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Ausgabe: Nr. 213 (16/2014) vom 20. August - 2. September 2014
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Panikmache

Leserbrief zu ZDF-Berichterstattung „La Palma fürchtet Tsunami“:
Ich sende Ihnen Korrespondenz, die anläßlich einer Fernsehsendung über einen zu erwartenden Tsunami auf La Palma mit dem ZDF geführt wurde. Ich zeigte die Ängste auf, die durch eine falsche Berichterstattung entstanden sind. Mit dem Hinweis auf „die Wissenschaft“ gab ich mich als Begründung nicht zufrieden, was zu weiterem Briefwechsel führte. Das übersandte Protokoll zeigt den Versuch, absichtlich Panik zu erzeugen, insbesondere die künstlich erzeugten Computeranimationen, die eine Riesenwelle auf dem Weg nach Amerika zeigen. Vielleicht können Sie das Protokoll nutzen, Ihre Leser über den tatsächlichen Stand der Diskussion über den „gefürchteten Tsunami auf La Palma“ besser zu unterrichten.

R.H. Kühnemund
Santa  Ursula


Anm. d. Red.: Der Wochenspiegelredaktion liegen die Briefe des ZDF und eine Bildinhaltsauflistung des Feature vor. Wir möchten in diesem Zusammenhang auf die Berichte im Wochenspiegel hinweisen, die sich mit der vermeintlichen Tsunamigefahr die von La Palma ausgehen soll oder auch der vermeintlich imminenten Gefahr eines Ausbruchs des Teide auf Teneriffa beschäftigen. Insbesondere ein Interview des Vulkanexperten Dr. Juan Carlos Carracedo vom obersten spanischen Forschungsrat CSIC bietet hierzu nützliche Informationen (im Online-Archiv www.wochenspiegel-kanaren.com zu lesen). Im Antwortschreiben verweist das ZDF auf die Befürchtungen einiger Wissenschaftler, dass ein Erdrutsch nach einem Vulkanausbruch auf La Palma einen verheerenden Tsunami auslösen könnte. Damit bezieht man sich auf eine alte Theorie des britischen Forschers McGuire, die bisher keiner ernsthaften Überprüfung standgehalten hat und die bis zur Tsunami-Katastrophe in Südostasien regelmäßig als Sommerlochfüller für Zeitung und TV diente. Leider haben viele nach der Katastrophe, die hunderttausende Menschen das Leben gekostet hat, unter dem Vorwand der „Berichterstattungspflicht“ solche „ollen Kamellen“ aus den Archiven geholt, um das aktuelle Interesse der Zuschauer und Leser auszunutzen.
Das ZDF schreibt: „In dem Beitrag wurde auch deutlich gesagt, dass es sich hier lediglich um ein Szenario handelt, welches so nicht eintreten muss - allerdings ist dieses Szenario auch kein Hirngespinst, sondern wird durch wissenschaftliche Studien untermauert“ und rechtfertigt damit eine Katastrophen-Berichterstattung, die, wie viele wissenschaftliche Studien, nie völlig auszuschließen ist. Mit der selben Begründung kann über die Gefahr eines vernichtenden Meteoriteneinschlags auf die Erde berichtet werden, auch wenn die Wahrscheinlichkeit praktisch nicht messbar ist. Quotenträchtige Panikmache statt fundierte Information ist auch im Gebührenfernsehen keine Ausnahme. d.Red.





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