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Ausgabe: Nr. 216 (19/2014) vom 1. - 21. Oktober 2014
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Home > Leserbriefe > Für alle Vereinigungen, die sich für eine wirkliche, nachhaltige Entwicklung einsetzen

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Für alle Vereinigungen, die sich für eine wirkliche, nachhaltige Entwicklung einsetzen

Ich schicke Ihnen dieses Schreiben, weil ich nicht nur Journalist, sondern vor allem ein Bürger bin, der mehr als entrüstet ist über das, was die politische und wirtschaftliche Megainitiative auf Teneriffa bewirken will:
Eine zweite Start- und Landepiste für den Südflughafen, die Schließung des Insel-Straßenrings, der Bau des Hafens von Granadilla (laut Suárez Trenor, Hafenchef von Santa Cruz de Tenerife, der größte Spaniens und Europas, dessen Anfangsbudget allein 177 Milliarden Peseten beträgt), die billigste aller möglichen Optionen für die Verlegung einer neuen Hochspannungs-Stromleitung, die Annullierung des Pseudo-Touristik-Moratoriums, die Verlegung der Raffinerie von Santa Cruz nach Granadilla (befindet sich bereits in der Vorbereitung), die Abschaffung der offiziellen Behörde, die den rechtlichen Stand von Bauprojekten kontrolliert, und ein Sondermoratorium für die Legalisierung aller illegalen Bauten auf den Inseln La Gomera und El Hierro.
Ich versichere Ihnen mit aller Aufrichtigkeit (und ich weiß wovon ich spreche, weil ich mitten drin stecke), dass, wenn sich die Kollektive (Umweltschützer, Gewerkschaftler, Politiker, Universitätsmitglieder, Unternehmer, Aktivisten, Krankenpfleger, Ärtze etc.), die gegen diese Philosophie sind, nicht schleunigst zusammentun, um gemeinsam möglichst viel Druck ausüben zu können, werden wir wieder einmal absolut nichts erreichen.
Ich jedenfalls habe Kenntnisse über folgende Tatsachen:
- Die Kollektive, die für diese Art der Entwicklung sind, haben panische Angst vor dem sogenannten Vilaflor-Effekt, also dem Widerstand der Bevölkerung gegen ein umstrittenes Projekt (letztendlich haben sie also Angst vor der Demokratie, auch wenn es noch so unwahrscheinlich erscheinen mag).
- Sie sind so brutal in ihrer Habgier, dass sie nicht einmal davor zurückschrecken, Lügen aufzutischen, dass die Wände wackeln, und dies ohne irgendwie deswegen belangt zu werden.
- Sie verfügen über die gesamte Unterstützung der wichtigsten Medien (bei den meisten ist es regelrecht verboten, negativ über das Hafenprojekt zu schreiben bzw. sprechen..), so dass die Verbreitung gegnerischer Bemühungen so gut wie unmöglich ist.
- Sie treffen sich regelmäßig und sind sich in ihrem Vorhaben zweifellos einig.
- Sie verfügen über die Unterstützung der politischen Schlüsselfiguren der Coalición Canaria, der PP und sogar vieler Führungskräfte der Sozialisten (sie spielen ein zweideutiges Spiel, weil sie sich letztendlich schon längst an den Meistbietenden verkauft haben).
Die Bauarbeiten werden in Kürze beginnen, vielleicht sogar schon in zwei Monaten. Sie wollen den Sommer für die Vorbereitungen nutzen, in der Annahme, dass der Widerstand der Bevölkerung in dieser Zeit eher gering ausfallen wird.
Vor wenigen Tagen wurde vor dem Kongresszentrum in Santa Cruz gegen die Bauinitiativen protestiert (ich habe mich auch lautstark beteiligt), es war aber längst nicht ausreichend, dementsprechend wurde die Demonstration auch kaum in den Medien erwähnt.
Ich bin der Ansicht, dass eine große Gegenbewegung dringend notwendig ist: eine Gegenbewegung, an der alle Kollektive beteiligt sind, Demonstrationen und eine Informationskampagne müssen organisiert werden, .....
Wenn wir uns jetzt nicht bewegen, haben wir eine der besten Gelegenheiten verpasst, denn noch nie waren wir so im Recht wie jetzt!
Dies ist nur die Meinung von jemandem, dem jede Nacht schlecht wird, angesichts dessen, was er tagsüber alles gesehen hat, und der über alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel versucht, dagegen anzugehen, und der sogar in seinen Artikeln gegen den Hafen schreibt, auch wenn dies das Risiko beinhaltet, den Arbeitsplatz zu verlieren. Viele Grüße von einem kanarischen Journalisten.

Per E-Mail
(Name der Redaktion bekannt)





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