Infos für Urlauber
Ausgabe: Nr. 215 (18/2014) vom 16. - 30. September 2014
Kanarische InselnTeneriffaGran CanariaFuerteventuraLanzaroteLa GomeraLa PalmaEl HierroSpanien
Home > Leserbriefe > Residencia in Spanien und Steuerpflicht in Deutschland

Nachrichten
  Politik
  Wirtschaft
  Panorama
  Wissenschaft
  Umwelt
  Kultur
  Sport
  Gesundheit
  Multimedia
  Kurz notiert
  Leserbriefe
 
  Archiv

Kleinanzeigen
  Ansehen
  Eintragen

Leserbriefe
  lesen
  schreiben

Suchen

   

Veranstaltungen
  Musik
  Ausstellungen
  Theater
  Sport
  Gesundheit
  Verschiedenes

Urlauberinfo
  Überblick
  Sehenswertes
  Inseltipps

Service
  Mediadaten
  Aboservice
  Kundenbereich
  Rufnummern
  Partner Webs
  Mietwagen

  Kontakt
  Impressum
  Datenschutz


Residencia in Spanien und Steuerpflicht in Deutschland

Stellungnahme zum Beitrag im Wochenspiegel vom 11.-24.8.05 von Rechtsanwalt Dr. A. Reichmann
Lieber Herr Kollege, Sie schreiben in Ihrem Kurzartikel, dass trotz Residencia in Spanien die deutsche unbeschränkte Steuerpflicht noch solange besteht, wenn nicht endgültig und radikal alle Wohnsitze, Postadressen, Postfächer usw. in Deutschland abgebaut werden. Diese Information ist falsch.
Einschlägig ist Art. 4 Abs. 2 a des DBA Deutschland-Spanien. Hiernach gilt, dass eine Person die in beiden Vertragsstaaten über eine ständige Wohnstätte verfügt, dann in dem Vertragsstaat als ansässig und damit als unbeschränkt steuerpflichtig ist, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hat (Mittelpunkt der Lebensinteressen). Der Mittelpunkt der Lebensinteressen ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, muss mit Leben erfüllt werden.
Es kommt also für den Einzelfall darauf an, ob eine Person tatsächlich und hauptsächlich im einen oder anderen Staat lebt und dort persönliche und/oder wirtschaftliche Interessen hat. Die Residencia – Daueraufenthaltsgenehmigung – ist hierfür ein Indiz.
Allerdings ist folgendes zu bedenken: Durch den Beschluss der Europäischen Innenminister auf der Konferenz von Nizza wurde die Notwendigkeit eben dieser Daueraufenthaltsgenehmigung für EU-Bürger innerhalb der EU abgeschafft. Es kann also durchaus auch so sein, dass ein Deutscher den Mittelpunkt seiner Lebensinteressen in Spanien hat obwohl er möglicherweise in Deutschland noch gemeldet und in Spanien allenfalls bei der Gemeinde „empadronado“ ist.
Ein Indiz – nicht mehr und nicht weniger – ist auch die Dauer des jährlichen Aufenthalts. Aus spanischer Sicht ist in Spanien ansässig und damit unbeschränkt steuerpflichtig im Sinne des Abkommens wer sich (ob mit oder ohne Residencia oder empadronamiento) länger als 163 Tage im Jahr in Spanien aufhält.
Mit Ihrem Beitrag zitieren Sie ein Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg, aber das bezieht sich offenbar nicht auf einen DBA-Staat und bestimmt nicht auf Spanien sondern möglicherweise auf ein Staat mit dem wir kein entsprechendes Doppelbesteuerungsabkommen haben und da gilt dann natürlich die deutsche Abgabenordnung und hier reicht für die unbeschränkte Steuerpflicht schon die Existenz einer Wohnung in Deutschland.
Insgesamt gesehen ist aber jedenfalls im Verhältnis zu Spanien der Beitrag irreführend und falsch und Sie sollten ihn korrigieren.
Mit freundlichen und kollegialen Grüßen, Ihr

Werner Steuber
(Deutsche und Schweizerische Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz e.V.)





Wochenblatt Immobilienmarkt
  NEWSLETTER
  Ihre eMail-Adresse
Inmobiliaria Optima Canarias