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Ausgabe: Nr. 217 (20/2014) vom 22. Oktober - 4. November 2014
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Home > Leserbriefe > Abwasser in Los Cristianos

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Abwasser in Los Cristianos

Wieder wurde Abwasser an einem der Strände im Süden Teneriffas entleert. Dieses Mal war es in Los Cristianos. Zuvor war es in Las Vistas, Fañabé, La Caleta, El Duque, Las Américas (3 Mal), Playa Paraiso, etc.
In Wirklichkeit ist die Südostküste Teneriffas ein Meer von Abwässern, was aber in der Presse nur erwähnt wird, wenn die Situation allzu offensichtlich wird, d. h. wenn nicht mehr nur das Meer voll Sch... ist (im wahrsten Sinne), sondern ein Rinnsal aus irgendeinem Abwasserkanal austritt und über den Sand an die Küste fließt.
Wenn es etwas gibt, das dem touristischen Image der Insel schaden kann, mehr als illegale Bauten, die Unelco-Stromleitungen, die schlechten Manieren der Titsa-Busfahrer, die Millionen von Straßen und Autos und Müll, dann ist es die Erkenntnis der Urlauber, dass sie in einem Meer baden, in dem ihre eigenen Exkremente aufgelöst sind, sowie die von weiteren 200.000 Touristen.
An manchen Stellen der Küste ist die Farbe des Wassers der Beweis dafür, dass es nicht ganz sauber ist. An anderen Stellen sammeln sich sogar ungesund aussehende Fettrückstände an den Stränden, wie es in Las Teresitas oder Playa de La Pinta der Fall ist. Beide Strände haben ein Abwasserrohr in unmittelbarer Nähe, und im Fall von La Pinta wurde schon immer moniert, dass das Rohr undichte Stellen aufweist.
Bei Playa Jardín in Puerto de la Cruz findet man oftmals Kügelchen wie von weißem Styropor. Wenn du sie mit der Hand zerdrückst, stinken sie. Ich bin der Sache nachgegangen und habe herausgefunden, woher sie stammen: es ist Sch... von den Abwasserrohren, die von kleinen Schimmelpilzen umgeben sind, die anscheinend außerdem den Sand, auf dem sie landen verseuchen. Tatsächlich liegt an Playa Jardín, wenn diese „Kügelchen“ angeschwemmt werden, oder an Playa Martiánez, ein unverwechselbarer Geruch in der Luft.
Ein weiterer Beweis für den Überfluss an Fäkalwasser an der Küste Teneriffas sind die grünen Algen, die sich durch eine übermäßige Nitratbelastung bilden und an vielen Punkten zu sehen sind. Bleiben wir bei Puerto de la Cruz, denn hier sticht besonders das Gebiet von San Telmo hervor, wo keine Abwasserkanalisation existiert und die Hotels (die nicht klein und nicht wenige sind) Sickergruben haben und schließlich das Abwasser ins Meer leiten. In Candelaria und Las Caletillas ist ein ständiger grüner Fleck zu sehen, insbesondere bei Cho Vito und in der Umgebung des dort befindlichen Abwasserrohrs.
Parallel hierzu scheint die öffentliche Verwaltung – voll von „vollkommen qualifizierten“ Beamten und Technikern – wegzusehen, vor allem wenn sie Millionen für die Restaurierung religiöser Bauwerke ausgeben, während das Fundament des wesentlichen Wirtschaftsmotors der Insel beschädigt wird. So billig und knauserig die Touristen auch sein mögen, die uns besuchen, und so sehr sie sich mit betrunkenen Engländern, mit Titsa, mit dem Wolkenmeer über Las Américas oder den dreckigen Straßen abfinden; niemand badet gerne in Abwasser.

A. Plasencia
aplasencia@gmail.com
(Übersetzt aus
dem Spanischen)





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