesen. Dort fiel vor vielen Jahren eine riesige Masse des Berges ins Tal. Sollte dieses sich wiederholen in Richtung Meer, bekämen alle Inseln diese Welle.
Ebenso möchte ich die Aussage Ihres Chefs der Seismologischen Abteilung zurückweisen, dass die unterirdische Steilküste die Riesenwelle brechen könnte. Wir wohnen seit 42 Jahren auf der Insel Stromboli mit einem täglich aktiven Vulkan, wo genau vor zwei Jahren ein riesiger Teil vom Bergmassiv der „Sciara del fuoco“, zu deutsch Feuerstraße, ins Meer rutschte und eine Tsunami-Welle auslöste, die sämtliche Häuser aus Stein in Küstennähe erwischte, Mauern und Türen einschlug und alles mit Schlamm überdeckte. Das italienische Militär musste wochenlang die Straßen freilegen.
Um die Insel Stromboli haben wir einen viel steileren Abgang ins Meer, schon nach 4 m vom Strand hat man keinen Grund mehr unter den Füßen und die Meerestiefe sinkt sofort von 500 bis 3.500 m tief ab. Nichts hat die Welle aufgehalten.
Jetzt sind wir wohl die 1. Insel, die seit zwei Jahren ein Frühwarnsystem hat. Viele Hinweistafeln dazu am Srand weisen darauf hin, dass, wenn die Sirenen ertönen sollten, man bergauf laufen soll. Bei uns könnte niemand sagen – und das kann überhaupt keine Insel von sich behaupten – sie wäre außer Gefahr!
Im Mittelmeer wissen wir alle um das größte Ungeheuer unter Wasser, den MARSILI, ein Vulkan mit gut 60 km Kraterdurchmesser, der international bewacht wird. Aber aus Deutschland wurde in Pro7 die größte Gefahr auf die Kanaren verlegt, auch wenn man bisher nur davon von der Insel La Palma hörte.
Haben Sie alle vergessen, dass Sie auf einer Vulkaninsel wohnen? Glauben Sie wirklich, dass der Teide, wenn er sich mit Gewalt frei machen würde und seine Atomwolke hinausschießt, unten das Wasser nicht in Bewegung kommt? Dafür gibt es keine Garantie und niemand kann behaupten, dass sich in den „nächsten Jahrhunderten Ähnliches nicht wiederholen könnte“, wie Sie schreiben.
Mein Mann, Meteorologe i.R. und General der Aeronautica Italiana, lebt schon seit 68 Jahren auf Stromboli. Glauben Sie uns, wir kennen Vulkane, vom Vesuv über Stromboli zum Ätna, und alles was sich unter Wasser um die Eol. Inseln bewegt.
Es gibt keine Garantie.
Wir müssen nur die Naturphänomene akzeptieren. Und, das gilt für die Kanaren: Mit großem Abstand bewundern.
Gut gemeint, herzliche Grüße

Renate Holz-Cicala
Puerto de la Cruz





Wochenblatt Immobilienmarkt
  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias