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Ausgabe: Nr. 211 (14/2014) vom 16. Juli - 5. August 2014
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Home > Leserbriefe > Gesundheitsgefährdung der Feriengäste und Einwohner am Strand von Jandia?

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Leserbrief zu Artikel Ist Fuerteventura noch zu retten?:

Gesundheitsgefährdung der Feriengäste und Einwohner am Strand von Jandia?

Sämtlicher Haus- und Gewerbemüll aus dem Süden der Insel wird zu einer nach EU-Recht unzulässigen Deponie im Valle Butihondo gefahren. Sie liegt hinter dem geplanten Golfplatz "Golf Jandia". Dort wird der Müll fast täglich abgebrannt. Bei der auf Fuerteventura vorherrschenden Windrichtung aus Nordost gelangen die Schwaden direkt über die Hotels Riu Ventura und Iberostar in Richtung Strand und Morro Jable. Ganz abgesehen von der Geruchsbelästigung, kann man auch von einer Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung durch die beim unkontrollierten Verbrennen von Müll entstehenden Gifte ausgehen. Es werden hier alle Arten von Müll verbrannt, die aus den Haushalten, Hotels, Gaststätten und Gewerbebetrieben dorthin gelangen, Verpackungsplastik, Folien, Styropor, kaputte Kunststoffgartenmöbel, Farben, Öle, so daß mit einem vielfältigen Giftcocktail in der Luft gerechnet werden kann. Im schlimmsten Fall kann auch das Seveso-Gift Dioxin in den Abgasen enthalten sein. Es ist völlig unverständlich, daß auf der einen Seite mit EU-Geldern großkotzige Schnellstraßen mit Viadukten gebaut werden dürfen und die Küste mit immer neuen, häßlichen Plattenbauten zubetoniert wird, solange auf der anderen Seite die Grundvoraussetzungen für eine intakte Infrastruktur, wie in diesem Fall professionelle Müllverbrennungs- oder Verwertungsanlagen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und der Umwelt, nicht vorrangig geschaffen werden müssen. Die Kanarischen Inseln erhalten von allen die größten Zuwendungen aus der EU. Tagsüber kann man ja die dunklen Qualmwolken sehen, die von der brennenden, illegalen Mülldeponie in Richtung Strand ziehen, wo nichtsahnende Feriengäste aufs Meer sehen und denken, sie atmeten reine Meeresluft. Menschen, die wissen, daß es sich um die Emissionen einer brennenden, illegalen Müllkippe handelt, können dann wenigstens davor fliehen, indem sie den Strand verlassen. Die Mülldeponie brennt überwiegend aber auch abends und nachts, in aller Heimlichkeit, damit möglichst keiner die Wolken sehen kann, sondern nur noch den Gestank wahrnimmt und bei geöffnetem Fenster im Schlaf die Abgase einatmet. Während die Gezeiten und die Strömung das Ergebnis der nächtlichen Kläranlageneinleitung ins Meer an den Strand spülen, hissen die Soccoritas morgens vor der Chiringito "Casa Juan" die Blaue Europaflagge, eine europaweite Auszeichnung für Strandqualität. "Fuerteventura - La Isla tranquila, die Oase in der Wüste der Zivilisation."
Dr. Rainer Lieske
Hamburg

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